E1 Klimawandel

E1 Klimawandel

Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen

Wesentliche klimabezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1, SBM-3)

In Zusammenarbeit mit Stakeholdern und durch Benchmarking-Fragebögen zum Klimawandel wie dem Carbon Disclosure Project (CDP) haben wir die wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen für PUMA identifiziert, unter Anwendung derselben Methodik, die im Abschnitt Verfahren zur Ermittlung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1) beschrieben ist.

Darüber hinaus haben wir im Jahr 2023 unter Einbeziehung unserer wichtigsten Stakeholder eine DMA durchgeführt, um wesentliche Themen für unsere langfristige Strategie und Zielsetzung zu identifizieren. Im Jahr 2024 band PUMA Stakeholder in Konsultationen ein, um die Nachhaltigkeitsziele der Vision 2030 auszugestalten. Ausführliche Informationen zur Einbeziehung der Stakeholder finden sich im Abschnitt Interessen und Ansichten der Stakeholder (SBM-2).

T.16 Wesentliche klimabezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1, SBM-3)

Position in der Wertschöpfungskette ■□□ Vorgelagert □■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert

Zeithorizont ❶⑤⑩ Kurzfristig ①❺⑩ Mittelfristig ①⑤❿ Langfristig

Der Zeithorizont wird für potenzielle Auswirkungen angegeben. Wenn die Auswirkung tatsächlich eintritt, ist sie mit ● markiert

Wesentliches Thema

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen

Zeithorizont

Position

Beispielhafte (Abhilfe-)Maßnahmen

Anpassung an den Klimawandel

NEGATIVE AUSWIRKUNGEN

Klimastress: Ohne Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind Arbeitnehmer*innen anfälliger für Erschöpfung und gesundheitliche Probleme. Hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit können die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit der Arbeitnehmer*innen beeinträchtigen, die Fehlerquote erhöhen und die Produktivität senken; zugleich kann eine verminderte Leistungsfähigkeit die Arbeitsplatzsicherheit gefährden. Klimaereignisse wie Taifune und Überflutung können die Arbeit unterbrechen, die Infrastruktur beschädigen und aufgrund mangelhafter sanitärer Einrichtungen und eingeschränkter Wasserqualität das Krankheitsrisiko erhöhen, was oft zu Einkommensverlusten und Arbeitsausfällen führt

①❺❿

■■□

• Notfallprotokolle festlegen: Klare Notfallpläne umsetzen, einschließlich Evakuierungsverfahren, Erste-Hilfe-Bereitschaft und Kommunikationssystemen, um Risiken und Ausfallzeiten bei Klimaereignissen zu minimieren

• Resilienz der Lieferkette stärken: Lieferanten diversifizieren und alternative Bezugsquellen für kritische Materialien/Produkte sichern, um Produktionsausfälle infolge lokaler Störungen zu vermeiden

• Arbeitsbedingungen verbessern: Kühlsysteme installieren, die Belüftung verbessern und Trinkstationen bereitstellen, um Beschäftigte vor Hitzestress zu schützen, besonders in heißen Klimazonen

FINANZIELLE RISIKEN

Physische Exposition gegenüber Klimarisiken: Da sich ein Großteil der Branchenproduktion sowie einige eigene Betriebe von PUMA und zugehörige Infrastruktur, wie Lager, in Regionen befinden, die bis 2050 voraussichtlich erheblichen physischen Klimarisiken ausgesetzt sein werden. Unternehmen sind finanziellen und Reputationsrisiken ausgesetzt, darunter Produktionsverzögerungen, steigenden Betriebskosten und Unsicherheiten bei den Arbeitskräften (z. B. Fehlzeiten, Fluktuation, Unruhen)

①⑤❿

■■□

Beschaffungspreise: Extreme Wetterereignisse können Rohstoffengpässe verursachen und dadurch Beschaffungspreise erhöhen sowie die Marge belasten

①❺❿

■□□

FINANZIELLE CHANCEN

Wettbewerbsvorteil: Ein widerstandsfähiges Unternehmen mit zufriedenen und produktiven Arbeitskräften, gestützt durch eine angemessene Infrastruktur (Temperaturkontrolle und Gebäudesicherheit), kann den Betrieb auch bei klimabedingten Störungen aufrechterhalten und potenziell Marktanteile von weniger vorbereiteten Wettbewerbern gewinnen. Dies hängt von Investitionen in widerstandsfähige Infrastruktur, dem Zugang zu Finanzmitteln und der Fähigkeit ab, die Marktnachfrage zu erfüllen

①⑤❿

■■□

Klimaschutz und Energie

POSITIVE AUSWIRKUNGEN

Umweltverschmutzung: erneuerbare Quellen wie Wind-, Solar- und Wasserkraft verursachen nur geringe Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffe und tragen so zu sauberer Luft, besserer öffentlicher Gesundheit und gesünderen Ökosystemen bei

■■□

• Nutzung erneuerbarer Energie: Ziele festlegen und Nutzung sowie Investitionen in einen Mix aus erneuerbaren Energien fördern

• Politische Interessenvertretung: Für bessere Infrastruktur eintreten

• Zugang zu Finanzmitteln ermöglichen: Mit Finanzierungsinstrumenten zusammenarbeiten

• Dekarbonisierungsstrategie: Dekarbonisierungsstrategien und -ziele sowohl in eigenen Betrieben als auch in der vorgelagerten Wertschöpfungskette entwickeln und umsetzen, einschließlich des verstärkten Einsatzes weniger kohlenstoffintensiver Materialien, des Ausstiegs aus kohlebefeuerten Kesseln, der Steigerung der Energieeffizienz, des Ausbaus erneuerbarer Energien sowie einer optimierten Logistik

NEGATIVE AUSWIRKUNGEN

Klimawandel: Fossile Brennstoffe sind energiereich und effizient für Energieerzeugung und Transport, stellen jedoch die größte Quelle von Treibhausgasemissionen dar und treiben die globale Erwärmung voran. Darüber hinaus stoßen sie Luftschadstoffe und Feinstaub aus, was zu Umwelt- und Gesundheitsproblemen führt. Diese Auswirkungen verursachen wirtschaftliche Kosten, darunter höhere Gesundheitsausgaben und Infrastrukturschäden infolge extremer Wetterereignisse

■□□

THG-Emissionen: Treibhausgasemissionen entstehen in verschiedenen Phasen der Geschäftstätigkeit, darunter in physischen Verkaufsstellen, Büros und Lagern, in der Herstellung, beim Warentransport und durch die Nutzung der Produkte durch Verbraucher*innen. Diese Aktivitäten verursachen durch die Freisetzung von Treibhausgasen direkte Umweltbelastungen

■■■

FINANZIELLE RISIKEN

Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern: Die Verringerung des Einsatzes fossiler Brennstoffe setzt die Unternehmen Übergangsrisiken aus, darunter steigende Energiekosten und den Bedarf an Investitionen in emissionsarme Technologien und Infrastruktur. Diese Kosten können kurzfristige Budgets und die Rentabilität beeinträchtigen

①❺❿

■■□

Übergangsrisiken: Neue Vorschriften zu CO2-Steuern oder zur verpflichtenden Angabe des CO2-Fußabdrucks können für PUMA und seine Lieferanten finanzielle Risiken darstellen, weil sie die Betriebskosten erhöhen. Die Erfüllung dieser Anforderungen kann erhebliche Investitionen in die Dekarbonisierung in Form neuer Technologien oder Infrastruktur erfordern

①❺❿

■■□

Steigende Energiekosten: Der begrenzte Zugang zu erschwinglichen erneuerbaren Energien in wichtigen Beschaffungsregionen birgt klimabezogene Übergangsrisiken, weil Lieferanten auf teurere und weniger effiziente Energiequellen angewiesen sein können. Dies kann die Produktionskosten erhöhen und die Gewinnmargen verringern

①❺❿

■□□

FINANZIELLE CHANCEN

Anforderungen von auf ESG fokussierten Investoren erfüllen: Unternehmen, die den Klimawandel aktiv adressieren, sind besser in der Lage, regulatorische, ökologische und kommerzielle Risiken zu steuern und dadurch das Risiko finanzieller Verluste zu reduzieren. Klimastrategien können den Zugang zu Kapital verbessern, weil auf ESG fokussierte Investoren eher Unternehmen mit klaren Klimaschutzplänen unterstützen

①⑤❿

■■□

Bewertung von Risiken und Chancen

Wir identifizieren, bewerten und steuern klimabezogene Risiken und Chancen. Dies umfasst eine Szenarioanalyse, eine Risiko- und Chancenbewertung sowie eine Resilienzanalyse unseres Geschäftsmodells und unserer Strategie.

Szenarioanalyse

Zur Bewertung potenzieller physischer Risiken und Übergangsrisiken hat PUMA eine klimabezogene Szenarioanalyse durchgeführt.

Um physische Risiken für die eigene Geschäftstätigkeit zu identifizieren, arbeitet PUMA mit seinem Versicherungsanbieter an einer Bewertung des physischen Klimarisikos. Die Zeithorizonte sind kurzfristig (1 Jahr), mittelfristig (1–5 Jahre) und langfristig (>5 Jahre). Die Bewertung umfasst die 27 Standorte mit dem höchsten Risiko für Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit im Ereignisfall (Gesamtversicherungswert von über 50 Mio. €), darunter die Unternehmenszentrale von PUMA und die wichtigsten Distributionszentren. Sie umfasst keine Ladengeschäfte, da der Verlust eines einzigen Ladengeschäfts keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen hat.

Grundlage der Bewertung ist das vom IPCC entwickelte RCP8.5-Szenario mit einem prognostizierten Temperaturanstieg von mehr als 4 °C bis 2100. Dieses „Hot House“-Szenario prognostiziert eine erhebliche Zunahme physischer Risiken bis 2040. Für den kurzfristigen Horizont ist die Versicherungsfunktion zuständig, da die damit verbundenen Risiken auf die Versicherungsmärkte verlagert werden. Für mittel- und langfristige Projektionen klimabedingter Gefahren nutzen wir die geografischen Koordinaten unserer Standorte und das NatCat-Tool von SwissRe. Typische Bewertungen sind standortspezifische Risikoprüfungen, Analysen der Auswirkungen von Betriebsunterbrechungen und NatCat-Bewertungen in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsmakler und dem führenden Versicherer für das Sachversicherungsprogramm, um die erforderlichen Versicherungsgrenzen zu validieren. Für die Standorte der vorgelagerten Wertschöpfungskette wurde im Jahr 2025 eine physische Risikobewertung gemeinsam mit einem externen Berater für PUMA und stichd durchgeführt.

Die Übergangsrisiken wurden anhand des IEA-Szenarios „Net-zero emissions by 2050“ ermittelt, das einen schmalen Pfad hin zu einer auf 1,5 °C ausgerichteten globalen Erwärmung beschreibt, sowie anhand des Szenarios zu den erklärten politischen Maßnahmen, wobei davon ausgegangen wird, dass diese umgesetzt werden (Ausrichtung auf 2,7 °C). Der Zeitrahmen reicht bis zum Jahr 2040, mit Zwischenschätzungen für 2030 und 2035. Die meisten Annahmen der Szenarioanalyse galten auf globaler Ebene, mit einigen Ausnahmen wie CO2-Bepreisung oder Preise für Versorgungsleistungen, die auf regionaler Ebene (z. B. in der EU) getroffen wurden.

Die von PUMA verwendeten Klimaszenarien basieren auf wissenschaftlichen und verbreiteten Quellen zwischenstaatlicher Organisationen, wie dem IPCC-Bericht und der IEA. Die Szenarien integrieren zentrale klimabezogene Annahmen in den Finanzbericht von PUMA, indem sie prognostizierte regulatorische Veränderungen, Markttrends und Umweltauswirkungen berücksichtigen. Naturgemäß sind diese zukunftsgerichteten Szenarien mit Unsicherheiten verbunden. Im Falle von Unsicherheiten haben wir unsere Annahmen am durchschnittlichen Entwicklungspfad innerhalb des jeweiligen Szenarios ausgerichtet.

Physisches Risiko

Physische Risiken sind potenzielle Bedrohungen für die Wertschöpfungskette von PUMA und werden durch den Klimawandel häufiger und intensiver. Die Analyse von Auftreten und Häufigkeit dieser Risiken hilft PUMA, Schwachstellen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, der Infrastruktur und der Sicherheit der Beschäftigten zu identifizieren und darauf aufbauend Strategien zur Risikominderung zur Sicherung der Geschäftskontinuität umsetzen. Die Tabelle fasst die physischen Risiken zusammen, die zu Beginn des Abschnitts in die Risikoidentifizierung und -bewertung von PUMA einbezogen wurden.

T.17 Klassifikation klimabedingter Gefahren gemäß der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 (ESRS 2 IRO-1)

Risikoart

Temperatur

Wind

Wasser

Feststoffe

Chronisch

Temperaturänderung (Luft, Süßwasser, Meerwasser)

Änderung der Windverhältnisse

Änderung der Niederschlagsmuster und -arten (Regen, Hagel, Schnee/Eis)

Küstenerosion

Hitzestress

Variabilität von Niederschlägen oder der Hydrologie

Bodendegradation

Temperaturvariabilität

Anstieg des Meeresspiegels

Bodenerosion

Abtauen von Permafrost

Wasserknappheit

Solifluktion

Versauerung der Ozeane

Salzwasserintrusion

Akut

Hitzewelle

Zyklon, Hurrikan, Taifun

Dürre

Erdrutsch

Wald- und Flächenbrände

Sturm (einschließlich Schnee-, Staub- und Sandstürme)

Starke Niederschläge (Regen, Hagel, Schnee/Eis)

Lawine

Kältewelle/Frost

Tornado

Hochwasser (Küsten-, Flusshochwasser, pluviales Hochwasser, Grundhochwasser)

Bodenabsenkung

Überlaufen von Gletscherseen

Eigene Geschäftstätigkeiten

Die Ergebnisse der physischen Klimarisikoanalyse für unsere eigene Geschäftstätigkeit bestätigen, dass bis 2040 20 von 27 Hauptstandorten von PUMA einem hohen Dürrerisiko ausgesetzt sind, 15 hohen Risiken durch Hitzewellen und neun einem hohen Risiko durch den Anstieg des Meeresspiegels. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Risiken signifikante finanzielle Auswirkungen auf PUMA haben, sind unseres Erachtens gering, weil wir dagegen versichert sind. Die meisten Büros und Ladengeschäfte von PUMA sind mit Klimaanlagen ausgestattet, um auch bei hohen Temperaturen angenehme Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Vorgelagerte Wertschöpfungskette

PUMA betrachtet das Klimarisiko angesichts der zunehmenden Störungen durch extreme Wetterereignisse und neue Vorschriften als eine der wichtigsten Prioritäten für seine vorgelagerte Wertschöpfungskette.

2025 führten wir eine Klimarisikobewertung für PUMA und stichd durch, die 35 Länder und 558 Fabriken umfasste. Die Bewertung konzentrierte sich auf drei Faktoren: die Exposition gegenüber klimabedingten physischen Risiken, die Sensibilität gemessen an Mitarbeiterzahl und geschäftlicher Bedeutung sowie Übergangsrisiken auf Länderebene. Dabei wurden die bestehenden Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in den Fabriken berücksichtigt, um das Restrisiko (netto) zu berechnen. Die Umfrage ergab, dass in den meisten Fabriken bereits Anpassungsmaßnahmen getroffen wurden, vor allem gegen Überflutung und Hitzestress. 17 Fabriken wurden auf Grundlage ihrer physischen Restrisikowertung (v. a. extreme Hitze, Überflutung, Wasserknappheit, Variabilität von Niederschlägen, Wald- und Flächenbränden, Dürre) und Geschäftskritikalität für Maßnahmen im Jahr 2026 priorisiert. Wir haben noch keine konkreten Klimaanpassungsziele festgelegt.

Übergangsrisiko

Klimabedingte Übergangsrisiken können in verschiedenen Bereichen, darunter Politik und Recht, Technologie, Markt und Reputation, über kurz-, mittel- und langfristige Zeiträume auftreten. Wesentliche Übergangsrisiken werden am Anfang des Abschnitts aufgeführt und sind der TCFD-konformen Liste der Übergangsereignisse in der Tabelle entnommen.

T.18 Beispiele für klimabezogene Übergangsereignisse (auf Grundlage der TCFD-Klassifizierung) (IRO-1)

Politik und Recht

Technologie

Markt

Ansehen

Höhere Bepreisung von Treibhausgasemissionen

Ersetzung bestehender Produkte und Dienstleistungen durch emissionsärmere Optionen

Änderung des Verbraucherverhaltens

Veränderung der Verbraucherpräferenzen

Verstärkte Emissionsberichterstattungspflichten

Erfolglose Investitionen in neue Technologien

Unsicherheit in Bezug auf Marktsignale

Stigmatisierung des Sektors

Mandate und Regulierung in Bezug auf bestehende Produkte und Dienstleistungen

Kosten des Übergangs zu emissionsärmeren Technologien

Gestiegene Rohstoffkosten

Zunehmende Besorgnis der Stakeholder

Mandate und Regulierung in Bezug auf bestehende Produktionsverfahren

Negative Rückmeldungen der Interessenträger

Gefahr von Rechtsstreitigkeiten

Vorgelagerte Wertschöpfungskette

Im Rahmen der Klimarisikobewertung haben wir das Übergangsrisiko für die wichtigsten Beschaffungsländer bewertet. Das Übergangsrisiko wird anhand von Faktoren wie CO2-Steuern, Emissionshandelssystemen, Netto-Null-Zielen, dem Anteil erneuerbarer Energien, nachhaltigen Finanzierungsrahmen und der regulatorischen Infrastruktur für erneuerbare Energien bewertet, einschließlich des Zugangs zu erneuerbaren Quellen vor Ort und außerhalb des Standorts, von Anreizen für Energiespeicherung und Marktinstrumenten wie Energie-Attribut-Zertifikaten (EACs). Unter Anwendung dieser Parameter werden Bangladesch, Kambodscha, Indonesien und Pakistan als hohes Risiko eingestuft. Brasilien, die Philippinen und Vietnam fallen in die Kategorie „mittleres Risiko“, während China und die Türkei als „geringes Risiko“ eingestuft werden.

Wir arbeiten weiterhin mit Branchenverbänden zusammen, um die politische Interessenvertretung in den Ländern mit hohem und mittlerem Risiko voranzutreiben, wobei unsere wichtigsten Beschaffungsländer wie Bangladesch, Kambodscha, Indonesien und Vietnam bei UNFCCC und ACEC Priorität haben.

Chancen

Die klimabezogenen Chancen von PUMA hängen hauptsächlich mit Übergangsfaktoren wie politischen Entwicklungen, technologischen Fortschritten, Markttrends und Ansehen zusammen.

Resilienzanalyse

Die Resilienzanalyse erfolgt jährlich und wird im Rahmen des Risikomanagementsystems zweimal pro Jahr überprüft. Ihr Schwerpunkt liegt auf drei Schlüsselbereichen: unserer eigenen Geschäftstätigkeit, unserem Geschäftsmodell (einschließlich der ausgelagerten Produktion) und unserem Produktportfolio, das die gesamte Bandbreite von PUMAs Geschäft abdeckt. Unsere Risikoanalyse umfasst sowohl physische Risiken, die die Geschäftstätigkeit von PUMA und die Standorte der vorgelagerten Wertschöpfungskette betreffen, als auch Übergangsrisiken, die sich auf unser Geschäftsmodell und das Produktportfolio auswirken. Hierzu führen wir eine Resilienzanalyse durch, die am Zeithorizont der langfristigen Risikoprognose und den wissenschaftsbasierten Treibhausgasemissionszielen ausgerichtet ist. Dieser Ansatz hilft uns zu beurteilen, wie gut unsere Strategie diesen Risiken standhalten und gleichzeitig unsere Klimaverpflichtungen erfüllen kann. PUMA weist Ausgaben für klimaresiliente Aktivitäten im Rahmen des allgemeinen Jahresabschlusses aus, ohne sie als gesonderte Kategorie darzustellen; der zukünftige Ressourcenbedarf wird im Rahmen des strategischen Planungsprozesses des Unternehmens bewertet. Die Fähigkeit, bestimmte Anpassungsmaßnahmen umzusetzen, kann von externen Faktoren abhängen. Die Resilienzanalyse basiert auf zentralen Annahmen, darunter ein mittel- und langfristiger Zeithorizont, der mit der Risikoprognose von PUMA übereinstimmt, sowie die Erwartung, dass Klimapolitik, regulatorische Rahmenbedingungen und Marktanreize für erneuerbare Energien weltweit weiter voranschreiten werden.

Resilienz der eigenen Geschäftstätigkeit

Viele der größten Anlagen von PUMA befinden sich in Gebieten, die klimabedingten physischen Risiken wie Dürren oder Hitzewellen ausgesetzt sind. Die meisten dieser Standorte sind jedoch gepachtet oder gemietet, was die langfristige Exposition und die finanzielle Haftung begrenzt. Wenn ein Standort stark von Klimagefahren betroffen ist, kann PUMA den Betrieb problemlos verlagern und so mögliche Störungen und kostspielige Anpassungsmaßnahmen reduzieren. In Kombination mit Kühlsystemen, Versicherungsschutz für klimabedingte Gefahren und Möglichkeit zur Fernarbeit für Büroangestellte stärkt diese Flexibilität die Resilienz der Geschäftstätigkeit von PUMA gegenüber physischen Klimarisiken.

Resilienz der vorgelagerten Wertschöpfungskette

PUMA reduziert Abhängigkeitsrisiken, indem das Beschaffungsmodell diversifiziert und Fabriken beim Ausbau ihrer technischen Fähigkeiten unterstützt werden, etwa durch die Produktion mehrerer Produktkategorien und den Bezug von Rohstoffen aus verschiedenen Ländern. Dadurch können die Fabriken flexibler arbeiten und die Geschäftskontinuität bei Unterbrechungen durch extreme Wetterereignisse aufrechterhalten. Gemeinsam helfen diese Maßnahmen PUMA, eine resilientere, anpassungsfähigere und stabilere Wertschöpfungskette aufzubauen.

Resilienz der nachgelagerten Wertschöpfungskette

Das Produktportfolio von PUMA umfasst Sport- und Lifestyle-Schuhe, Bekleidung und Accessoires. Unsere Produkte basieren auf Rohstoffen, die aus fossilen Brennstoffen hergestellt werden, wie Polyester und andere synthetische Polymere. PUMA hat begonnen, recyceltes Polyester in großem Umfang einzusetzen und identifiziert Möglichkeiten zur Nutzung recycelter oder biobasierter Alternativen.

PUMAs Produkte verursachen in ihrer Nutzungsphase keine direkten Treibhausgasemissionen. PUMA-Produkte können am Ende ihres Lebenszyklus Treibhausgasemissionen freisetzen, zum Beispiel bei der Verbrennung oder bei der Zersetzung. Lebenszyklusanalysen zeigen jedoch, dass diese Emissionen im Vergleich zu denen aus Herstellung und Produktnutzung relativ gering sind.

Nach unserem Verständnis auf Grundlage der vorstehenden Resilienzanalyse verfügt PUMA über eine ausreichende Resilienz gegenüber den wesentlichen Übergangs- und physischen Risiken und ist in der Lage, Strategie und Geschäftsmodell an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.

Strategie

Die Klimastrategie von PUMA ist darauf ausgerichtet, den Klimawandel entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu mindern und sich an seine Auswirkungen anzupassen. Die Klimastrategie von PUMA wurde unter Berücksichtigung der IPCC-Klimaprojektionen und der Netto-Nullpfad-Szenarien der IEA entwickelt. Die Strategie konzentriert sich auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch den Einsatz erneuerbarer Energien, die Dekarbonisierung der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie – wo anwendbar – den verstärkten Einsatz emissionsarmer Materialien. PUMA integriert Klimaresilienz in seine Geschäftstätigkeit, indem physische Risiken wie Extremwetterereignisse und Hitzestress bewertet und Anpassungsmaßnahmen wie Kühlsysteme und flexible Arbeitszeitmodelle umgesetzt werden. Konsultationen mit Stakeholdern helfen uns dabei, unsere Nachhaltigkeitsvision und -ziele zu gestalten und soziale Gerechtigkeit bei Klimaschutzmaßnahmen zu fördern. Dieser Ansatz ist in unseren allgemeinen Nachhaltigkeitsrahmen und unsere Finanzplanung integriert und zielt darauf ab, Klimarisiken und -chancen ganzheitlich und proaktiv zu adressieren.

Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel (E1-2)

Wir haben klimabezogene Richtlinien und Handbücher, darunter PUMA‘s Environmental Policy (Umweltrichtlinie), PUMA‘s Environmental Handbook (Umwelthandbuch) jeweils für Lieferanten und für eigene Standorte, auf unserer Website verfügbar.

Der Vorstand ist für die Genehmigung und Umsetzung aller Richtlinien und Handbücher verantwortlich, die klimabezogene Verpflichtungen und Aktivitäten behandeln. Verschiedene Abteilungen sorgen für die Umsetzung und berichten dem Vorstand und dem Führungsteam regelmäßig über die Fortschritte.

Die Richtlinien nehmen Bezug auf internationale Umwelt- und Klimakonventionen und Rahmenwerke wie die zehn Grundsätze des UN Global Compact, das Übereinkommen von Paris der Vereinten Nationen, die OECD-Leitlinien für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten in der Bekleidungs- und Schuhwarenindustrie, die Fashion Industry Charter for Climate Action und den Fashion Pact.

Über Sorgfaltspflicht und Fortschritte informieren wir im Abschnitt Allgemeine Informationen. Dazu gehören Strukturen der Unternehmensführung, wichtige Partner und Leistungsindikatoren wie der Anteil zertifizierten oder recycelten Materials, Treibhausgasemissionen und der Einsatz erneuerbarer Energien. Wir beteiligen uns auch an Initiativen Dritter, um objektives Feedback zur Verbesserung unserer Praktiken zu erhalten.

Mit seiner Umweltrichtlinie adressiert PUMA ein breites Spektrum an Themen, um eine umfassende Nachhaltigkeitspraxis zu unterstützen. In Bezug auf das Klima umfasst sie die Maßnahmen für den Klimaschutz, die erforderlich sind, um unsere wissenschaftsbasierten Ziele für Treibhausgasemissionen zu erreichen, die auf eine maximale Erderwärmung von 1,5 °C ausgerichtet sind. Zu den erklärten Maßnahmen zählen die Nutzung erneuerbarer Energien für PUMA-Unternehmen, die Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Logistik und der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie der verstärkte Einsatz von emissionsarmen Materialien.

Die Umwelthandbücher für Lieferanten und eigene Unternehmen von PUMA spiegeln zentrale Anliegen der Stakeholder wider und dienen als Leitfaden für die Reduzierung der Klimaauswirkungen. Zu den Empfehlungen gehören beispielsweise die Einführung von LED-Beleuchtung, die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien, die schrittweise Abschaffung von kohlebefeuerten Kesseln und die Optimierung von Heiz- und Kühlsystemen.

Während wir mögliche Aktualisierungen unserer Richtlinien und Handbücher fortlaufend prüfen, berücksichtigt die Häufigkeit ihrer Veröffentlichung neue regulatorische Anforderungen sowie die Art der Änderungen und zielt darauf ab, Stakeholder nicht mit mehrmaligen Aktualisierungen pro Jahr zu konfrontieren. In der nächsten Aktualisierung von Richtlinien und Handbüchern werden Maßnahmen zur Klimaanpassung enthalten sein.

Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1)

Im Jahr 2023 veröffentlichte PUMA seinen ersten Klimaübergangsplan, worin die erforderlichen Maßnahmen und Investitionen dargelegt sind, um das von der Science Based Targets Initiative (SBTi) genehmigte Klimaziel zu erreichen und den Leitlinien der Fashion Industry Charter for Climate Action zu entsprechen. Alle im PUMA-Übergangsplan beschriebenen Maßnahmen sollen sich am 1,5°C-Pfad orientieren. Die formale Ausrichtung auf den 1,5°C-Pfad erfolgte in der veröffentlichten kurzfristigen SBT ausschließlich für Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Die Ausrichtung von Scope 3 auf einen 1,5°C-Pfad war nach den SBT-Richtlinien nur dann zulässig, wenn er mit Scope 1 und Scope 2 als Teil eines Netto-Null-Ziels oder eines anderen langfristigen Ziels integriert wurde. Der Übergangsplan beschreibt, wie PUMA beabsichtigt, sein genehmigtes Ziel zu erreichen, auch wenn der Plan selbst keine SBTi-Validierung erfordert oder durchläuft.

Der Klimaübergangsplan von PUMA ist in die Geschäftsstrategie und Finanzplanung integriert, indem Klimaziele mit zentralen Unternehmenszielen wie der Lieferkettenresilienz, wesentlichen Innovationen und dem Risikomanagement abgestimmt werden. Investitionen in erneuerbare Energien und emissionsarme Materialien sind in die langfristigen Budgetierungsprozesse integriert und die Fortschritte bei der Erreichung der Klimaziele werden überwacht, um die strategische Ausrichtung zu unterstützen. Der Übergangsplan wird von Vorstand und Aufsichtsrat von PUMA geprüft und genehmigt, mit dem Ziel, um die langfristigen Geschäftsziele und finanzielle Stabilität von PUMA zu unterstützen.

G.18 THG-GESAMTEMISSIONEN NACH QUELLE

Grafik 2

Diese Grafik zeigt die Gesamtaufteilung der Treibhausgasemissionen nach verschiedenen Teilen der Wertschöpfungskette von PUMA, wie sie in der Übersicht der Wertschöpfungskette im Abschnitt Allgemeine Informationen dargestellt ist, und folgt nicht der Einteilung in vor- und nachgelagerte Scope-3-Kategorien gemäß dem GHG Protocol.

Eigene Geschäftstätigkeiten

Unsere Initiativen stellen eine entscheidende Abkehr vom Business-as-usual-Szenario dar, das auf konventionellen, emissionsintensiven Geschäftsmodellen basiert. An seinen eigenen Standorten, darunter Ladengeschäfte, Lager und Büros, stellt PUMA schrittweise von konventionellen Energiesystemen auf energieeffiziente und erneuerbare Energietechnologien um und reduziert dadurch sowohl den Energieverbrauch als auch die Treibhausgasemissionen. Außerdem beziehen wir seit 2020 unseren gesamten Strom aus erneuerbaren Quellen. Wir prüfen zudem erneuerbare Heizungslösungen, um fossile Heizsysteme zu ersetzen. Mit dem Verkauf des Firmenflugzeugs im Jahr 2025 wurde eine wesentliche Emissionsquelle beseitigt.

PUMA hat Systeme für die interne und externe Überwachung, Rechenschaftspflichten und Berichterstattung etabliert, um eine transparente Kommunikation seiner Klima- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu unterstützen. Einige der wichtigsten Anlagen und Produkte von PUMA, wie Firmenwagen und gemietete Gebäude, verursachen Treibhausgasemissionen durch die Nutzung fossiler Energieträger, etwa Erdgas für die Beheizung oder Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Bei der Erfassung der THG-Gesamtemissionen und der Identifizierung von Reduktionsmöglichkeiten werden diese bestehenden Anlagen in die Bewertung einbezogen. So werden beispielsweise Firmenwagen, die noch nicht durch emissionsfreie Fahrzeuge ersetzt wurden, und Gebäude, die noch mit Erdgas betrieben werden, gezählt. Diese gebundenen Emissionen sind Teil der Vision 2030-Strategie und des Übergangsplans von PUMA. Das bedeutet, dass PUMA daran arbeitet, die Emissionen aus diesen Anlagen bis 2030 zu reduzieren, entweder durch Umstieg auf sauberere Energiequellen oder Umrüstung auf emissionsärmere Alternativen. Wir gehen nicht davon aus, dass die Treibhausgasemissionsziele für die eigene Geschäftstätigkeit durch die gebundenen Treibhausgasemissionen gefährdet werden, weil sie nur einen geringen Teil der THG-Emissionsbasis aus dem Jahr 2017 ausmachen.

Die Ziele und Pläne von PUMA zur Angleichung der wirtschaftlichen Aktivitäten an die Kriterien der Delegierten Verordnung 2021/2139 der Kommission berücksichtigen die wichtigsten Leistungsindikatoren, die gemäß Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 offengelegt werden müssen. PUMA ist nicht von Ausschlüssen für Paris-abgestimmte EU-Referenzwerte ausgenommen, die auf den Ausschlusskriterien basieren, die in Artikel 12 des Übereinkommens von Paris genannt sind.

T.19 Durch Dekarbonisierungshebel erwartete Reduktionen bis 20301 für THG-Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2 in (T CO2e)2

Dekarbonisierungshebel

Bis 2030

Einsatz emissionsarmer oder emissionsfreier Fahrzeuge für den eigenen Betrieb

1.000

Substitution konventioneller Brennstoffe durch erneuerbare Energie

500

Verbesserungen der Energieeffizienz

500

Stilllegung oder Ersatz des Firmenflugzeugs von PUMA

2.000

Weiter 100 % Strom aus erneuerbaren Energien

0

Gesamt

4.000

1 2030 ist das Zieljahr für unser wissenschaftlich fundiertes Ziel (von SBTi bestätigt). Künftig wird ein Übergangsplan entwickelt, um bis 2050 eine Netto-Null-Emission von Treibhausgasen zu erreichen.

2 Erwartete Emissionsreduktion bis 2030 ist definiert als die erwartete jährliche Reduktion im Jahr 2030 durch den jeweiligen Dekarbonisierungshebel.

Vorgelagerte Wertschöpfungskette

PUMA hat sich in seinen vom SBTi genehmigten Klimazielen zu einer absoluten Reduktion der Scope-3-THG aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen um 33 % bis 2030 verpflichtet, wobei 2017 als Basisjahr gilt, entsprechend dem 1,5°C-Pfad des Pariser Abkommens. Diese Maßnahmen sind in die Strategie von PUMA integriert und werden anhand von Leistungsindikatoren überwacht; über die Fortschritte wird in diesem Bericht, der einer unabhängigen Prüfung unterliegt, öffentlich berichtet.

Warentransport

In unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette werden Anstrengungen unternommen, um die Emissionen aus dem Warentransport zu reduzieren, indem wir auf kohlenstoffeffizientere Transportmittel umsteigen. Der Anteil der per Luftfracht transportierten Güter ist von 3 % im Jahr 2019 auf unter 1 % im Jahr 2025 gesunken.

Lieferanten

Wir binden unsere Hauptlieferanten ein, damit sie Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen festlegen und veröffentlichen, und unterstützen den Kohleausstieg. PUMA adressiert Hindernisse wie die begrenzte Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und infrastrukturelle Einschränkungen, indem Lieferanten bei Investitionen in PV-Anlagen unterstützt werden, z. B. durch Machbarkeitsstudien in wichtigen Beschaffungsländern. Diese Maßnahmen sollen regulatorische Risiken und Risiken in der Lieferkette mindern, die Betriebskosten senken und die Resilienz der Lieferkette erhöhen.

Diese Schritte sind Teil der umfassenderen Selbstverpflichtung von PUMA, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, wie in der Verordnung (EU) 2021/1119 (Europäisches Klimagesetz) festgelegt, und tragen zu den globalen Klimazielen bei.

T.20 Durch Dekarbonisierungshebel erwartete Reduktionen bis 20301 für THG-Emissionen der Kategorie Scope 3 in (T CO2e)

Dekarbonisierungshebel

Bis 20302

Luftfrachtquote weiter auf 0,5 % senken

5.000

Einsatz von Biokraftstoffen in der Seefracht

10.000

Einsatz elektrischer Lieferfahrzeuge im Straßengüterverkehr

Pilotprojekt läuft

Verbesserung der Energieeffizienz in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

180.000

Einsatz erneuerbarer Energien (Solar- und Windkraft) in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

123.000

Einsatz erneuerbarer Energien außerhalb des Standorts (DPPA/Green Tariff/IREC usw.) in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

296.000

Brennstoffwechsel von Kohle zu Biomasse, Strom oder Erdgas in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

173.000

Nutzung kohlenstoffarmer Materialien in PUMA-Produkten

322.000

Einführung neuer aufkommender Technologien (z. B. Solarthermie, grüner Wasserstoff usw.) in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

345.000

Gesamt

1.439.000

1 Erwartete Emissionsreduktion bis 2030 ist definiert als die erwartete jährliche Reduktion im Jahr 2030 durch den jeweiligen Dekarbonisierungshebel. 2030 ist das Zieljahr für unser wissenschaftlich fundiertes Ziel.

2 Alle Zahlen sind auf die nächsten tausend Tonnen CO₂e gerundet.

Netto-Null-Emissionen

PUMA bleibt dem Netto-Null-Ziel der Fashion Industry Charter for Climate Action für 2050 verpflichtet, während das eigene Netto-Null-Ziel derzeit noch außerhalb des SBTi-Genehmigungsprozesses liegt. Im Jahr 2024 begann PUMA mit dem Vorstand seine Netto-Null-Strategie auszuarbeiten. Zu den zentralen Maßnahmen zählen langfristige Ziele für emissionsarme Materialien sowie Fortschritte bei Recycling- und biobasierten Innovationen. Die Lieferanten werden dazu angehalten, emissionsarme Technologien zu nutzen und den Übergang zu erneuerbaren Energien voranzutreiben. Für verbleibende Emissionen werden Wiederaufforstungsmaßnahmen und Emissionsgutschriften in Betracht gezogen. Im Jahr 2025 haben wir externe Stakeholder zwecks Feedback zu unserem Netto-Null-Fahrplan konsultiert. Ihre Beiträge dienten als Referenz für unsere Gesamtstrategie und unterstrichen die Bedeutung einer stärkeren Einbindung der Lieferanten, praktikabler Finanzierungsoptionen, eines verbesserten Daten-Benchmarkings und einer intensiveren Zusammenarbeit zur Bewältigung zentraler Dekarbonisierungsherausforderungen.

G.19 GEPLANTER ENTWICKLUNGSPFAD für das Erreichen von Netto-Null-Emissionen

Picture 4

Die Fortschritte beim Übergangsplan werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, darunter Maßnahmen im Zusammenhang mit Klimaschutzleitlinien (E1-3), Kennzahlen und Ziele (MDR-M, MDR-T, E1-4) und THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen (E1-6).

Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel (E1-3)

Eigene Geschäftstätigkeiten

Die wichtigsten Maßnahmen und Mittel, die zur Verringerung der Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2 ergriffen wurden, sind nachstehend aufgeführt und stimmen mit den im Abschnitt Kennzahlen und Ziele (MDR-M, MDR-T, E1-4) beschriebenen Dekarbonisierungshebeln überein. Diese Maßnahmen gelten für unsere eigene Geschäftstätigkeit weltweit, tragen zur Erreichung der in unserer Umweltrichtlinie festgelegten Scope-1- und Scope-2-Klimaziele bei und laufen bis mindestens 2030.

Im Übergangsplan für den Klimaschutz legt PUMA den Schwerpunkt auf die in Durch Dekarbonisierungshebel erwartete Reduktionen bis 2030 für THG-Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2 dargestellten wichtigsten Hebel. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird durch Investitions- und Betriebsausgaben unterstützt, die in die regulären Budgetierungs- und Finanzplanungsprozesse von PUMA integriert sind.

PUMA wendet jährlich einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag für Betriebs- und Investitionsausgaben auf, um die Umsetzung klimarelevanter Maßnahmen bei den eigenen Geschäftsaktivitäten zu unterstützen. Diese Ausgaben sind Teil der laufenden operativen Tätigkeiten sowie der Investitionstätigkeiten von PUMA und tragen zur Umsetzung ausgewählter Dekarbonisierungsmaßnahmen im Rahmen des Übergangsplans bei. PUMA arbeitet mit Industriepartnern zusammen, um regulatorische Entwicklungen voranzutreiben, die den Übergang in Richtung Netto-Null-Emissionen unterstützen.

PUMA hat keine nennenswerten Investitionsausgaben für kohle-, öl- oder gasbezogene wirtschaftliche Aktivitäten. Stattdessen legt PUMA seinen Schwerpunkt auf erneuerbare Energie und andere Nachhaltigkeitsinitiativen, wie z. B. Strom aus erneuerbaren Energien und die Umstellung auf emissionsarme Kraftstoffe für den Transport.

Die Zuweisung finanzieller Mittel für Klimaschutzmaßnahmen steht im Zusammenhang mit dem Klimaschutz-Übergangsplan von PUMA und erfolgt im Rahmen des jährlichen Budgetzyklus sowie der mittelfristigen Finanzplanung der Gruppe. Diese Zuweisung kann im Laufe der Zeit angepasst werden, um die geschäftlichen Prioritäten zu berücksichtigen. Klimabezogene Investitionen sowie Betriebsausgaben tragen zur Umsetzung aktueller und zukunftsgerichteter Maßnahmen bei, darunter Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien, die Elektrifizierung der Dienstwagenflotte sowie ausgewählte standortbezogene Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien für eigene Geschäftsaktivitäten, wie im Klimaschutz-Übergangsplan beschrieben.

Vorgelagerte Wertschöpfungskette

PUMA beabsichtigt, Maßnahmen zur Dekarbonisierung weiterzuverfolgen, indem die Energieeffizienz verbessert, der Einsatz erneuerbarer Energien erhöht, der Einsatz von Kohle schrittweise reduziert, emissionsarme Materialien bezogen sowie im Transportbereich auf emissionsarme Kraftstoffe umgestellt wird.

Wie im Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1) beschrieben, beinhalten unsere Dekarbonisierungshebel naturbasierte Lösungen. Dazu gehören die verstärkte Verwendung emissionsarmer Materialien wie recyceltes Polyester und Baumwollmaterialien aus regenerativem Baumwollanbau. Darüber hinaus beabsichtigen wir, bis 2030 Rindleder aus entwaldungsfreien Lieferketten zu beschaffen, um zum Schutz von Wäldern beizutragen, die große Mengen Kohlenstoff aufnehmen und speichern. Diese wesentlichen Dekarbonisierungshebel beziehen sich auf erwartete THG-Reduktionen bis 2030 für Scope-3-Emissionen der Kategorien 1 und 4.

Lieferanten

Unsere wichtigsten Klimaschutzmaßnahmen für Scope-3-Emissionen der Kategorie 1 sind schwerpunktmäßig auf unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette gerichtet, insbesondere auf die wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken in China, Vietnam, Bangladesch, Kambodscha, Indonesien, Taiwan (Republik China), Türkei, Brasilien, Pakistan und auf den Philippinen. Wir beziehen aktiv unsere wichtigsten betroffenen Stakeholder ein, wie z. B. unsere Lieferanten, indem wir Schulungen anbieten sowie Programme für saubere Produktion und erneuerbare Energie einführen. Dieser Ansatz ermöglicht es PUMA, die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen zu bewerten, Verbesserungspotenziale zu erkennen und datengestützte Anpassungen vorzunehmen, um Klimaziele zu erreichen.

Klimaziele der Lieferanten

Wir ermutigen unsere Lieferanten, Klimaziele für ihren eigenen Weg zur Klimaneutralität festzulegen und zu veröffentlichen. Wir bieten unseren Lieferanten Möglichkeiten zum Kapazitätsaufbau und verfolgen ihre Fortschritte auf diesen verschiedenen Wegen:

  • Von der SBTi genehmigte Klimaziele (Scope 1, 2 und 3):24 wesentliche Lieferanten wurden aufgrund ihrer Reife und geschäftlichen Bedeutungfür dieses Programm ausgewählt. Bis Jahresende 2025 legten zwölf von ihnen SBTi-genehmigte Ziele vor, elfreichten Verpflichtungserklärungen ein und bei einem Lieferanten steht dies noch aus. Darüber hinaus arbeiteten wir mit Guidehousebeim Programm “Leadership on Climate Transition“ für den Kapazitätsaufbau zusammen, das von drei Lieferanten auch 2025 fortgesetzt wurde.
  • Wissenschaftlich ausgerichtete Ziele (Scope 1, 2):Von den 35 Kernlieferanten konnte bis Jahresende 2025 einer vom WRI genehmigte Ziele nachweisen, sieben nahmen am Manufacturer Climate Action Program (MCAP) vonCascaleteil, und bei sechs weiteren werden die Ziele noch ausgearbeitet. Von den übrigen 21 Anbietern wird erwartet, dass sie ihre Zielfindung bis 2027 abgeschlossen haben.

Schulungen und Programme für Lieferanten

Seit 2021 arbeitet PUMA im Rahmen der UN Fashion Industry Charter mit der GIZ und anderen zusammen, um Climate Action Training (CAT) für Fabriken in Asien anzubieten. Der Online-Kurs deckt die Themen Treibhausgasberichterstattung, Zielsetzung und Emissionsreduzierung ab und ist in mehreren lokalen Sprachen verfügbar. 2025 absolvierten 69 Teilnehmer*innen aus 45 Betrieben den Kurs. Im Jahr 2025 führten wir den Austausch im Rahmen von Klimanetzwerk-Sitzungen für Lieferanten fort, um über neue Entwicklungen zu informieren und den Erfahrungsaustausch zu fördern, unter anderem zu emissionsarmen Alternativen zur thermischen Energie, wie der Elektrifizierung mittels Wärmepumpen; die Teilnahmequote lag bei 97,7 %. Wir haben Schulungen zur Klimarisikobewertung für Fabriken mit hohem physischem Risiko wie Überschwemmungen und Hitzestress durchgeführt und dabei eine Teilnahmequote von 93,3 % erreicht.

Wir veranstalteten Auffrischungsschulungen zu erneuerbaren Energien in China, Taiwan (Republik China) und Kambodscha. Die Inhalte entsprachen weitgehend denen der Schulungen des Vorjahres; die Teilnahmequote lag bei 37,5 % (gegenüber 66 % im Jahr 2024). Die Schulung behandelte Instrumente zur externen Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Energien, darunter Grünstromzertifikate (Green Electricity Certificates, GEC), Stromhandel sowie Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA). In Vietnam waren 13 unserer wichtigsten PUMA-Fabriken Bestandteil einer von der Asia Clean Energy Coalition (ACEC) und dem UNFCCC organisierten DPPA-Schulung. Darüber hinaus nahmen vier unserer wichtigsten Fabriken in Bangladesch und drei unserer wichtigsten Fabriken in Vietnam an der German Training Week der GIZ zum Thema Energieeffizienz teil.

PUMA arbeitet mit IFC, Aii, ENERTEAM, GIZ und WWF zusammen, um Programme für eine sauberere Produktion in den wichtigsten Beschaffungsländern umzusetzen. Kumulative Auswirkungen (2019-2025):

  • THG-Reduktion: 103.867,0 tCO₂e/Jahr
  • Energieeinsparungen: 216.935,8 MWh/Jahr

Die Einführung von Programmen für eine saubere Produktion steht für stichd-Fabriken noch aus. Daher beziehen sich die oben genannten Zahlen ausschließlich auf die Fabriken von PUMA.

Im Jahr 2025 haben wir in Zusammenarbeit mit dem WWF eine Machbarkeitsstudie zur Elektrifizierung von Wärmepumpen in vier unserer wichtigsten Fabriken auf Tier-2-Ebene in Vietnam durchgeführt. Das Ziel dieser Studie ist es, zu analysieren, inwieweit Optionen zur Dekarbonisierung der Dampferzeugung bestehen, insbesondere durch den Einsatz elektrischer Wärmepumpen als Alternative zu herkömmlichen Heizkesseln. Da die Wärmeenergie als herausfordernder Bereich der Dekarbonisierung gilt, insbesondere in der Tier-2-Textilproduktion, sollen die Erkenntnisse aus dieser Initiative genutzt werden, um zur Verbreitung von emissionsarmen Wärmelösungen für eine breitere Anwendung beizutragen.

Im Jahr 2025 erstreckten sich die Programme für erneuerbare Energien auf 71,4 % der Tier-1-Fabriken und 53,1 % der Tier-2-Fabriken. Insgesamt, einschließlich der von Lieferanten initiierten Maßnahmen, verfügten Fabriken von PUMA und stichd über eine installierte PV-Solarkapazität von insgesamt 191,7 MWp bis Jahresende 2025.

Kennzahlen und Ziele (MDR-M, MDR-T, E1-4)

Die Klimaziele von PUMA sind eng mit unserer Umweltrichtlinie und den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) der Vereinten Nationen, insbesondere SDG 13 (Klimaschutz), abgestimmt. In unserer Umweltrichtlinie verweisen wir auf unsere SBTi-genehmigten Ziele sowie die Maßnahmen, um die Auswirkungen des Klimawandels innerhalb eines Szenarios von maximal 1,5 °C globaler Erwärmung zu halten.

Wir haben ergebnisorientierte Ziele und spezifische Kennzahlen festgelegt, um die Fortschritte im Hinblick auf unsere politischen Ziele und Vorgaben zu messen. Diese Ziele werden im Rahmen eines Prozesses entwickelt, der eine umfassende Einbeziehung der Stakeholder vorsieht. In den Jahren 2023 und 2024 haben wir zum Beispiel eine DMA durchgeführt und standen im Dialog mit internen und externen Stakeholdern, darunter Lieferanten, NGOs, Gewerkschaften, Branchenvertretern und lokalen Wirtschaftsverbänden in unseren wichtigsten Beschaffungsländern. Diese Gespräche lieferten wertvolle Informationen über die Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsthemen und die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen, die direkt in die Entwicklung und Verfeinerung unserer Ziele eingeflossen sind.

Der Zweck unserer Klimaziele, wie z. B. die Verringerung der Treibhausgasemissionen und ein erhöhter Einsatz erneuerbarer Energien, besteht darin, den Umgang mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen zu unterstützen, die im Rahmen dieses Prozesses der Einbeziehung der Stakeholder identifiziert wurden. Das Feedback der Stakeholder wird auch genutzt, um die Relevanz und Ambition der Ziele einzuordnen und Bezüge zu geschäftlichen Prioritäten sowie den Erwartungen der Stakeholder herzustellen. Dieser Ansatz hilft uns dabei, unsere Nachhaltigkeitsstrategie mit weiter gefassten gesellschaftlichen Zielen und regulatorischen Anforderungen in Einklang zu bringen und gleichzeitig die Rechenschaftspflicht und Transparenz in unserer Berichterstattung zu verbessern.

Die Klimaziele von PUMA sind Teil der 10FOR25-Nachhaltigkeitsstrategie. PUMA hat sich THG-Reduktionsziele gesetzt, die von der SBTi im Jahr 2023 genehmigt wurden. Unsere Klimaziele werden im Hinblick auf die UN-Fashion Industry Charter for Climate Action entwickelt. Die Klimaziele von PUMA decken sämtliche Regionen ab, in denen wir tätig und in denen unsere Lieferanten ansässig sind und wurden 2025 nicht geändert. Unsere Methodik zur Festlegung dieser Ziele umfasst Annahmen, die auf Daten der Fabriken, aktueller wissenschaftlicher Forschung und bewährten Praktiken der Branche beruhen und verfolgt den Zweck, Ziele zu etablieren, die sowohl ehrgeizig als auch erreichbar sind. PUMA berücksichtigt bei der Berichterstattung über klimarelevante Kennzahlen die anerkannten Standards, darunter das THG-Protokoll. Zu unseren Klimazielen gehören auch die absolute Kohlenstoffreduzierung, die Beschaffung erneuerbarer Energien und die Herstellung von Produkten aus recycelten und/oder zertifizierten Materialien.

PUMA hat ein übergreifendes Ziel in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, um den Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen und THG-Emissionen zu reduzieren. Die Umwelt-KPIs der Lieferanten zeigen den Fortschritt bei der Umsetzung von PUMAs Nachhaltigkeitszielen.

Die erwarteten Dekarbonisierungshebel und ihre quantitativen Gesamtbeiträge zu den Reduzierungszielen der Treibhausgasemissionen werden im Abschnitt Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1) offengelegt.

T.21 10FOR25-Ziele und PErformance

Zielerreichung ● Erreicht ○ Teilweise erreicht

Position in der Wertschöpfungskette■□□ Vorgelagert □■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert

10FOR25-Ziel1

Position2

Geltungs-bereich3

Unternehmens-spezifisch

Basisjahr 2020

Ergebnis 2025

Berücksichtigung eines globalen Erwärmungsszenarios von 1,5 °C bei der Festlegung der Klimaziele von PUMA

■■□

PUMA, Cobra5, stichd

Erste Einordnung zur Ausrichtung an einem 1,5-°C-Erwärmungs-szenario abgeschlossen

Klimaziel von der Science Based Targets initiative (SBTi) genehmigt (Bezug auf ein 1,5-°C-Erwärmungsszenario)

100 % Strom aus erneuerbaren Energien in eigenen Geschäftstätigkeiten

□■□

PUMA-Gruppe

100 % Strom aus erneuerbaren Energien in den PUMA-Unternehmen (einschließlich RECs)

100 % Strom aus erneuerbaren Energien in den PUMA-Unternehmen (einschließlich RECs)

25 % erneuerbare Energie in den wichtigsten Fabriken 4

■□□

PUMA, Cobra5

Machbarkeits-programme für Photovoltaik eingerichtet

Wichtigste Fabriken: 33,4 %

(einschließlich RECs)

1 Alle Ziele sind absolute Ziele. Die Zielvorgaben beruhen nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Alle Ziele gelten von Januar 2020 bis Dezember 2025. Die Daten für 2025 beruhen auf Primärdaten, die von Januar bis September erhoben wurden. Die Daten für Oktober bis Dezember werden dann hochgerechnet.

2 Die Ziele gelten für alle Standorte der im Geltungsbereich aufgeführten Unternehmen.

3 Die PUMA-Gruppe umfasst alle PUMA-Unternehmen, einschließlich stichd und Cobra.

4 Zu den wichtigsten Fabriken gehören die wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken. Die Daten aus dem Jahr 2025 stammen von den wichtigsten 79 Tier-1-Fabriken sowie den 43 wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd.

5 Produkte der Marke Cobra, die von der PUMA Group Sourcing (PGS) bezogen wurden. Ausgenommen sind Teile für Golfschläger, die von Cobra PUMA Golf bezogen wurden.

Im Hinblick auf die für 2025 vorgesehenen Klimaziele wurden Maßnahmen umgesetzt, darunter die Festlegung von Zielen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unter Bezugnahme auf ein 1,5-°C-Erwärmungsszenario sowie der Einsatz erneuerbaren Stroms in den eigenen Betrieben und erneuerbarer Energien in unseren wichtigsten Fabriken der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Wir werden diese Dynamik für unsere künftigen Maßnahmen nutzen, die in der nachstehenden Tabelle Vision 2030 aufgeführt sind.

T.22 Ziele und Bezugswerte der Vision 2030

Position in der Wertschöpfungskette■□□ Vorgelagert□■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert

Ziel der Vision 20301

Position 2

Geltungsbereich3

Unter-nehmens-spezifisch

Basisjahr 2025

>60 % der PUMA-Fahrzeugflotte wurde auf emissionsfreie oder -arme Fahrzeuge umgestellt4

□■□

PUMA-Gruppe

50 %

Angestrebt wird, dass mindestens 50 % der eingesetzten Wärme aus Biogas, Wasserstoff oder Strom bereitgestellt werden5

□■□

PUMA-Gruppe

Keine Nachweise vorhanden

Weiterhin 100 % Strom aus erneuerbaren Energien in eigenen Geschäftstätigkeiten

□■□

PUMA-Gruppe

100 %

75 % erneuerbare Energieanteile in der Fernwärme für die PUMA-Unternehmenszentrale

□■□

PUMA-Unternehmens-zentrale

100 %

Einsatz von über 2 MWp eigener Solarkapazität

□■□

PUMA-Gruppe

2 MWp

40 % erneuerbare Energie in den wichtigsten Fabriken 6

■□□

PUMA, Cobra9, stichd

32,3 %7

40 % Verringerung der THG-Emissionen in den wichtigsten Fabriken in eigenen Geschäftstätigkeiten (Scope 1 und 2)8

■□□

PUMA, Cobra9

–11,9 %7

Keine kohlebefeuerten Kessel in unseren wichtigsten Fabriken6

■□□

PUMA, Cobra9, stichd

6 PUMA & Cobra

4 stichd

100 % des verwendeten Polyestergewebes ist recyceltes Polyester

■□□

PUMA, Cobra9, stichd

82,0 % PUMA & Cobra

25,7% stichd10

30 % des für Bekleidungsprodukte verwendeten recycelten Polyestergewebes ist Faser-zu-Faser-recyceltes Polyester

■□□

PUMA, Cobra9, stichd

11,5 % PUMA & Cobra

6,0% stichd10

20 % des für Bekleidungsprodukte verwendeten Baumwollgewebes ist recycelte Baumwolle

■□□

PUMA, Cobra9, stichd

22,0 % PUMA & Cobra

3,5 % stichd10

Forschung und Investitionen in Materialoptionen der nächsten Generation mit Schwerpunktsetzung auf Schuhe

■■□

PUMA

Keine Forschung

1 Alle Ziele sind absolute Ziele. Nur die Treibhausgas-Emissionsreduktionsziele basieren auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere dem SBTi-Rahmenwerk. Alle Ziele gelten von Januar 2026 bis Dezember 2030. Alle Daten beruhen auf Primärdaten, die von Januar bis September erhoben wurden. Die Daten für Oktober bis Dezember werden hochgerechnet. stichd wird seine unternehmensweiten Ziele für 2030 im Jahr 2026 finalisieren.

2 Die Ziele gelten für alle Standorte der im Geltungsbereich aufgeführten Unternehmen.

3 Die PUMA-Gruppe umfasst alle PUMA-Gesellschaften, einschließlich stichd und Cobra.

4 Die Ladeinfrastruktur ist nur in ausgewählten Ländern verfügbar, die mindestens 60 % der Fahrzeugflotte von PUMA abdecken. Eine begrenzte Ladeinfrastruktur beeinflusst den Übergang zu emissionsfreien oder emissionsarmen Fahrzeugen in anderen Ländern.

5 Eine Festlegung des Basisjahres war im Jahr 2025 aufgrund unzureichender Datengranularität zum Zeitpunkt der Zieldefinition nicht möglich. Das Ziel wird im Rahmen von Vision 2030 überprüft, sobald belastbare Basisdaten vorliegen.

6 Zu den wichtigsten Fabriken gehören die wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken.

7 Die Daten aus dem Jahr 2025 stammen von den wichtigsten 79 Tier-1-Fabriken sowie den 43 wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd.

8 40 % Reduktion im Vergleich zum Basisjahr 2019 für die wichtigsten PUMA- und Cobra-Fabriken. Die dargestellten Emissionsdaten stammen aus der Tabelle der Treibhausgasemissionen in Kapitel E1-6.

9 Produkte der Marke Cobra, die von der PUMA Group Sourcing (PGS) bezogen wurden. Teile für Golfschläger, die von Cobra PUMA Golf bezogen wurden, sind ausgeschlossen.

10 Die Materialdaten umfassen den Materialverbrauch (nach Gewicht), der in Produkten sowie für Kennzeichnung und Verpackung verwendet wird. Die Daten für 2025 für PUMA, Cobra und stichd wurden in den wichtigsten sowie allen anderen 712 Tier-1- und Tier-2-Fabriken erhoben. Die Primärdaten zum Materialverbrauch wurden von Januar bis Oktober 2025 erhoben; die Daten für November und Dezember 2025 beruhen auf Schätzungen.

Die Klimaziele der Vision 2030 umfassen auch materialbezogene Zielsetzungen, da die Ausweitung des Einsatzes emissionsarmer Materialien als ein relevanter Ansatz zur Unterstützung der Dekarbonisierung betrachtet wird. Die Leistung des Jahres 2025 dient als Bezugswert für alle Ziele der Vision 2030; für 2025 waren keine konkreten Fortschritte geplant. Ob die Fortschritte mit dem geplanten Ziel übereinstimmen, wird ab 2026 analysiert.

Die PUMA-Nachhaltigkeitsziele, zu denen auch die Klimaziele gehören, werden den Lieferanten bei regionalen Lieferantengesprächen mitgeteilt. Der Stand der Zielverfolgung sowie die Umsetzung zugehöriger Richtlinien und Klimamaßnahmen werden anhand von Umweltleistungs-Scorecards erfasst, die für jede der wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken erstellt werden. Im Anschluss daran haben wir in Einzelgesprächen die Umwelt-KPIs (EKPIs) für 2024 von 61 Lieferanten überprüft und ihre zukünftigen Pläne besprochen, wie etwa eine mögliche Teilnahme an Programmen zur saubereren Produktion und zu erneuerbaren Energien. Zu den klimabezogenen KPIs der Scorecard gehörten der prozentuale Anteil der Nutzung erneuerbarer Energien und die absoluten THG-Emissionen.

Im Rahmen unserer Dekarbonisierungsstrategie und unter Bezugnahme auf das von der Science Based Targets initiative (SBTi) genehmigte Klimaziel haben wir die mögliche Integration neuer Technologien und Initiativen, wie Solarthermie und grüner Wasserstoff, in unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette geprüft. Wir haben auch Innovationen bei der Entwicklung emissionsarmer Materialien für unsere Produkte erforscht. Darüber hinaus haben wir die politischen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Beschaffungsländern bewertet und die Verabschiedung klimafreundlicher Strategien in Betracht gezogen, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern. Gegenwärtig legen wir mit unseren Zielen den Schwerpunkt auf Klimaschutz, ohne die Möglichkeit einer Entnahme von Treibhausgasen oder Emissionsgutschriften zu nutzen. Das Jahr 2017 als Basisjahr wurde hinsichtlich der Geschäftstätigkeiten als repräsentativ eingeschätzt und wies keine Temperaturanomalien auf, die den Energieverbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen hätten beeinflussen können.

T.23 Treibhausgas-Reduktionsziele von PUMA unter Bezugnahme auf die SBTi-Methodik

Zielerreichung ● Erreicht ○ Teilweise erreicht

Verortung in der Wertschöpfungskette■□□ Vorgelagert □■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert

SBZ-Ziel

Position

Unter-nehmens-spezifisch

Gel-tungs-bereich

Basisjahr 2017 (tCO2e)

Ziel 2030 (tCO2e)

Ergebnis 2025 (tCO2e)

Reduzierung der absoluten THG-Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2 (marktbezogen) um 90 % bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 20171, 6

□■□

PUMA-Gruppe

Gesamt: 47.707

Scope 1: 7.678

Scope 2: 40.029

4.771 (-90 %)

5.438 (-89 %)

4.691 (-39 %)

747 (-98 %)

Senkung der absoluten Treibhausgasemissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen sowie aus vorgelagerten Transporten und Distribution um 33 % bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 20172, 3, 4

■□□

PUMA, Cobra5, stichd

Gesamt: 1.609.916

Scope 3 Kategorie 1: 1.538.846

Scope 3 Kategorie 4: 71.070

1.078.644
(-33 %)

1.263.756 (-22 %)

1.210.035 (-21 %)

53.721 (-24 %)

100 % Strom aus erneuerbaren Energien in den PUMA-Unternehmen

□■□

PUMA-Gruppe

100 %

100 %

100 %

1 PUMA hat keine separaten Ziele für Scope 1 und Scope 2. Das kombinierte Scope-1- und Scope-2-Ziel ist von der Science Based Target Initiative (SBTi) genehmigt, da die SBTi-Methodik keine separaten Zielsetzungen für Scope 1 und Scope 2 vorsieht. Die angegebenen Emissionsdaten stammen aus der Tabelle der Treibhausgasemissionen in Kapitel E1-6. Die in den Fußnoten dieser Tabelle aufgeführten Annahmen zu Scope-1- und Scope-2-Emissionen finden hier ebenfalls Anwendung.

2 Die Berechnungen der Treibhausgasemissionen für Scope 3, Kategorie 1, basieren auf Primärdaten zum Energieverbrauch für den Zeitraum von Januar bis September 2025 von 79 unserer wichtigsten Tier-1- und 43 unserer wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd. Die Daten für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 werden auf Basis der Daten von Januar bis September 2025 unter Anwendung von Fehler-, Trend- und Saisonalitätsanalysen hochgerechnet.

3 Scope 3 Kategorie 1 Treibhausgasemissionen für PUMA, Cobra und stichd werden auf der Grundlage von Energieverbrauchsdaten berechnet, die von den wichtigsten Fabriken erhoben wurden, und auf der Basis des Geschäftsvolumens von 2024 auf alle anderen Fabriken extrapoliert.

4 Die Berechnung von Scope 3 Kategorie 1 umfasst Treibhausgasemissionen, die mit Waren und Dienstleistungen verbunden sind, die von PUMA, Cobra und stichd im Zusammenhang mit Produkten und der dazugehörigen Verpackung bezogen wurden. Ausgenommen sind Emissionen im Zusammenhang mit anderen Waren und Dienstleistungen, die von Büros, Ladengeschäften und Lagern von stichd erworben werden.

5 Produkte der Marke Cobra, die von der PUMA Group Sourcing (PGS) bezogen wurden. Ausgenommen sind Teile für Golfschläger, die von Cobra PUMA Golf bezogen wurden.

6 In Abstimmung auf dasÜbereinkommen von Paris zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C.

Energieverbrauch und Energiemix (E1-5)

PUMA benötigt Energie, um die eigenen Büros, Ladengeschäfte und Lager, unseren Fuhrpark sowie die Produktion und den Transport von Waren zu betreiben. PUMA nutzt Energie aus Elektrizität, Erdgas und Fernwärme in seinen eigenen Betrieben und weitere Brennstoffarten (z. B. Kohle, Biomasse) in den Fabriken seiner vorgelagerten Wertschöpfungskette. Der PUMA-Fuhrpark nutzt Strom, Wasserstoff, Diesel und Benzin. Das Flugzeug von PUMA verwendet Kerosin.

Eigene Geschäftstätigkeiten

PUMA berichtet über den Energieverbrauch aller Prozesse in den eigenen Betrieben entsprechend den Scope 1- und 2-Treibhausgas-Berichtsgrenzen. PUMA verbraucht Brennstoffe als Rohstoffe für die Stromerzeugung nur in Generatoren für die Reserve-Stromerzeugung in Gebieten mit Stromausfällen (Südafrika und Ukraine). Alle energierelevanten Angaben werden als abschließende Berichtsstände ausgewiesen und bei der Aufteilung der Energiequellen in erneuerbare und nicht-erneuerbare Quellen verfolgen wir einen konservativen Ansatz. Wir verwenden Netzstrommixe von IEA (2024) gemäß unserer marktbezogenen Berichterstattung zu Scope-2-Treibhausgasemissionen.

T.24 Energieverbrauch und Energiemix für unsere eigenen Geschäftstätigkeiten (in MWh) (E1-5)1

Energieverbrauch und Energiemix

2025

2024

Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleprodukten

0

0

Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölprodukten2

11.644

19.011

Brennstoffverbrauch aus Erdgas

7.877

6.378

Brennstoffverbrauch aus anderen fossilen Quellen

0

0

Verbrauch von eingekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus fossilen Quellen

6.170

4.832

Gesamtverbrauch an fossiler Energie

25.691

30.221

Anteil der fossilen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)

21 %

24 %

Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen

0

0

Anteil der nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)

0 %

0 %

Brennstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen, einschließlich Biomasse (mit industriellen und Siedlungsabfällen biologischen Ursprungs, Biogas, erneuerbarem Wasserstoff usw.)

0

0

Verbrauch von eingekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus erneuerbaren Quellen

97.923

93.663

Nutzung von Grünstromtarifen3

15.340

16.061

Nutzung von Marktinstrumenten (z. B. EACs))4

82.583

77.602

Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie ohne Brennstoffe

1.705

39

Gesamtverbrauch an erneuerbarer Energie

99.628

93.702

Anteil der erneuerbaren Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)

79 %

76 %

Gesamtenergieverbrauch

125.319

123.923

1 Die Daten zum Energieverbrauch werden anhand von Primärdaten und Schätzungen erhoben. Wenn Primärdaten verfügbar sind, die nicht das gesamte Berichtsjahr abdecken, werden die Daten auf zwölf Monate hochgerechnet. Wo keine Primärdaten verfügbar sind, werden die Daten entweder auf der Grundlage von Standorten mit ähnlichen Eigenschaften oder von Durchschnittsdaten geschätzt.

2 Der Kraftstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölprodukten umfasst leichtes Heizöl, das an unserem Standort zu Heizzwecken verbraucht wird, Benzin und Diesel für unseren Fuhrpark sowie Kerosin für unser Flugzeug.

3 Der Grünstromtarif ist definiert als 100 % Strom aus erneuerbaren Energien, der von einem Stromanbieter bezogen wird.

4 EACs stammen aus verschiedenen Standards (z. B. I-REC). Das Jahr der Stromerzeugung ist 2025. Soweit möglich, werden die Zertifikate im Inland ausgestellt. Wenn die Beschaffung im Inland nicht möglich ist, wird eine Stellvertreterlösung verwendet.

T.25 Energieintensität pro Nettoumsatzerlös für die eigenen Geschäftstätigkeiten (E1-5)

2025

2024

% 2025 / 2024

Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in Sektoren mit hohem Klimaeinfluss2 (in MWh)

123.319

123.923

–0,5%

Nettoumsatzerlöse aus Tätigkeiten in Sektoren mit hohem Klimaeinfluss2 (in Mio. €)

7.296

8.817

–20,8%

Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in Sektoren mit hohem Klimaeinfluss pro Nettoumsatzerlös aus Tätigkeiten in Sektoren mit hohem Klimaeinfluss (in MWh/€ Mio.)

16,9

14,1

20,3%

1 Für die Energieintensitätskennzahlen des Jahres 2024 haben wir die Umsatzzahlen von PUMA United einbezogen, da aus operativer Sicht der Zähler des Energieverbrauchs auch die Energiedaten von PUMA United umfasste.

2 PUMAs Geschäftstätigkeiten werden dem Abschnitt G der NACE-Klassifizierung der Wirtschaftszweige (Groß- und Einzelhandel) zugeordnet, der als besonders klimaschädliche Branche gilt.

Vorgelagerte Wertschöpfungskette

T.26 Energieverbrauch und Energiemix für die vorgelagerte Wertschöpfungskette (in MWh) (E1-5)1

Energieverbrauch und Energiemix

2025

Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleprodukten

160.880,0

Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölprodukten2

34.834,1

Brennstoffverbrauch aus Erdgas

167.815,7

Brennstoffverbrauch aus anderen fossilen Quellen

730,6

Verbrauch von eingekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus fossilen Quellen

282.839,5

Gesamtverbrauch an fossiler Energie

647.099,8

Anteil der fossilen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)

67,7 %

Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen

-

Anteil der nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)

0,0 %

Brennstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen, einschließlich Biomasse (mit industriellen und Siedlungsabfällen biologischen Ursprungs, Biogas, erneuerbarem Wasserstoff usw.)

215.377,7

Verbrauch von eingekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus erneuerbaren Quellen

56.825,2

Nutzung von Grünstromtarifen3

8.360,6

Nutzung von Marktinstrumenten (z. B. EACs)4

48.464,6

Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie ohne Brennstoffe

36.029,6

Gesamtverbrauch an erneuerbarer Energie

308.232,5

Anteil der erneuerbaren Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)

32,3 %

Gesamtenergieverbrauch

955.332,3

1 Die Daten zum Energieverbrauch werden unter Verwendung von Primärdaten für den Zeitraum von Januar bis September 2025 von 79 unserer wichtigsten Tier-1- und 43 unserer wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd erhoben. Die Daten für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 werden auf Basis der Daten von Januar bis September 2025 unter Anwendung von Fehler-, Trend- und Saisonalitätsanalysen hochgerechnet.

2 Der Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Mineralölprodukten umfasst leichtes Heizöl, schweres Heizöl, Diesel, Flüssiggas (LPG) sowie Benzin, die von Fabriken zur Energieerzeugung und für den Betrieb von Fahrzeugen vor Ort eingesetzt werden.

3 Der Grünstromtarif ist definiert als 100 % Strom aus erneuerbaren Energien, der von einem Stromanbieter bezogen wird.

4 EACs stammen aus verschiedenen Standards, die von Lieferanten genutzt werden (z. B. I-REC, GEC).

Erneuerbare Energien

PUMA hat den Einsatz erneuerbarer Energien in den Tier-1- und Tier-2-Fabriken bis 2025 auf 33,4 % erhöht und damit das Ziel von 25 % für 2025 übertroffen. Dies erfolgte unter anderem durch Photovoltaik-Dachinstallationen, die Umstellung von Kohle auf Biomasse, eine verbesserte Kohledatenbasis sowie den Erwerb von Energieattributzertifikaten.

stichd erreichte im Jahr 2025 einen Anteil erneuerbarer Energien von 21,4 % in den wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken auf Basis vergleichbarer Maßnahmen sowie einer abgestimmten Datenerhebungsmethodik.

Erneuerbarer Strom

Der Anteil erneuerbaren Stroms in Tier-1- und Tier-2-Fabriken ist um 28,0 % im Jahr 2025, wobei 14,6 % über EACs bezogen wurden. Dabei entfiel auf Tier 1 ein Anteil von 28,1 % und auf Tier 2 ein Anteil von 27,9 %.

Diese Entwicklung wurde begleitet durch die für 2025 veröffentlichten Zielsetzungen, die Einbindung von Lieferanten, Photovoltaik-Dachinstallationen sowie den Erwerb von RECs. Gleichzeitig war bei Tier 2 gegenüber 2024 ein leichter Rückgang des Anteils erneuerbaren Stroms um 1,1 % zu verzeichnen, der im Zusammenhang mit einer stärkeren Nutzung von Biomasse steht. Der Anstieg des Biomasseeinsatzes um 16,3 % ging mit einem höheren Gesamtanteil erneuerbarer Energien einher, trotz des Rückgangs beim strombezogenen Anteil.

THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen (E1-6)

Da PUMA einen Anteil von 100 % oder eine Mehrheitsbeteiligung an allen seinen Tochtergesellschaften besitzt, decken die Emissionen alle Tochtergesellschaften ab. Abweichungen sind in den Fußnoten angegeben. Der Berichtsumfang der Treibhausgasemissionen, einschließlich der Emissionen aus unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, blieb im Berichtszeitraum unverändert.

T.27 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen (in tCO2e) (E1-6)1, 2

2025

2024

2017

% 2025-24

% 2025-17

Scope-1-THG-Emissionen3

Scope-1-THG-Bruottemissionen

4.691

5.950

7.678

–21 %

–39 %

Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen4 (%)

0 %

0 %

0 %

K.A.

Scope-2-THG-Emissionen3

Standortbezogene5 Scope-2-THG-Bruttoemissionen

41.807

44.715

40.029

–7 %

4 %

Marktbezogene6 Scope-2-THG-Bruttoemissionen

747

624

40.029

20 %

–98 %

Wesentliche Scope-3-THG-Emissionen

Gesamte indirekte (Scope 3) THG-Bruttoemissionen

1.515.367

1.747.053

1.767,781

–13 %

–14%

1) Erworbene Waren und Dienstleistungen7

1.210.035

1.341.016

1.538.846

–10 %

–21 %

2) Investitionsgüter8

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

3) Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten)3

5.056

4.515

7.433

12 %

–32 %

4) Vorgelagerter Transport und Vertrieb9

53.721

104.481

71.070

–49 %

–24 %

5) Abfallaufkommen in Betrieben3

4.845

6.183

4.495

–22 %

8 %

6) Geschäftsreisen3

15.797

13.096

14.394

21 %

10 %

7) Pendelnde Arbeitnehmer10

29.532

33.166

20.234

–11 %

46 %

8) Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter3

14.988

13.557

5.276

11 %

184 %

9) Nachgelagerter Transport8

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

10) Verarbeitung verkaufter Produkte8

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

11) Verwendung verkaufter Produkte11

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

12) Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer3

152.083

175.349

79.909

–13 %

90 %

13) Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter8

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

14) Franchises3

29.310

55.690

26.124

–47 %

12 %

15) Investitionen8

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

K.A.

THG-Gesamtemissionen

THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen)

1.561.866

1.797.718

1.815.488

–13 %

–14 %

THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen)

1.520.806

1.753.627

1.815.488

–13 %

–16 %

1 PUMAs THG-Berichterstattung entspricht dem GHG Protocol Corporate Accounting Standard und dem Reporting Standard (Version 2004 und 2015). Flüchtige Emissionen (Emissionen aus unbeabsichtigten Freisetzungen oder Leckagen) werden an den größten Standorten global erfasst und den Scope-1-Emissionen zugeordnet.

2 PUMA verwendet Emissionsfaktoren aus international anerkannten Quellen. Für die durch den Stromverbrauch verursachten Emissionen werden Emissionsfaktoren der Internationalen Energieagentur (IEA) (2022) verwendet. Es werden Emissions- und Umrechnungsfaktoren von DEFRA (2024) für die Verbrennung von stationären und mobilen Brennstoffen verwendet. Emissionsfaktoren aus der GaBi-Datenbank von Sphera (2025) werden für Emissionen aus Materialien, Abfällen und dem Ende des Lebenszyklus verwendet. Die verwendeten Emissionsfaktoren berücksichtigen die relevanten Treibhausgase (CO2, CH4, N2O, HFCs, PFCs, SF6, NF3).

3 Daten zu Scope 1, Scope 2 und Scope 3 der Kategorien 3, 5, 6, 8, 12 und 14 von Treibhausgasemissionen werden anhand von Primärdaten aus dem eigenen Betrieb und Schätzungen erhoben. Wenn Primärdaten verfügbar sind, die nicht das gesamte Berichtsjahr abdecken, werden die Daten auf zwölf Monate hochgerechnet. Wo keine Primärdaten verfügbar sind, werden die Daten entweder auf der Grundlage von Standorten mit ähnlichen Eigenschaften oder von Durchschnittsdaten geschätzt.

4 Wir nutzen das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) nicht.

5 Eine standortbezogene Methode spiegelt die durchschnittliche Emissionsintensität der Netze wider, in denen der Energieverbrauch stattfindet.

6 Eine marktbezogene Methode spiegelt die Emissionen aus Stromverbrauch wider, für die sich die Unternehmen bewusst entschieden haben. Sie leitet Emissionsfaktoren aus vertraglichen Instrumenten ab, zu denen alle Arten von Verträgen zwischen zwei Parteien über den Kauf und Verkauf von Energie gehören, gebündelt mit Attributen über die Energieerzeugung, oder für ungebündelte Attributansprüche. PUMA hat derartige Energie-Attribut-Zertifikate im Jahr 2025 gekauft (siehe Energieverbrauchstabelle für unsere eigene Geschäftstätigkeit).

7 Die Treibhausgasemissionen der Scope-3-Kategorie 1 umfassen Emissionen aus den Stufen Tier 1 bis Tier 4. Die Emissionen von Tier 1 und Tier 2 werden anhand des Primärenergieverbrauchs der wichtigsten Fabriken und unter Anwendung der Emissionsfaktoren von IEA und DEFRA berechnet und dann auf alle Fabriken auf der Grundlage des Beschaffungszeitraums 2024 hochgerechnet. Die Primärdaten zum Energieverbrauch werden für den Zeitraum von Januar bis September 2025 von 79 unserer wichtigsten Tier-1- und 43 unserer wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd erhoben. Die Daten für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 werden auf Basis der Daten von Januar bis September 2025 unter Anwendung von Fehler-, Trend- und Saisonalitätsanalysen hochgerechnet. Die Emissionen der Tiers 3 und 4 werden mittels eines Ansatzes zur Lebenszyklusbewertung auf Basis der Materialverbrauchsdaten des Jahres 2025 geschätzt; dabei werden Emissionsfaktoren aus der GaBi-Datenbank von Sphera sowie dem Higg MSI angewendet.

8 Die als nicht zutreffend aufgeführten Scope-3-Kategorien werden als nicht wesentlich für unsere gesamten Treibhausgasemissionen angesehen.

9 Die Daten zu Scope 3 Kategorie 4 basieren auf Daten zu ein- und ausgehenden Transporten und verwenden Emissionsfaktoren von EcoTransIT. Alle Transporte zu den Kunden werden als von PUMA bezahlt betrachtet und daher in Kategorie 4 statt in Kategorie 9 erfasst.

10 Die Daten zu Scope 3 Kategorie 7 basieren auf einer globalen Umfrage zu den Pendelgewohnheiten von Arbeitnehmer*innen, die in den Jahren 2022 (für das Vorjahr) und 2025 (für Daten des Jahres 2025) durchgeführt wurde.

11 PUMA verursacht in der Nutzungsphase keine direkten Emissionen. PUMA verursacht indirekte Emissionen in der Nutzungsphase durch das Waschen seiner Produkte. Da die Berichterstattung über Emissionen aus der indirekten Nutzungsphase im Rahmen des Treibhausgasprotokolls fakultativ ist, geben wir diese Kategorie als nicht zutreffend an.

T.28 Treibhausgasintensität pro Nettoumsatzerlös1 (in tCO2e/Mio. €) (E1-6)

2025

2024

2017

% 2025/24

% 2025/17

THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) pro Nettoumsatzerlös

214,1

203,9

401,7

5,0 %

–46,7 %

THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) pro Nettoumsatzerlös

208,4

198,9

407,6

4,8 %

–48,9 %

1 Der Nettoumsatzerlös, wie er im Kapitel „Umsatzerlöse“ im Jahresabschluss von PUMA ausgewiesen ist. Für die Berechnung der THG-Intensitätskennzahlen im Jahr 2024 umfasst der Umsatz-Nenner auch die Umsatzzahlen von PUMA United, da deren Treibhausgasemissionen im Gesamtwert der THG-Emissionen von PUMA enthalten sind (ohne wesentliche Auswirkungen.

Eigene Geschäftstätigkeit

Im Jahr 2025 lagen die Scope-1-Treibhausgasemissionen um 21 % niedriger. Dies ist hauptsächlich auf den Verkauf unseres PUMA-Flugzeugs im Jahr 2025 zurückzuführen. Unsere marktbezogenen Scope-2-Treibhausgasemissionen lagen um 20 % höher. Insgesamt wurde im Vergleich zum Basisjahr 2017 für die Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen eine Verringerung von 89 % ausgewiesen. Damit nähert sich der ausgewiesene Wert der für 2030 vorgesehenen Zielgröße von 90 %.

T.29 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1 und 2 3 sowie THG-Emissionen nach Standorttyp (in tCO2e) (E1-6)

2025

2024

Scope-1-THG-Emissionen

Markt-bezogene Scope-2-THG-Emissionen

Standort-bezogene Scope-2-THG-Emissionen

Scope-1-THG-Emissionen

Markt-bezogene Scope-2-THG-Emissionen

Standort-bezogene Scope-2-THG-Emissionen

Büro- und Ausstellungsräume

2.605

538

6.045

2.515

451

7.579

Ladengeschäfte

1.190

118

33.186

823

77

33.561

Lager

416

92

1.632

357

97

2.298

Industriestandort

6

0

944

5

0

1.276

Flugzeug

474

0

0

2.250

0

0

Gesamt

4.691

747

41.807

5.950

624

44.715

Vorgelagerte Wertschöpfungskette

Scope 3 Kategorie 1

Die Scope-3-Emissionen der Kategorie 1 umfassen die Treibhausgasemissionen von PUMA, Cobra und stichd. Sowohl stichd als auch Cobra sind hundertprozentige Tochtergesellschaften von PUMA, und ihre Treibhausgasemissionen sind in PUMAs genehmigten SBT enthalten. Die Scope-3-Emissionen von PUMA United, einem Joint Venture zwischen PUMA und United Legwear, sind jedoch von der Berichterstattung für 2025 ausgeschlossen. Die von PUMA United verkauften Produkte werden von United Legwear und seinen Lieferanten hergestellt, transportiert und gelagert. Folglich sind die Scope-3-Emissionen der Kategorien 1 und 4 aus den von PUMA United verkauften Waren nicht enthalten. Darüber hinaus machen die Emissionen von PUMA United weniger als 5 % der gesamten Scope-3-THG-Emissionen aus und fallen daher nicht unter das von SBTi genehmigte Ziel. Die Scope-3-Emissionen der Kategorie 1 von stichd für das Jahr 2017 wurden auf Basis der Treibhausgasintensität im Verhältnis zum Umsatz geschätzt.

Von 2017 bis 2025 haben PUMA, Cobra und stichd die Scope-3-Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen um 21,4 % reduziert. Im Jahr 2024 haben wir für unsere Lieferanten interne Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aufgeschlüsselt nach Tier und Ländern sowie Ziele für weniger CO2-intensive Materialien bis 2030 festgelegt. Diese Maßnahmen werden die Dekarbonisierungsbemühungen beschleunigen und uns helfen, unsere von der SBTi genehmigten Ziele bis 2030 zu erreichen.

G.20 THG-EMISSIONEN SCOPE 3 KATEGORIE 1 NACH QUELLE

Grafik 1

Lieferanten-CO2-Fußabdruck

Textilien aus Tier-2-Fabriken weisen die höchsten Emissionen unter den Produktbereichen auf und sollten bei der Dekarbonisierung Vorrang haben. Diese Dekarbonisierungsmaßnahmen umfassen unter anderem die schrittweise Reduzierung des Kohleeinsatzes, eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen, die Verbesserung der Energieeffizienz im Rahmen von Programmen zur saubereren Produktion sowie die Hinwendung zu emissionsarmen Alternativen für die thermische Energieversorgung. Im Anschluss an Tier-2-Textilien rückt die Tier-1-Schuhproduktion in den Fokus. In der Branche besteht weiterer Erkenntnisbedarf dazu, inwieweit die Modernisierung der Schuhherstellung zur Dekarbonisierung beitragen kann, da sich die meisten bisherigen Beispiele auf den Textilsektor beziehen.

G.21 THG-BEITRAG NACH PRODUKTBEREICHEN

Grafik 3

Reduzierung des Kohleeinsatzes

Wir haben uns verpflichtet, die kohlebefeuerten Heizkessel unserer wichtigsten Tier-1- und -2-Fabriken bis 2025 schrittweise abzuschaffen. Im Jahr 2022 ermittelten wir 21 PUMA-Fabriken mit kohlebefeuerten Kesseln, die sich bis 2025 aufgrund von Überarbeitungen der Kernfabrikliste auf 14 reduziert haben. Acht Fabriken haben den Einsatz von Kohle eingestellt, vier haben den Kohleeinsatz teilweise ersetzt, und zwei planen einen entsprechenden Übergang. Aufgrund von Herausforderungen werden vier Fabriken ihren Ausstieg bis 2030 verlängern. Wir verfolgen weiterhin die Fortschritte und arbeiten mit dem UN Fashion Charter zusammen, um diesen Übergang zu beschleunigen.

G.22 Reduzierung des Kohleeinsatzes

Grafik 3

Wir haben damit begonnen, den Kohleverbrauch in den wichtigsten Fabriken von stichd im Jahr 2025 zu verfolgen, und dabei festgestellt, dass derzeit vier Fabriken kohlebefeuerte Heizkessel verwenden. Wir planen, mit diesen Fabriken zusammenzuarbeiten, um die Kohlenutzung bis 2030 zu beenden.

Rohstoff-CO2-Fußabdruck

Wir messen den CO2-Fußabdruck, um zu verstehen, wie jedes Material zu unseren Gesamtemissionen beiträgt. Im Jahr 2025 werden wir diese Analyse weiter nach Produktbereichen aufschlüsseln, um die größten Auswirkungen zu verstehen. Beim Vergleich der Rohstoffe nach ihrer Kohlenstoffintensität weisen Leder (8,3 CO₂e/kg), Nylon (7,5 CO₂e/kg) und Polyurethan (5,0 CO₂e/kg) höhere CO₂e-Intensitäten auf. Weitere wesentliche Materialien weisen eine geringere Intensität auf, darunter Polyester (1,4 CO2e/kg), Baumwolle (1,2 CO2e/kg), EVA (2,6 CO2e/kg) und Kautschuk (2,3 CO2e/kg). Diese Einordnung dient als Grundlage, um Überlegungen zum Einsatz emissionsärmerer Materialien sowie zur Ableitung künftiger Innovationsschwerpunkte zu unterstützen.

G.23 THG-EMISSIONEN SCOPE 3 KATEGORIE 1 NACH ROHSTOFFEN (tCO2e)

Picture 9

Biogene Emissionen

PUMA berechnet seine biogenen Emissionen, um die Treibhausgasemissionen aus der Verbrennung von Biomasse durch unsere Fabriken zu verstehen, da einige von ihnen die Kohlenutzung einstellen und hauptsächlich Biomasse verwenden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die biogenen Emissionen hauptsächlich aus dem Biomasseverbrauch von Tier-2-Fabriken stammen (92,5 %), während Tier-1-Fabriken nur 7,5 % beitragen. Wir haben festgestellt, dass biogene Emissionen 9,5 % von PUMAs gesamten Scope-3-Kategorie-1-Emissionen ausmachen.

T.30 Biogene Emissionen Scope-3 Kategorie-1 (in tCO2e) (E1-6)1

2025

Tier 1

8.617,9

Tier 2

106.035,0

Gesamt

114.652,9

1 Die biogenen Emissionen werden auf der Grundlage des Biomasseverbrauchs der wichtigsten Fabriken berechnet und auf alle anderen Fabriken extrapoliert, basierend auf dem Geschäftsvolumen von 2024.

Schätzung der FLAG-Emissionen

PUMA bewertete die Emissionen aus den Bereichen Forstwirtschaft, Landnutzung und Landwirtschaft (FLAG) unter Berücksichtigung der Anforderungen der SBTi. Da die FLAG-Emissionen mit 9,6 % im Jahr 2025 unter dem Schwellenwert von 20 % liegen, entfällt die Verpflichtung für PUMA, separate FLAG-Ziele festzulegen. Leder machte 75,4 % der FLAG-Emissionen aus, gefolgt von Baumwolle (13,0 %), Papier/Karton (8,6 %), Kautschuk (1,3 %) sowie sonstigen Materialien (1,7 %).

Scope 3 Kategorie 4

Die Scope-3-Emissionen der Kategorie 4 aus dem Warentransport lagen im Jahr 2025 um 24,4 % unter dem Niveau des Basisjahres 2017; dies stand im Zusammenhang mit einem geringeren Gesamttransportvolumen. Unser Fokus lag auf der Luftfracht, deren Anteil im Zeitraum von 2019 bis 2025 von 3 % auf unter 1 % zurückging. Im Rahmen mehrerer Kooperationen wurden zudem Pilotprojekte für den ausgehenden Transport mit HVO- und elektrisch betriebenen Fahrzeugen initiiert.

Entnahme von Treibhausgasen und Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate (E1-7)

Wir planen, 5-10 % der verbleibenden Emissionen zur Erreichung unseres Netto-Null-Ziels im Jahr 2050 durch Treibhausgas-Ausgleiche und -Entnahmen zu neutralisieren. Wir setzen in unserer Wertschöpfungskette derzeit keine Methoden zur Beseitigung oder Speicherung von Treibhausgasen ein und finanzieren auch keine Reduktionen oder Beseitigung von Treibhausgasen aus Projekten zur Eindämmung des Klimawandels außerhalb unserer Wertschöpfungskette durch Emissionsgutschriften. Folglich sind diese Anforderungen für PUMA nicht wesentlich.

Interne CO2-Bepreisung (E1-8)

PUMA nutzt derzeit keine interne CO2-Bepreisung.

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