Wesentliche klimabezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1, SBM-3)
In Zusammenarbeit mit Stakeholdern und durch Benchmarking-Fragebögen zum Klimawandel wie dem Carbon Disclosure Project (CDP) haben wir die wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen für PUMA identifiziert, unter Anwendung derselben Methodik, die im Abschnitt Verfahren zur Ermittlung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1) beschrieben ist.
Darüber hinaus haben wir im Jahr 2023 unter Einbeziehung unserer wichtigsten Stakeholder eine DMA durchgeführt, um wesentliche Themen für unsere langfristige Strategie und Zielsetzung zu identifizieren. Im Jahr 2024 band PUMA Stakeholder in Konsultationen ein, um die Nachhaltigkeitsziele der Vision 2030 auszugestalten. Ausführliche Informationen zur Einbeziehung der Stakeholder finden sich im Abschnitt Interessen und Ansichten der Stakeholder (SBM-2).
T.16Wesentliche klimabezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1, SBM-3)
Position in der Wertschöpfungskette ■□□ Vorgelagert □■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert
Der Zeithorizont wird für potenzielle Auswirkungen angegeben. Wenn die Auswirkung tatsächlich eintritt, ist sie mit ● markiert
Wesentliches Thema
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Zeithorizont
Position
Beispielhafte (Abhilfe-)Maßnahmen
Anpassung an den Klimawandel
NEGATIVE AUSWIRKUNGEN
Klimastress: Ohne Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind Arbeitnehmer*innen anfälliger für Erschöpfung und gesundheitliche Probleme. Hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit können die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit der Arbeitnehmer*innen beeinträchtigen, die Fehlerquote erhöhen und die Produktivität senken; zugleich kann eine verminderte Leistungsfähigkeit die Arbeitsplatzsicherheit gefährden. Klimaereignisse wie Taifune und Überflutung können die Arbeit unterbrechen, die Infrastruktur beschädigen und aufgrund mangelhafter sanitärer Einrichtungen und eingeschränkter Wasserqualität das Krankheitsrisiko erhöhen, was oft zu Einkommensverlusten und Arbeitsausfällen führt
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■■□
• Notfallprotokolle festlegen: Klare Notfallpläne umsetzen, einschließlich Evakuierungsverfahren, Erste-Hilfe-Bereitschaft und Kommunikationssystemen, um Risiken und Ausfallzeiten bei Klimaereignissen zu minimieren
• Resilienz der Lieferkette stärken: Lieferanten diversifizieren und alternative Bezugsquellen für kritische Materialien/Produkte sichern, um Produktionsausfälle infolge lokaler Störungen zu vermeiden
• Arbeitsbedingungen verbessern: Kühlsysteme installieren, die Belüftung verbessern und Trinkstationen bereitstellen, um Beschäftigte vor Hitzestress zu schützen, besonders in heißen Klimazonen
FINANZIELLE RISIKEN
Physische Exposition gegenüber Klimarisiken: Da sich ein Großteil der Branchenproduktion sowie einige eigene Betriebe von PUMA und zugehörige Infrastruktur, wie Lager, in Regionen befinden, die bis 2050 voraussichtlich erheblichen physischen Klimarisiken ausgesetzt sein werden. Unternehmen sind finanziellen und Reputationsrisiken ausgesetzt, darunter Produktionsverzögerungen, steigenden Betriebskosten und Unsicherheiten bei den Arbeitskräften (z. B. Fehlzeiten, Fluktuation, Unruhen)
①⑤❿
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Beschaffungspreise: Extreme Wetterereignisse können Rohstoffengpässe verursachen und dadurch Beschaffungspreise erhöhen sowie die Marge belasten
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FINANZIELLE CHANCEN
Wettbewerbsvorteil: Ein widerstandsfähiges Unternehmen mit zufriedenen und produktiven Arbeitskräften, gestützt durch eine angemessene Infrastruktur (Temperaturkontrolle und Gebäudesicherheit), kann den Betrieb auch bei klimabedingten Störungen aufrechterhalten und potenziell Marktanteile von weniger vorbereiteten Wettbewerbern gewinnen. Dies hängt von Investitionen in widerstandsfähige Infrastruktur, dem Zugang zu Finanzmitteln und der Fähigkeit ab, die Marktnachfrage zu erfüllen
①⑤❿
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Klimaschutz und Energie
POSITIVE AUSWIRKUNGEN
Umweltverschmutzung: erneuerbare Quellen wie Wind-, Solar- und Wasserkraft verursachen nur geringe Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffe und tragen so zu sauberer Luft, besserer öffentlicher Gesundheit und gesünderen Ökosystemen bei
●
■■□
• Nutzung erneuerbarer Energie: Ziele festlegen und Nutzung sowie Investitionen in einen Mix aus erneuerbaren Energien fördern
• Politische Interessenvertretung: Für bessere Infrastruktur eintreten
• Zugang zu Finanzmitteln ermöglichen: Mit Finanzierungsinstrumenten zusammenarbeiten
• Dekarbonisierungsstrategie: Dekarbonisierungsstrategien und -ziele sowohl in eigenen Betrieben als auch in der vorgelagerten Wertschöpfungskette entwickeln und umsetzen, einschließlich des verstärkten Einsatzes weniger kohlenstoffintensiver Materialien, des Ausstiegs aus kohlebefeuerten Kesseln, der Steigerung der Energieeffizienz, des Ausbaus erneuerbarer Energien sowie einer optimierten Logistik
NEGATIVE AUSWIRKUNGEN
Klimawandel: Fossile Brennstoffe sind energiereich und effizient für Energieerzeugung und Transport, stellen jedoch die größte Quelle von Treibhausgasemissionen dar und treiben die globale Erwärmung voran. Darüber hinaus stoßen sie Luftschadstoffe und Feinstaub aus, was zu Umwelt- und Gesundheitsproblemen führt. Diese Auswirkungen verursachen wirtschaftliche Kosten, darunter höhere Gesundheitsausgaben und Infrastrukturschäden infolge extremer Wetterereignisse
●
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THG-Emissionen: Treibhausgasemissionen entstehen in verschiedenen Phasen der Geschäftstätigkeit, darunter in physischen Verkaufsstellen, Büros und Lagern, in der Herstellung, beim Warentransport und durch die Nutzung der Produkte durch Verbraucher*innen. Diese Aktivitäten verursachen durch die Freisetzung von Treibhausgasen direkte Umweltbelastungen
●
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FINANZIELLE RISIKEN
Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern: Die Verringerung des Einsatzes fossiler Brennstoffe setzt die Unternehmen Übergangsrisiken aus, darunter steigende Energiekosten und den Bedarf an Investitionen in emissionsarme Technologien und Infrastruktur. Diese Kosten können kurzfristige Budgets und die Rentabilität beeinträchtigen
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Übergangsrisiken: Neue Vorschriften zu CO2-Steuern oder zur verpflichtenden Angabe des CO2-Fußabdrucks können für PUMA und seine Lieferanten finanzielle Risiken darstellen, weil sie die Betriebskosten erhöhen. Die Erfüllung dieser Anforderungen kann erhebliche Investitionen in die Dekarbonisierung in Form neuer Technologien oder Infrastruktur erfordern
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Steigende Energiekosten: Der begrenzte Zugang zu erschwinglichen erneuerbaren Energien in wichtigen Beschaffungsregionen birgt klimabezogene Übergangsrisiken, weil Lieferanten auf teurere und weniger effiziente Energiequellen angewiesen sein können. Dies kann die Produktionskosten erhöhen und die Gewinnmargen verringern
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FINANZIELLE CHANCEN
Anforderungen von auf ESG fokussierten Investoren erfüllen: Unternehmen, die den Klimawandel aktiv adressieren, sind besser in der Lage, regulatorische, ökologische und kommerzielle Risiken zu steuern und dadurch das Risiko finanzieller Verluste zu reduzieren. Klimastrategien können den Zugang zu Kapital verbessern, weil auf ESG fokussierte Investoren eher Unternehmen mit klaren Klimaschutzplänen unterstützen
①⑤❿
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Bewertung von Risiken und Chancen
Wir identifizieren, bewerten und steuern klimabezogene Risiken und Chancen. Dies umfasst eine Szenarioanalyse, eine Risiko- und Chancenbewertung sowie eine Resilienzanalyse unseres Geschäftsmodells und unserer Strategie.
Szenarioanalyse
Zur Bewertung potenzieller physischer Risiken und Übergangsrisiken hat PUMA eine klimabezogene Szenarioanalyse durchgeführt.
Um physische Risiken für die eigene Geschäftstätigkeit zu identifizieren, arbeitet PUMA mit seinem Versicherungsanbieter an einer Bewertung des physischen Klimarisikos. Die Zeithorizonte sind kurzfristig (1 Jahr), mittelfristig (1–5 Jahre) und langfristig (>5 Jahre). Die Bewertung umfasst die 27 Standorte mit dem höchsten Risiko für Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit im Ereignisfall (Gesamtversicherungswert von über 50 Mio. €), darunter die Unternehmenszentrale von PUMA und die wichtigsten Distributionszentren. Sie umfasst keine Ladengeschäfte, da der Verlust eines einzigen Ladengeschäfts keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen hat.
Grundlage der Bewertung ist das vom IPCC entwickelte RCP8.5-Szenario mit einem prognostizierten Temperaturanstieg von mehr als 4 °C bis 2100. Dieses „Hot House“-Szenario prognostiziert eine erhebliche Zunahme physischer Risiken bis 2040. Für den kurzfristigen Horizont ist die Versicherungsfunktion zuständig, da die damit verbundenen Risiken auf die Versicherungsmärkte verlagert werden. Für mittel- und langfristige Projektionen klimabedingter Gefahren nutzen wir die geografischen Koordinaten unserer Standorte und das NatCat-Tool von SwissRe. Typische Bewertungen sind standortspezifische Risikoprüfungen, Analysen der Auswirkungen von Betriebsunterbrechungen und NatCat-Bewertungen in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsmakler und dem führenden Versicherer für das Sachversicherungsprogramm, um die erforderlichen Versicherungsgrenzen zu validieren. Für die Standorte der vorgelagerten Wertschöpfungskette wurde im Jahr 2025 eine physische Risikobewertung gemeinsam mit einem externen Berater für PUMA und stichd durchgeführt.
Die Übergangsrisiken wurden anhand des IEA-Szenarios „Net-zero emissions by 2050“ ermittelt, das einen schmalen Pfad hin zu einer auf 1,5 °C ausgerichteten globalen Erwärmung beschreibt, sowie anhand des Szenarios zu den erklärten politischen Maßnahmen, wobei davon ausgegangen wird, dass diese umgesetzt werden (Ausrichtung auf 2,7 °C). Der Zeitrahmen reicht bis zum Jahr 2040, mit Zwischenschätzungen für 2030 und 2035. Die meisten Annahmen der Szenarioanalyse galten auf globaler Ebene, mit einigen Ausnahmen wie CO2-Bepreisung oder Preise für Versorgungsleistungen, die auf regionaler Ebene (z. B. in der EU) getroffen wurden.
Die von PUMA verwendeten Klimaszenarien basieren auf wissenschaftlichen und verbreiteten Quellen zwischenstaatlicher Organisationen, wie dem IPCC-Bericht und der IEA. Die Szenarien integrieren zentrale klimabezogene Annahmen in den Finanzbericht von PUMA, indem sie prognostizierte regulatorische Veränderungen, Markttrends und Umweltauswirkungen berücksichtigen. Naturgemäß sind diese zukunftsgerichteten Szenarien mit Unsicherheiten verbunden. Im Falle von Unsicherheiten haben wir unsere Annahmen am durchschnittlichen Entwicklungspfad innerhalb des jeweiligen Szenarios ausgerichtet.
Physisches Risiko
Physische Risiken sind potenzielle Bedrohungen für die Wertschöpfungskette von PUMA und werden durch den Klimawandel häufiger und intensiver. Die Analyse von Auftreten und Häufigkeit dieser Risiken hilft PUMA, Schwachstellen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, der Infrastruktur und der Sicherheit der Beschäftigten zu identifizieren und darauf aufbauend Strategien zur Risikominderung zur Sicherung der Geschäftskontinuität umsetzen. Die Tabelle fasst die physischen Risiken zusammen, die zu Beginn des Abschnitts in die Risikoidentifizierung und -bewertung von PUMA einbezogen wurden.
Die Ergebnisse der physischen Klimarisikoanalyse für unsere eigene Geschäftstätigkeit bestätigen, dass bis 2040 20 von 27 Hauptstandorten von PUMA einem hohen Dürrerisiko ausgesetzt sind, 15 hohen Risiken durch Hitzewellen und neun einem hohen Risiko durch den Anstieg des Meeresspiegels. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Risiken signifikante finanzielle Auswirkungen auf PUMA haben, sind unseres Erachtens gering, weil wir dagegen versichert sind. Die meisten Büros und Ladengeschäfte von PUMA sind mit Klimaanlagen ausgestattet, um auch bei hohen Temperaturen angenehme Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
PUMA betrachtet das Klimarisiko angesichts der zunehmenden Störungen durch extreme Wetterereignisse und neue Vorschriften als eine der wichtigsten Prioritäten für seine vorgelagerte Wertschöpfungskette.
2025 führten wir eine Klimarisikobewertung für PUMA und stichd durch, die 35 Länder und 558 Fabriken umfasste. Die Bewertung konzentrierte sich auf drei Faktoren: die Exposition gegenüber klimabedingten physischen Risiken, die Sensibilität gemessen an Mitarbeiterzahl und geschäftlicher Bedeutung sowie Übergangsrisiken auf Länderebene. Dabei wurden die bestehenden Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in den Fabriken berücksichtigt, um das Restrisiko (netto) zu berechnen. Die Umfrage ergab, dass in den meisten Fabriken bereits Anpassungsmaßnahmen getroffen wurden, vor allem gegen Überflutung und Hitzestress. 17 Fabriken wurden auf Grundlage ihrer physischen Restrisikowertung (v. a. extreme Hitze, Überflutung, Wasserknappheit, Variabilität von Niederschlägen, Wald- und Flächenbränden, Dürre) und Geschäftskritikalität für Maßnahmen im Jahr 2026 priorisiert. Wir haben noch keine konkreten Klimaanpassungsziele festgelegt.
Übergangsrisiko
Klimabedingte Übergangsrisiken können in verschiedenen Bereichen, darunter Politik und Recht, Technologie, Markt und Reputation, über kurz-, mittel- und langfristige Zeiträume auftreten. Wesentliche Übergangsrisiken werden am Anfang des Abschnitts aufgeführt und sind der TCFD-konformen Liste der Übergangsereignisse in der Tabelle entnommen.
T.18Beispiele für klimabezogene Übergangsereignisse (auf Grundlage der TCFD-Klassifizierung) (IRO-1)
Politik und Recht
Technologie
Markt
Ansehen
Höhere Bepreisung von Treibhausgasemissionen
Ersetzung bestehender Produkte und Dienstleistungen durch emissionsärmere Optionen
Änderung des Verbraucherverhaltens
Veränderung der Verbraucherpräferenzen
Verstärkte Emissionsberichterstattungspflichten
Erfolglose Investitionen in neue Technologien
Unsicherheit in Bezug auf Marktsignale
Stigmatisierung des Sektors
Mandate und Regulierung in Bezug auf bestehende Produkte und Dienstleistungen
Kosten des Übergangs zu emissionsärmeren Technologien
Gestiegene Rohstoffkosten
Zunehmende Besorgnis der Stakeholder
Mandate und Regulierung in Bezug auf bestehende Produktionsverfahren
Negative Rückmeldungen der Interessenträger
Gefahr von Rechtsstreitigkeiten
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Im Rahmen der Klimarisikobewertung haben wir das Übergangsrisiko für die wichtigsten Beschaffungsländer bewertet. Das Übergangsrisiko wird anhand von Faktoren wie CO2-Steuern, Emissionshandelssystemen, Netto-Null-Zielen, dem Anteil erneuerbarer Energien, nachhaltigen Finanzierungsrahmen und der regulatorischen Infrastruktur für erneuerbare Energien bewertet, einschließlich des Zugangs zu erneuerbaren Quellen vor Ort und außerhalb des Standorts, von Anreizen für Energiespeicherung und Marktinstrumenten wie Energie-Attribut-Zertifikaten (EACs). Unter Anwendung dieser Parameter werden Bangladesch, Kambodscha, Indonesien und Pakistan als hohes Risiko eingestuft. Brasilien, die Philippinen und Vietnam fallen in die Kategorie „mittleres Risiko“, während China und die Türkei als „geringes Risiko“ eingestuft werden.
Wir arbeiten weiterhin mit Branchenverbänden zusammen, um die politische Interessenvertretung in den Ländern mit hohem und mittlerem Risiko voranzutreiben, wobei unsere wichtigsten Beschaffungsländer wie Bangladesch, Kambodscha, Indonesien und Vietnam bei UNFCCC und ACEC Priorität haben.
Chancen
Die klimabezogenen Chancen von PUMA hängen hauptsächlich mit Übergangsfaktoren wie politischen Entwicklungen, technologischen Fortschritten, Markttrends und Ansehen zusammen.
Resilienzanalyse
Die Resilienzanalyse erfolgt jährlich und wird im Rahmen des Risikomanagementsystems zweimal pro Jahr überprüft. Ihr Schwerpunkt liegt auf drei Schlüsselbereichen: unserer eigenen Geschäftstätigkeit, unserem Geschäftsmodell (einschließlich der ausgelagerten Produktion) und unserem Produktportfolio, das die gesamte Bandbreite von PUMAs Geschäft abdeckt. Unsere Risikoanalyse umfasst sowohl physische Risiken, die die Geschäftstätigkeit von PUMA und die Standorte der vorgelagerten Wertschöpfungskette betreffen, als auch Übergangsrisiken, die sich auf unser Geschäftsmodell und das Produktportfolio auswirken. Hierzu führen wir eine Resilienzanalyse durch, die am Zeithorizont der langfristigen Risikoprognose und den wissenschaftsbasierten Treibhausgasemissionszielen ausgerichtet ist. Dieser Ansatz hilft uns zu beurteilen, wie gut unsere Strategie diesen Risiken standhalten und gleichzeitig unsere Klimaverpflichtungen erfüllen kann. PUMA weist Ausgaben für klimaresiliente Aktivitäten im Rahmen des allgemeinen Jahresabschlusses aus, ohne sie als gesonderte Kategorie darzustellen; der zukünftige Ressourcenbedarf wird im Rahmen des strategischen Planungsprozesses des Unternehmens bewertet. Die Fähigkeit, bestimmte Anpassungsmaßnahmen umzusetzen, kann von externen Faktoren abhängen.Die Resilienzanalyse basiert auf zentralen Annahmen, darunter ein mittel- und langfristiger Zeithorizont, der mit der Risikoprognose von PUMA übereinstimmt, sowie die Erwartung, dass Klimapolitik, regulatorische Rahmenbedingungen und Marktanreize für erneuerbare Energien weltweit weiter voranschreiten werden.
Resilienz der eigenen Geschäftstätigkeit
Viele der größten Anlagen von PUMA befinden sich in Gebieten, die klimabedingten physischen Risiken wie Dürren oder Hitzewellen ausgesetzt sind. Die meisten dieser Standorte sind jedoch gepachtet oder gemietet, was die langfristige Exposition und die finanzielle Haftung begrenzt. Wenn ein Standort stark von Klimagefahren betroffen ist, kann PUMA den Betrieb problemlos verlagern und so mögliche Störungen und kostspielige Anpassungsmaßnahmen reduzieren. In Kombination mit Kühlsystemen, Versicherungsschutz für klimabedingte Gefahren und Möglichkeit zur Fernarbeit für Büroangestellte stärkt diese Flexibilität die Resilienz der Geschäftstätigkeit von PUMA gegenüber physischen Klimarisiken.
Resilienz der vorgelagerten Wertschöpfungskette
PUMA reduziert Abhängigkeitsrisiken, indem das Beschaffungsmodell diversifiziert und Fabriken beim Ausbau ihrer technischen Fähigkeiten unterstützt werden, etwa durch die Produktion mehrerer Produktkategorien und den Bezug von Rohstoffen aus verschiedenen Ländern. Dadurch können die Fabriken flexibler arbeiten und die Geschäftskontinuität bei Unterbrechungen durch extreme Wetterereignisse aufrechterhalten. Gemeinsam helfen diese Maßnahmen PUMA, eine resilientere, anpassungsfähigere und stabilere Wertschöpfungskette aufzubauen.
Resilienz der nachgelagerten Wertschöpfungskette
Das Produktportfolio von PUMA umfasst Sport- und Lifestyle-Schuhe, Bekleidung und Accessoires. Unsere Produkte basieren auf Rohstoffen, die aus fossilen Brennstoffen hergestellt werden, wie Polyester und andere synthetische Polymere. PUMA hat begonnen, recyceltes Polyester in großem Umfang einzusetzen und identifiziert Möglichkeiten zur Nutzung recycelter oder biobasierter Alternativen.
PUMAs Produkte verursachen in ihrer Nutzungsphase keine direkten Treibhausgasemissionen. PUMA-Produkte können am Ende ihres Lebenszyklus Treibhausgasemissionen freisetzen, zum Beispiel bei der Verbrennung oder bei der Zersetzung. Lebenszyklusanalysen zeigen jedoch, dass diese Emissionen im Vergleich zu denen aus Herstellung und Produktnutzung relativ gering sind.
Nach unserem Verständnis auf Grundlage der vorstehenden Resilienzanalyse verfügt PUMA über eine ausreichende Resilienz gegenüber den wesentlichen Übergangs- und physischen Risiken und ist in der Lage, Strategie und Geschäftsmodell an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.
Strategie
Die Klimastrategie von PUMA ist darauf ausgerichtet, den Klimawandel entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu mindern und sich an seine Auswirkungen anzupassen. Die Klimastrategie von PUMA wurde unter Berücksichtigung der IPCC-Klimaprojektionen und der Netto-Nullpfad-Szenarien der IEA entwickelt. Die Strategie konzentriert sich auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch den Einsatz erneuerbarer Energien, die Dekarbonisierung der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie – wo anwendbar – den verstärkten Einsatz emissionsarmer Materialien. PUMA integriert Klimaresilienz in seine Geschäftstätigkeit, indem physische Risiken wie Extremwetterereignisse und Hitzestress bewertet und Anpassungsmaßnahmen wie Kühlsysteme und flexible Arbeitszeitmodelle umgesetzt werden. Konsultationen mit Stakeholdern helfen uns dabei, unsere Nachhaltigkeitsvision und -ziele zu gestalten und soziale Gerechtigkeit bei Klimaschutzmaßnahmen zu fördern. Dieser Ansatz ist in unseren allgemeinen Nachhaltigkeitsrahmen und unsere Finanzplanung integriert und zielt darauf ab, Klimarisiken und -chancen ganzheitlich und proaktiv zu adressieren.
Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel (E1-2)
Der Vorstand ist für die Genehmigung und Umsetzung aller Richtlinien und Handbücher verantwortlich, die klimabezogene Verpflichtungen und Aktivitäten behandeln. Verschiedene Abteilungen sorgen für die Umsetzung und berichten dem Vorstand und dem Führungsteam regelmäßig über die Fortschritte.
Die Richtlinien nehmen Bezug auf internationale Umwelt- und Klimakonventionen und Rahmenwerke wie die zehn Grundsätze des UN Global Compact, das Übereinkommen von Paris der Vereinten Nationen, die OECD-Leitlinien für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten in der Bekleidungs- und Schuhwarenindustrie, die Fashion Industry Charter for Climate Action und den Fashion Pact.
Über Sorgfaltspflicht und Fortschritte informieren wir im Abschnitt Allgemeine Informationen. Dazu gehören Strukturen der Unternehmensführung, wichtige Partner und Leistungsindikatoren wie der Anteil zertifizierten oder recycelten Materials, Treibhausgasemissionen und der Einsatz erneuerbarer Energien. Wir beteiligen uns auch an Initiativen Dritter, um objektives Feedback zur Verbesserung unserer Praktiken zu erhalten.
Mit seiner Umweltrichtlinie adressiert PUMA ein breites Spektrum an Themen, um eine umfassende Nachhaltigkeitspraxis zu unterstützen. In Bezug auf das Klima umfasst sie die Maßnahmen für den Klimaschutz, die erforderlich sind, um unsere wissenschaftsbasierten Ziele für Treibhausgasemissionen zu erreichen, die auf eine maximale Erderwärmung von 1,5 °C ausgerichtet sind. Zu den erklärten Maßnahmen zählen die Nutzung erneuerbarer Energien für PUMA-Unternehmen, die Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Logistik und der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie der verstärkte Einsatz von emissionsarmen Materialien.
Die Umwelthandbücher für Lieferanten und eigene Unternehmen von PUMA spiegeln zentrale Anliegen der Stakeholder wider und dienen als Leitfaden für die Reduzierung der Klimaauswirkungen. Zu den Empfehlungen gehören beispielsweise die Einführung von LED-Beleuchtung, die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien, die schrittweise Abschaffung von kohlebefeuerten Kesseln und die Optimierung von Heiz- und Kühlsystemen.
Während wir mögliche Aktualisierungen unserer Richtlinien und Handbücher fortlaufend prüfen, berücksichtigt die Häufigkeit ihrer Veröffentlichung neue regulatorische Anforderungen sowie die Art der Änderungen und zielt darauf ab, Stakeholder nicht mit mehrmaligen Aktualisierungen pro Jahr zu konfrontieren. In der nächsten Aktualisierung von Richtlinien und Handbüchern werden Maßnahmen zur Klimaanpassung enthalten sein.
Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1)
Im Jahr 2023 veröffentlichte PUMA seinen ersten Klimaübergangsplan, worin die erforderlichen Maßnahmen und Investitionen dargelegt sind, um das von der Science Based Targets Initiative (SBTi) genehmigte Klimaziel zu erreichen und den Leitlinien der Fashion Industry Charter for Climate Action zu entsprechen. Alle im PUMA-Übergangsplan beschriebenen Maßnahmen sollen sich am 1,5°C-Pfad orientieren. Die formale Ausrichtung auf den 1,5°C-Pfad erfolgte in der veröffentlichten kurzfristigen SBT ausschließlich für Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Die Ausrichtung von Scope 3 auf einen 1,5°C-Pfad war nach den SBT-Richtlinien nur dann zulässig, wenn er mit Scope 1 und Scope 2 als Teil eines Netto-Null-Ziels oder eines anderen langfristigen Ziels integriert wurde. Der Übergangsplan beschreibt, wie PUMA beabsichtigt, sein genehmigtes Ziel zu erreichen, auch wenn der Plan selbst keine SBTi-Validierung erfordert oder durchläuft.
Der Klimaübergangsplan von PUMA ist in die Geschäftsstrategie und Finanzplanung integriert, indem Klimaziele mit zentralen Unternehmenszielen wie der Lieferkettenresilienz, wesentlichen Innovationen und dem Risikomanagement abgestimmt werden. Investitionen in erneuerbare Energien und emissionsarme Materialien sind in die langfristigen Budgetierungsprozesse integriert und die Fortschritte bei der Erreichung der Klimaziele werden überwacht, um die strategische Ausrichtung zu unterstützen. Der Übergangsplan wird von Vorstand und Aufsichtsrat von PUMA geprüft und genehmigt, mit dem Ziel, um die langfristigen Geschäftsziele und finanzielle Stabilität von PUMA zu unterstützen.
G.18THG-GESAMTEMISSIONEN NACH QUELLE
Diese Grafik zeigt die Gesamtaufteilung der Treibhausgasemissionen nach verschiedenen Teilen der Wertschöpfungskette von PUMA, wie sie in der Übersicht der Wertschöpfungskette im Abschnitt Allgemeine Informationen dargestellt ist, und folgt nicht der Einteilung in vor- und nachgelagerte Scope-3-Kategorien gemäß dem GHG Protocol.
Eigene Geschäftstätigkeiten
Unsere Initiativen stellen eine entscheidende Abkehr vom Business-as-usual-Szenario dar, das auf konventionellen, emissionsintensiven Geschäftsmodellen basiert. An seinen eigenen Standorten, darunter Ladengeschäfte, Lager und Büros, stellt PUMA schrittweise von konventionellen Energiesystemen auf energieeffiziente und erneuerbare Energietechnologien um und reduziert dadurch sowohl den Energieverbrauch als auch die Treibhausgasemissionen. Außerdem beziehen wir seit 2020 unseren gesamten Strom aus erneuerbaren Quellen. Wir prüfen zudem erneuerbare Heizungslösungen, um fossile Heizsysteme zu ersetzen. Mit dem Verkauf des Firmenflugzeugs im Jahr 2025 wurde eine wesentliche Emissionsquelle beseitigt.
PUMA hat Systeme für die interne und externe Überwachung, Rechenschaftspflichten und Berichterstattung etabliert, um eine transparente Kommunikation seiner Klima- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu unterstützen. Einige der wichtigsten Anlagen und Produkte von PUMA, wie Firmenwagen und gemietete Gebäude, verursachen Treibhausgasemissionen durch die Nutzung fossiler Energieträger, etwa Erdgas für die Beheizung oder Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Bei der Erfassung der THG-Gesamtemissionen und der Identifizierung von Reduktionsmöglichkeiten werden diese bestehenden Anlagen in die Bewertung einbezogen. So werden beispielsweise Firmenwagen, die noch nicht durch emissionsfreie Fahrzeuge ersetzt wurden, und Gebäude, die noch mit Erdgas betrieben werden, gezählt. Diese gebundenen Emissionen sind Teil der Vision 2030-Strategie und des Übergangsplans von PUMA. Das bedeutet, dass PUMA daran arbeitet, die Emissionen aus diesen Anlagen bis 2030 zu reduzieren, entweder durch Umstieg auf sauberere Energiequellen oder Umrüstung auf emissionsärmere Alternativen. Wir gehen nicht davon aus, dass die Treibhausgasemissionsziele für die eigene Geschäftstätigkeit durch die gebundenen Treibhausgasemissionen gefährdet werden, weil sie nur einen geringen Teil der THG-Emissionsbasis aus dem Jahr 2017 ausmachen.
Die Ziele und Pläne von PUMA zur Angleichung der wirtschaftlichen Aktivitäten an die Kriterien der Delegierten Verordnung 2021/2139 der Kommission berücksichtigen die wichtigsten Leistungsindikatoren, die gemäß Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 offengelegt werden müssen. PUMA ist nicht von Ausschlüssen für Paris-abgestimmte EU-Referenzwerte ausgenommen, die auf den Ausschlusskriterien basieren, die in Artikel 12 des Übereinkommens von Paris genannt sind.
T.19Durch Dekarbonisierungshebel erwartete Reduktionen bis 20301 für THG-Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2 in (T CO2e)2
Dekarbonisierungshebel
Bis 2030
Einsatz emissionsarmer oder emissionsfreier Fahrzeuge für den eigenen Betrieb
1.000
Substitution konventioneller Brennstoffe durch erneuerbare Energie
500
Verbesserungen der Energieeffizienz
500
Stilllegung oder Ersatz des Firmenflugzeugs von PUMA
2.000
Weiter 100 % Strom aus erneuerbaren Energien
0
Gesamt
4.000
12030 ist das Zieljahr für unser wissenschaftlich fundiertes Ziel (von SBTi bestätigt). Künftig wird ein Übergangsplan entwickelt, um bis 2050 eine Netto-Null-Emission von Treibhausgasen zu erreichen.
2Erwartete Emissionsreduktion bis 2030 ist definiert als die erwartete jährliche Reduktion im Jahr 2030 durch den jeweiligen Dekarbonisierungshebel.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
PUMA hat sich in seinen vom SBTi genehmigten Klimazielen zu einer absoluten Reduktion der Scope-3-THG aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen um 33 % bis 2030 verpflichtet, wobei 2017 als Basisjahr gilt, entsprechend dem 1,5°C-Pfad des Pariser Abkommens. Diese Maßnahmen sind in die Strategie von PUMA integriert und werden anhand von Leistungsindikatoren überwacht; über die Fortschritte wird in diesem Bericht, der einer unabhängigen Prüfung unterliegt, öffentlich berichtet.
Warentransport
In unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette werden Anstrengungen unternommen, um die Emissionen aus dem Warentransport zu reduzieren, indem wir auf kohlenstoffeffizientere Transportmittel umsteigen. Der Anteil der per Luftfracht transportierten Güter ist von 3 % im Jahr 2019 auf unter 1 % im Jahr 2025 gesunken.
Lieferanten
Wir binden unsere Hauptlieferanten ein, damit sie Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen festlegen und veröffentlichen, und unterstützen den Kohleausstieg. PUMA adressiert Hindernisse wie die begrenzte Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und infrastrukturelle Einschränkungen, indem Lieferanten bei Investitionen in PV-Anlagen unterstützt werden, z. B. durch Machbarkeitsstudien in wichtigen Beschaffungsländern. Diese Maßnahmen sollen regulatorische Risiken und Risiken in der Lieferkette mindern, die Betriebskosten senken und die Resilienz der Lieferkette erhöhen.
Diese Schritte sind Teil der umfassenderen Selbstverpflichtung von PUMA, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, wie in der Verordnung (EU) 2021/1119 (Europäisches Klimagesetz) festgelegt, und tragen zu den globalen Klimazielen bei.
T.20Durch Dekarbonisierungshebel erwartete Reduktionen bis 20301 für THG-Emissionen der Kategorie Scope 3 in (T CO2e)
Dekarbonisierungshebel
Bis 20302
Luftfrachtquote weiter auf 0,5 % senken
5.000
Einsatz von Biokraftstoffen in der Seefracht
10.000
Einsatz elektrischer Lieferfahrzeuge im Straßengüterverkehr
Pilotprojekt läuft
Verbesserung der Energieeffizienz in der vorgelagerten Wertschöpfungskette
180.000
Einsatz erneuerbarer Energien (Solar- und Windkraft) in der vorgelagerten Wertschöpfungskette
123.000
Einsatz erneuerbarer Energien außerhalb des Standorts (DPPA/Green Tariff/IREC usw.) in der vorgelagerten Wertschöpfungskette
296.000
Brennstoffwechsel von Kohle zu Biomasse, Strom oder Erdgas in der vorgelagerten Wertschöpfungskette
173.000
Nutzung kohlenstoffarmer Materialien in PUMA-Produkten
322.000
Einführung neuer aufkommender Technologien (z. B. Solarthermie, grüner Wasserstoff usw.) in der vorgelagerten Wertschöpfungskette
345.000
Gesamt
1.439.000
1Erwartete Emissionsreduktion bis 2030 ist definiert als die erwartete jährliche Reduktion im Jahr 2030 durch den jeweiligen Dekarbonisierungshebel. 2030 ist das Zieljahr für unser wissenschaftlich fundiertes Ziel.
2Alle Zahlen sind auf die nächsten tausend Tonnen CO₂e gerundet.
Netto-Null-Emissionen
PUMA bleibt dem Netto-Null-Ziel der Fashion Industry Charter for Climate Action für 2050 verpflichtet, während das eigene Netto-Null-Ziel derzeit noch außerhalb des SBTi-Genehmigungsprozesses liegt. Im Jahr 2024 begann PUMA mit dem Vorstand seine Netto-Null-Strategie auszuarbeiten. Zu den zentralen Maßnahmen zählen langfristige Ziele für emissionsarme Materialien sowie Fortschritte bei Recycling- und biobasierten Innovationen. Die Lieferanten werden dazu angehalten, emissionsarme Technologien zu nutzen und den Übergang zu erneuerbaren Energien voranzutreiben. Für verbleibende Emissionen werden Wiederaufforstungsmaßnahmen und Emissionsgutschriften in Betracht gezogen. Im Jahr 2025 haben wir externe Stakeholder zwecks Feedback zu unserem Netto-Null-Fahrplan konsultiert. Ihre Beiträge dienten als Referenz für unsere Gesamtstrategie und unterstrichen die Bedeutung einer stärkeren Einbindung der Lieferanten, praktikabler Finanzierungsoptionen, eines verbesserten Daten-Benchmarkings und einer intensiveren Zusammenarbeit zur Bewältigung zentraler Dekarbonisierungsherausforderungen.
G.19GEPLANTER ENTWICKLUNGSPFAD für das Erreichen von Netto-Null-Emissionen
Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel (E1-3)
Eigene Geschäftstätigkeiten
Die wichtigsten Maßnahmen und Mittel, die zur Verringerung der Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2 ergriffen wurden, sind nachstehend aufgeführt und stimmen mit den im Abschnitt Kennzahlen und Ziele (MDR-M, MDR-T, E1-4) beschriebenen Dekarbonisierungshebeln überein. Diese Maßnahmen gelten für unsere eigene Geschäftstätigkeit weltweit, tragen zur Erreichung der in unserer Umweltrichtlinie festgelegten Scope-1- und Scope-2-Klimaziele bei und laufen bis mindestens 2030.
PUMA wendet jährlich einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag für Betriebs- und Investitionsausgaben auf, um die Umsetzung klimarelevanter Maßnahmen bei den eigenen Geschäftsaktivitäten zu unterstützen. Diese Ausgaben sind Teil der laufenden operativen Tätigkeiten sowie der Investitionstätigkeiten von PUMA und tragen zur Umsetzung ausgewählter Dekarbonisierungsmaßnahmen im Rahmen des Übergangsplans bei. PUMA arbeitet mit Industriepartnern zusammen, um regulatorische Entwicklungen voranzutreiben, die den Übergang in Richtung Netto-Null-Emissionen unterstützen.
PUMA hat keine nennenswerten Investitionsausgaben für kohle-, öl- oder gasbezogene wirtschaftliche Aktivitäten. Stattdessen legt PUMA seinen Schwerpunkt auf erneuerbare Energie und andere Nachhaltigkeitsinitiativen, wie z. B. Strom aus erneuerbaren Energien und die Umstellung auf emissionsarme Kraftstoffe für den Transport.
Die Zuweisung finanzieller Mittel für Klimaschutzmaßnahmen steht im Zusammenhang mit dem Klimaschutz-Übergangsplan von PUMA und erfolgt im Rahmen des jährlichen Budgetzyklus sowie der mittelfristigen Finanzplanung der Gruppe. Diese Zuweisung kann im Laufe der Zeit angepasst werden, um die geschäftlichen Prioritäten zu berücksichtigen. Klimabezogene Investitionen sowie Betriebsausgaben tragen zur Umsetzung aktueller und zukunftsgerichteter Maßnahmen bei, darunter Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, der Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien, die Elektrifizierung der Dienstwagenflotte sowie ausgewählte standortbezogene Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien für eigene Geschäftsaktivitäten, wie im Klimaschutz-Übergangsplan beschrieben.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
PUMA beabsichtigt, Maßnahmen zur Dekarbonisierung weiterzuverfolgen, indem die Energieeffizienz verbessert, der Einsatz erneuerbarer Energien erhöht, der Einsatz von Kohle schrittweise reduziert, emissionsarme Materialien bezogen sowie im Transportbereich auf emissionsarme Kraftstoffe umgestellt wird.
Wie im Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1) beschrieben, beinhalten unsere Dekarbonisierungshebel naturbasierte Lösungen. Dazu gehören die verstärkte Verwendung emissionsarmer Materialien wie recyceltes Polyester und Baumwollmaterialien aus regenerativem Baumwollanbau. Darüber hinaus beabsichtigen wir, bis 2030 Rindleder aus entwaldungsfreien Lieferketten zu beschaffen, um zum Schutz von Wäldern beizutragen, die große Mengen Kohlenstoff aufnehmen und speichern. Diese wesentlichen Dekarbonisierungshebel beziehen sich auf erwartete THG-Reduktionen bis 2030 für Scope-3-Emissionen der Kategorien 1 und 4.
Lieferanten
Unsere wichtigsten Klimaschutzmaßnahmen für Scope-3-Emissionen der Kategorie 1 sind schwerpunktmäßig auf unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette gerichtet, insbesondere auf die wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken in China, Vietnam, Bangladesch, Kambodscha, Indonesien, Taiwan (Republik China), Türkei, Brasilien, Pakistan und auf den Philippinen. Wir beziehen aktiv unsere wichtigsten betroffenen Stakeholder ein, wie z. B. unsere Lieferanten, indem wir Schulungen anbieten sowie Programme für saubere Produktion und erneuerbare Energie einführen. Dieser Ansatz ermöglicht es PUMA, die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen zu bewerten, Verbesserungspotenziale zu erkennen und datengestützte Anpassungen vorzunehmen, um Klimaziele zu erreichen.
Klimaziele der Lieferanten
Wir ermutigen unsereLieferanten, Klimaziele für ihren eigenen Weg zur Klimaneutralität festzulegen und zu veröffentlichen. Wir bieten unseren Lieferanten Möglichkeiten zum Kapazitätsaufbau und verfolgen ihre Fortschritte auf diesen verschiedenen Wegen:
Von der SBTi genehmigte Klimaziele (Scope 1, 2 und 3):24 wesentliche Lieferanten wurden aufgrund ihrer Reife und geschäftlichen Bedeutungfür dieses Programm ausgewählt. Bis Jahresende 2025 legten zwölf von ihnen SBTi-genehmigte Ziele vor, elfreichten Verpflichtungserklärungen ein und bei einem Lieferanten steht dies noch aus. Darüber hinaus arbeiteten wir mit Guidehousebeim Programm “Leadership on Climate Transition“ für den Kapazitätsaufbau zusammen, das von drei Lieferanten auch 2025 fortgesetzt wurde.
Wissenschaftlich ausgerichtete Ziele (Scope 1, 2):Von den 35 Kernlieferanten konnte bis Jahresende 2025 einer vom WRI genehmigte Ziele nachweisen, sieben nahmen am Manufacturer Climate Action Program (MCAP) vonCascaleteil, und bei sechs weiteren werden die Ziele noch ausgearbeitet. Von den übrigen 21 Anbietern wird erwartet, dass sie ihre Zielfindung bis 2027 abgeschlossen haben.
Schulungen und Programme für Lieferanten
Seit 2021 arbeitet PUMA im Rahmen der UN Fashion Industry Charter mit der GIZ und anderen zusammen, um Climate Action Training (CAT) für Fabriken in Asien anzubieten. Der Online-Kurs deckt die Themen Treibhausgasberichterstattung, Zielsetzung und Emissionsreduzierung ab und ist in mehreren lokalen Sprachen verfügbar. 2025 absolvierten 69 Teilnehmer*innen aus 45 Betrieben den Kurs. Im Jahr 2025 führten wir den Austausch im Rahmen von Klimanetzwerk-Sitzungen für Lieferanten fort, um über neue Entwicklungen zu informieren und den Erfahrungsaustausch zu fördern, unter anderem zu emissionsarmen Alternativen zur thermischen Energie, wie der Elektrifizierung mittels Wärmepumpen; die Teilnahmequote lag bei 97,7 %. Wir haben Schulungen zur Klimarisikobewertung für Fabriken mit hohem physischem Risiko wie Überschwemmungen und Hitzestress durchgeführt und dabei eine Teilnahmequote von 93,3 % erreicht.
Wir veranstalteten Auffrischungsschulungen zu erneuerbaren Energien in China, Taiwan (Republik China) und Kambodscha. Die Inhalte entsprachen weitgehend denen der Schulungen des Vorjahres; die Teilnahmequote lag bei 37,5 % (gegenüber 66 % im Jahr 2024). Die Schulung behandelte Instrumente zur externen Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Energien, darunter Grünstromzertifikate (Green Electricity Certificates, GEC), Stromhandel sowie Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA). In Vietnam waren 13 unserer wichtigsten PUMA-Fabriken Bestandteil einer von der Asia Clean Energy Coalition (ACEC) und dem UNFCCC organisierten DPPA-Schulung. Darüber hinaus nahmen vier unserer wichtigsten Fabriken in Bangladesch und drei unserer wichtigsten Fabriken in Vietnam an der German Training Week der GIZ zum Thema Energieeffizienz teil.
PUMA arbeitet mit IFC, Aii, ENERTEAM, GIZ und WWF zusammen, um Programme für eine sauberere Produktion in den wichtigsten Beschaffungsländern umzusetzen. Kumulative Auswirkungen (2019-2025):
THG-Reduktion: 103.867,0 tCO₂e/Jahr
Energieeinsparungen: 216.935,8 MWh/Jahr
Die Einführung von Programmen für eine saubere Produktion steht für stichd-Fabriken noch aus. Daher beziehen sich die oben genannten Zahlen ausschließlich auf die Fabriken von PUMA.
Im Jahr 2025 haben wir in Zusammenarbeit mit dem WWF eine Machbarkeitsstudie zur Elektrifizierung von Wärmepumpen in vier unserer wichtigsten Fabriken auf Tier-2-Ebene in Vietnam durchgeführt. Das Ziel dieser Studie ist es, zu analysieren, inwieweit Optionen zur Dekarbonisierung der Dampferzeugung bestehen, insbesondere durch den Einsatz elektrischer Wärmepumpen als Alternative zu herkömmlichen Heizkesseln. Da die Wärmeenergie als herausfordernder Bereich der Dekarbonisierung gilt, insbesondere in der Tier-2-Textilproduktion, sollen die Erkenntnisse aus dieser Initiative genutzt werden, um zur Verbreitung von emissionsarmen Wärmelösungen für eine breitere Anwendung beizutragen.
Im Jahr 2025 erstreckten sich die Programme für erneuerbare Energien auf 71,4 % der Tier-1-Fabriken und 53,1 % der Tier-2-Fabriken. Insgesamt, einschließlich der von Lieferanten initiierten Maßnahmen, verfügten Fabriken von PUMA und stichd über eine installierte PV-Solarkapazität von insgesamt 191,7 MWp bis Jahresende 2025.
Kennzahlen und Ziele (MDR-M, MDR-T, E1-4)
Die Klimaziele von PUMA sind eng mit unserer Umweltrichtlinie und den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) der Vereinten Nationen, insbesondere SDG 13 (Klimaschutz), abgestimmt. In unserer Umweltrichtlinie verweisen wir auf unsere SBTi-genehmigten Ziele sowie die Maßnahmen, um die Auswirkungen des Klimawandels innerhalb eines Szenarios von maximal 1,5 °C globaler Erwärmung zu halten.
Wir haben ergebnisorientierte Ziele und spezifische Kennzahlen festgelegt, um die Fortschritte im Hinblick auf unsere politischen Ziele und Vorgaben zu messen. Diese Ziele werden im Rahmen eines Prozesses entwickelt, der eine umfassende Einbeziehung der Stakeholder vorsieht. In den Jahren 2023 und 2024 haben wir zum Beispiel eine DMA durchgeführt und standen im Dialog mit internen und externen Stakeholdern, darunter Lieferanten, NGOs, Gewerkschaften, Branchenvertretern und lokalen Wirtschaftsverbänden in unseren wichtigsten Beschaffungsländern. Diese Gespräche lieferten wertvolle Informationen über die Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsthemen und die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen, die direkt in die Entwicklung und Verfeinerung unserer Ziele eingeflossen sind.
Der Zweck unserer Klimaziele, wie z. B. die Verringerung der Treibhausgasemissionen und ein erhöhter Einsatz erneuerbarer Energien, besteht darin, den Umgang mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen zu unterstützen, die im Rahmen dieses Prozesses der Einbeziehung der Stakeholder identifiziert wurden. Das Feedback der Stakeholder wird auch genutzt, um die Relevanz und Ambition der Ziele einzuordnen und Bezüge zu geschäftlichen Prioritäten sowie den Erwartungen der Stakeholder herzustellen. Dieser Ansatz hilft uns dabei, unsere Nachhaltigkeitsstrategie mit weiter gefassten gesellschaftlichen Zielen und regulatorischen Anforderungen in Einklang zu bringen und gleichzeitig die Rechenschaftspflicht und Transparenz in unserer Berichterstattung zu verbessern.
Die Klimaziele von PUMA sind Teil der 10FOR25-Nachhaltigkeitsstrategie. PUMA hat sich THG-Reduktionsziele gesetzt, die von der SBTi im Jahr 2023 genehmigt wurden. Unsere Klimaziele werden im Hinblick auf die UN-Fashion Industry Charter for Climate Action entwickelt. Die Klimaziele von PUMA decken sämtliche Regionen ab, in denen wir tätig und in denen unsere Lieferanten ansässig sind und wurden 2025 nicht geändert. Unsere Methodik zur Festlegung dieser Ziele umfasst Annahmen, die auf Daten der Fabriken, aktueller wissenschaftlicher Forschung und bewährten Praktiken der Branche beruhen und verfolgt den Zweck, Ziele zu etablieren, die sowohl ehrgeizig als auch erreichbar sind. PUMA berücksichtigt bei der Berichterstattung über klimarelevante Kennzahlen die anerkannten Standards, darunter das THG-Protokoll. Zu unseren Klimazielen gehören auch die absolute Kohlenstoffreduzierung, die Beschaffung erneuerbarer Energien und die Herstellung von Produkten aus recycelten und/oder zertifizierten Materialien.
PUMA hat ein übergreifendes Ziel in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, um den Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen und THG-Emissionen zu reduzieren. Die Umwelt-KPIs der Lieferanten zeigen den Fortschritt bei der Umsetzung von PUMAs Nachhaltigkeitszielen.
Die erwarteten Dekarbonisierungshebel und ihre quantitativen Gesamtbeiträge zu den Reduzierungszielen der Treibhausgasemissionen werden im Abschnitt Übergangsplan für den Klimaschutz (E1-1) offengelegt.
T.2110FOR25-Ziele und PErformance
Zielerreichung ● Erreicht ○ Teilweise erreicht
Position in der Wertschöpfungskette■□□ Vorgelagert □■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert
10FOR25-Ziel1
Position2
Geltungs-bereich3
Unternehmens-spezifisch
Basisjahr 2020
Ergebnis 2025
Berücksichtigung eines globalen Erwärmungsszenarios von 1,5 °C bei der Festlegung der Klimaziele von PUMA
■■□
PUMA, Cobra5, stichd
□
Erste Einordnung zur Ausrichtung an einem 1,5-°C-Erwärmungs-szenario abgeschlossen
Klimaziel von der Science Based Targets initiative (SBTi) genehmigt (Bezug auf ein 1,5-°C-Erwärmungsszenario)
●
100 % Strom aus erneuerbaren Energien in eigenen Geschäftstätigkeiten
□■□
PUMA-Gruppe
□
100 % Strom aus erneuerbaren Energien in den PUMA-Unternehmen (einschließlich RECs)
100 % Strom aus erneuerbaren Energien in den PUMA-Unternehmen (einschließlich RECs)
●
25 % erneuerbare Energie in den wichtigsten Fabriken 4
■□□
PUMA, Cobra5
□
Machbarkeits-programme für Photovoltaik eingerichtet
Wichtigste Fabriken: 33,4 %
(einschließlich RECs)
●
1Alle Ziele sind absolute Ziele. Die Zielvorgaben beruhen nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Alle Ziele gelten von Januar 2020 bis Dezember 2025. Die Daten für 2025 beruhen auf Primärdaten, die von Januar bis September erhoben wurden. Die Daten für Oktober bis Dezember werden dann hochgerechnet.
2Die Ziele gelten für alle Standorte der im Geltungsbereich aufgeführten Unternehmen.
3Die PUMA-Gruppe umfasst alle PUMA-Unternehmen, einschließlich stichd und Cobra.
4Zu den wichtigsten Fabriken gehören die wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken. Die Daten aus dem Jahr 2025 stammen von den wichtigsten 79 Tier-1-Fabriken sowie den 43 wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd.
5Produkte der Marke Cobra, die von der PUMA Group Sourcing (PGS) bezogen wurden. Ausgenommen sind Teile für Golfschläger, die von Cobra PUMA Golf bezogen wurden.
Im Hinblick auf die für 2025 vorgesehenen Klimaziele wurden Maßnahmen umgesetzt, darunter die Festlegung von Zielen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unter Bezugnahme auf ein 1,5-°C-Erwärmungsszenario sowie der Einsatz erneuerbaren Stroms in den eigenen Betrieben und erneuerbarer Energien in unseren wichtigsten Fabriken der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Wir werden diese Dynamik für unsere künftigen Maßnahmen nutzen, die in der nachstehenden Tabelle Vision 2030 aufgeführt sind.
T.22Ziele und Bezugswerte der Vision 2030
Position in der Wertschöpfungskette■□□ Vorgelagert□■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert
Ziel der Vision 20301
Position 2
Geltungsbereich3
Unter-nehmens-spezifisch
Basisjahr 2025
>60 % der PUMA-Fahrzeugflotte wurde auf emissionsfreie oder -arme Fahrzeuge umgestellt4
□■□
PUMA-Gruppe
□
50 %
Angestrebt wird, dass mindestens 50 % der eingesetzten Wärme aus Biogas, Wasserstoff oder Strom bereitgestellt werden5
□■□
PUMA-Gruppe
□
Keine Nachweise vorhanden
Weiterhin 100 % Strom aus erneuerbaren Energien in eigenen Geschäftstätigkeiten
□■□
PUMA-Gruppe
□
100 %
75 % erneuerbare Energieanteile in der Fernwärme für die PUMA-Unternehmenszentrale
□■□
PUMA-Unternehmens-zentrale
□
100 %
Einsatz von über 2 MWp eigener Solarkapazität
□■□
PUMA-Gruppe
□
2 MWp
40 % erneuerbare Energie in den wichtigsten Fabriken 6
■□□
PUMA, Cobra9, stichd
□
32,3 %7
40 % Verringerung der THG-Emissionen in den wichtigsten Fabriken in eigenen Geschäftstätigkeiten (Scope 1 und 2)8
■□□
PUMA, Cobra9
□
–11,9 %7
Keine kohlebefeuerten Kessel in unseren wichtigsten Fabriken6
■□□
PUMA, Cobra9, stichd
□
6 PUMA & Cobra
4 stichd
100 % des verwendeten Polyestergewebes ist recyceltes Polyester
■□□
PUMA, Cobra9, stichd
□
82,0 % PUMA & Cobra
25,7% stichd10
30 % des für Bekleidungsprodukte verwendeten recycelten Polyestergewebes ist Faser-zu-Faser-recyceltes Polyester
■□□
PUMA, Cobra9, stichd
□
11,5 % PUMA & Cobra
6,0% stichd10
20 % des für Bekleidungsprodukte verwendeten Baumwollgewebes ist recycelte Baumwolle
■□□
PUMA, Cobra9, stichd
□
22,0 % PUMA & Cobra
3,5 % stichd10
Forschung und Investitionen in Materialoptionen der nächsten Generation mit Schwerpunktsetzung auf Schuhe
■■□
PUMA
□
Keine Forschung
1 Alle Ziele sind absolute Ziele. Nur die Treibhausgas-Emissionsreduktionsziele basieren auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere dem SBTi-Rahmenwerk. Alle Ziele gelten von Januar 2026 bis Dezember 2030. Alle Daten beruhen auf Primärdaten, die von Januar bis September erhoben wurden. Die Daten für Oktober bis Dezember werden hochgerechnet. stichd wird seine unternehmensweiten Ziele für 2030 im Jahr 2026 finalisieren.
2 Die Ziele gelten für alle Standorte der im Geltungsbereich aufgeführten Unternehmen.
3 Die PUMA-Gruppe umfasst alle PUMA-Gesellschaften, einschließlich stichd und Cobra.
4 Die Ladeinfrastruktur ist nur in ausgewählten Ländern verfügbar, die mindestens 60 % der Fahrzeugflotte von PUMA abdecken. Eine begrenzte Ladeinfrastruktur beeinflusst den Übergang zu emissionsfreien oder emissionsarmen Fahrzeugen in anderen Ländern.
5 Eine Festlegung des Basisjahres war im Jahr 2025 aufgrund unzureichender Datengranularität zum Zeitpunkt der Zieldefinition nicht möglich. Das Ziel wird im Rahmen von Vision 2030 überprüft, sobald belastbare Basisdaten vorliegen.
6 Zu den wichtigsten Fabriken gehören die wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken.
7 Die Daten aus dem Jahr 2025 stammen von den wichtigsten 79 Tier-1-Fabriken sowie den 43 wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd.
8 40 % Reduktion im Vergleich zum Basisjahr 2019 für die wichtigsten PUMA- und Cobra-Fabriken. Die dargestellten Emissionsdaten stammen aus der Tabelle der Treibhausgasemissionen in Kapitel E1-6.
9 Produkte der Marke Cobra, die von der PUMA Group Sourcing (PGS) bezogen wurden. Teile für Golfschläger, die von Cobra PUMA Golf bezogen wurden, sind ausgeschlossen.
10 Die Materialdaten umfassen den Materialverbrauch (nach Gewicht), der in Produkten sowie für Kennzeichnung und Verpackung verwendet wird. Die Daten für 2025 für PUMA, Cobra und stichd wurden in den wichtigsten sowie allen anderen 712 Tier-1- und Tier-2-Fabriken erhoben. Die Primärdaten zum Materialverbrauch wurden von Januar bis Oktober 2025 erhoben; die Daten für November und Dezember 2025 beruhen auf Schätzungen.
Die Klimaziele der Vision 2030 umfassen auch materialbezogene Zielsetzungen, da die Ausweitung des Einsatzes emissionsarmer Materialien als ein relevanter Ansatz zur Unterstützung der Dekarbonisierung betrachtet wird. Die Leistung des Jahres 2025 dient als Bezugswert für alle Ziele der Vision 2030; für 2025 waren keine konkreten Fortschritte geplant. Ob die Fortschritte mit dem geplanten Ziel übereinstimmen, wird ab 2026 analysiert.
Die PUMA-Nachhaltigkeitsziele, zu denen auch die Klimaziele gehören, werden den Lieferanten bei regionalen Lieferantengesprächen mitgeteilt. Der Stand der Zielverfolgung sowie die Umsetzung zugehöriger Richtlinien und Klimamaßnahmen werden anhand von Umweltleistungs-Scorecards erfasst, die für jede der wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken erstellt werden. Im Anschluss daran haben wir in Einzelgesprächen die Umwelt-KPIs (EKPIs) für 2024 von 61 Lieferanten überprüft und ihre zukünftigen Pläne besprochen, wie etwa eine mögliche Teilnahme an Programmen zur saubereren Produktion und zu erneuerbaren Energien. Zu den klimabezogenen KPIs der Scorecard gehörten der prozentuale Anteil der Nutzung erneuerbarer Energien und die absoluten THG-Emissionen.
Im Rahmen unserer Dekarbonisierungsstrategie und unter Bezugnahme auf das von der Science Based Targets initiative (SBTi) genehmigte Klimaziel haben wir die mögliche Integration neuer Technologien und Initiativen, wie Solarthermie und grüner Wasserstoff, in unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette geprüft. Wir haben auch Innovationen bei der Entwicklung emissionsarmer Materialien für unsere Produkte erforscht. Darüber hinaus haben wir die politischen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Beschaffungsländern bewertet und die Verabschiedung klimafreundlicher Strategien in Betracht gezogen, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern. Gegenwärtig legen wir mit unseren Zielen den Schwerpunkt auf Klimaschutz, ohne die Möglichkeit einer Entnahme von Treibhausgasen oder Emissionsgutschriften zu nutzen. Das Jahr 2017 als Basisjahr wurde hinsichtlich der Geschäftstätigkeiten als repräsentativ eingeschätzt und wies keine Temperaturanomalien auf, die den Energieverbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen hätten beeinflussen können.
T.23Treibhausgas-Reduktionsziele von PUMA unter Bezugnahme auf die SBTi-Methodik
Zielerreichung ● Erreicht ○ Teilweise erreicht
Verortung in der Wertschöpfungskette■□□ Vorgelagert □■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert
SBZ-Ziel
Position
Unter-nehmens-spezifisch
Gel-tungs-bereich
Basisjahr 2017 (tCO2e)
Ziel 2030 (tCO2e)
Ergebnis 2025 (tCO2e)
Reduzierung der absoluten THG-Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2 (marktbezogen) um 90 % bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 20171, 6
□■□
□
PUMA-Gruppe
Gesamt: 47.707
Scope 1: 7.678
Scope 2: 40.029
4.771 (-90 %)
5.438 (-89 %)
4.691 (-39 %)
747 (-98 %)
●
Senkung der absoluten Treibhausgasemissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen sowie aus vorgelagerten Transporten und Distribution um 33 % bis 2030 im Vergleich zum Basisjahr 20172, 3, 4
■□□
□
PUMA, Cobra5, stichd
Gesamt: 1.609.916
Scope 3 Kategorie 1: 1.538.846
Scope 3 Kategorie 4: 71.070
1.078.644 (-33 %)
1.263.756 (-22 %)
1.210.035 (-21 %)
53.721 (-24 %)
○
100 % Strom aus erneuerbaren Energien in den PUMA-Unternehmen
□■□
□
PUMA-Gruppe
100 %
100 %
100 %
●
1 PUMA hat keine separaten Ziele für Scope 1 und Scope 2. Das kombinierte Scope-1- und Scope-2-Ziel ist von der Science Based Target Initiative (SBTi) genehmigt, da die SBTi-Methodik keine separaten Zielsetzungen für Scope 1 und Scope 2 vorsieht. Die angegebenen Emissionsdaten stammen aus der Tabelle der Treibhausgasemissionen in Kapitel E1-6. Die in den Fußnoten dieser Tabelle aufgeführten Annahmen zu Scope-1- und Scope-2-Emissionen finden hier ebenfalls Anwendung.
2 Die Berechnungen der Treibhausgasemissionen für Scope 3, Kategorie 1, basieren auf Primärdaten zum Energieverbrauch für den Zeitraum von Januar bis September 2025 von 79 unserer wichtigsten Tier-1- und 43 unserer wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd. Die Daten für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 werden auf Basis der Daten von Januar bis September 2025 unter Anwendung von Fehler-, Trend- und Saisonalitätsanalysen hochgerechnet.
3 Scope 3 Kategorie 1 Treibhausgasemissionen für PUMA, Cobra und stichd werden auf der Grundlage von Energieverbrauchsdaten berechnet, die von den wichtigsten Fabriken erhoben wurden, und auf der Basis des Geschäftsvolumens von 2024 auf alle anderen Fabriken extrapoliert.
4 Die Berechnung von Scope 3 Kategorie 1 umfasst Treibhausgasemissionen, die mit Waren und Dienstleistungen verbunden sind, die von PUMA, Cobra und stichd im Zusammenhang mit Produkten und der dazugehörigen Verpackung bezogen wurden. Ausgenommen sind Emissionen im Zusammenhang mit anderen Waren und Dienstleistungen, die von Büros, Ladengeschäften und Lagern von stichd erworben werden.
5 Produkte der Marke Cobra, die von der PUMA Group Sourcing (PGS) bezogen wurden. Ausgenommen sind Teile für Golfschläger, die von Cobra PUMA Golf bezogen wurden.
6 In Abstimmung auf dasÜbereinkommen von Paris zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C.
Energieverbrauch und Energiemix (E1-5)
PUMA benötigt Energie, um die eigenen Büros, Ladengeschäfte und Lager, unseren Fuhrpark sowie die Produktion und den Transport von Waren zu betreiben. PUMA nutzt Energie aus Elektrizität, Erdgas und Fernwärme in seinen eigenen Betrieben und weitere Brennstoffarten (z. B. Kohle, Biomasse) in den Fabriken seiner vorgelagerten Wertschöpfungskette. Der PUMA-Fuhrpark nutzt Strom, Wasserstoff, Diesel und Benzin. Das Flugzeug von PUMA verwendet Kerosin.
Eigene Geschäftstätigkeiten
PUMA berichtet über den Energieverbrauch aller Prozesse in den eigenen Betrieben entsprechend den Scope 1- und 2-Treibhausgas-Berichtsgrenzen. PUMA verbraucht Brennstoffe als Rohstoffe für die Stromerzeugung nur in Generatoren für die Reserve-Stromerzeugung in Gebieten mit Stromausfällen (Südafrika und Ukraine). Alle energierelevanten Angaben werden als abschließende Berichtsstände ausgewiesen und bei der Aufteilung der Energiequellen in erneuerbare und nicht-erneuerbare Quellen verfolgen wir einen konservativen Ansatz. Wir verwenden Netzstrommixe von IEA (2024) gemäß unserer marktbezogenen Berichterstattung zu Scope-2-Treibhausgasemissionen.
T.24Energieverbrauch und Energiemix für unsere eigenen Geschäftstätigkeiten (in MWh) (E1-5)1
Energieverbrauch und Energiemix
2025
2024
Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleprodukten
0
0
Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölprodukten2
11.644
19.011
Brennstoffverbrauch aus Erdgas
7.877
6.378
Brennstoffverbrauch aus anderen fossilen Quellen
0
0
Verbrauch von eingekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus fossilen Quellen
6.170
4.832
Gesamtverbrauch an fossiler Energie
25.691
30.221
Anteil der fossilen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
21 %
24 %
Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen
0
0
Anteil der nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
0%
0%
Brennstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen, einschließlich Biomasse (mit industriellen und Siedlungsabfällen biologischen Ursprungs, Biogas, erneuerbarem Wasserstoff usw.)
0
0
Verbrauch von eingekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus erneuerbaren Quellen
97.923
93.663
Nutzung von Grünstromtarifen3
15.340
16.061
Nutzung von Marktinstrumenten (z. B. EACs))4
82.583
77.602
Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie ohne Brennstoffe
1.705
39
Gesamtverbrauch an erneuerbarer Energie
99.628
93.702
Anteil der erneuerbaren Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
79 %
76 %
Gesamtenergieverbrauch
125.319
123.923
1 Die Daten zum Energieverbrauch werden anhand von Primärdaten und Schätzungen erhoben. Wenn Primärdaten verfügbar sind, die nicht das gesamte Berichtsjahr abdecken, werden die Daten auf zwölf Monate hochgerechnet. Wo keine Primärdaten verfügbar sind, werden die Daten entweder auf der Grundlage von Standorten mit ähnlichen Eigenschaften oder von Durchschnittsdaten geschätzt.
2Der Kraftstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölprodukten umfasst leichtes Heizöl, das an unserem Standort zu Heizzwecken verbraucht wird, Benzin und Diesel für unseren Fuhrpark sowie Kerosin für unser Flugzeug.
3Der Grünstromtarif ist definiert als 100 % Strom aus erneuerbaren Energien, der von einem Stromanbieter bezogen wird.
4EACs stammen aus verschiedenen Standards (z. B. I-REC). Das Jahr der Stromerzeugung ist 2025. Soweit möglich, werden die Zertifikate im Inland ausgestellt. Wenn die Beschaffung im Inland nicht möglich ist, wird eine Stellvertreterlösung verwendet.
T.25Energieintensität pro Nettoumsatzerlös für die eigenen Geschäftstätigkeiten (E1-5)
2025
2024
% 2025 / 2024
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in Sektoren mit hohem Klimaeinfluss2 (in MWh)
123.319
123.923
–0,5%
Nettoumsatzerlöse aus Tätigkeiten in Sektoren mit hohem Klimaeinfluss2 (in Mio. €)
7.296
8.817
–20,8%
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in Sektoren mit hohem Klimaeinfluss pro Nettoumsatzerlös aus Tätigkeiten in Sektoren mit hohem Klimaeinfluss (in MWh/€ Mio.)
16,9
14,1
20,3%
1 Für die Energieintensitätskennzahlen des Jahres 2024 haben wir die Umsatzzahlen von PUMA United einbezogen, da aus operativer Sicht der Zähler des Energieverbrauchs auch die Energiedaten von PUMA United umfasste.
2PUMAs Geschäftstätigkeiten werden dem Abschnitt G der NACE-Klassifizierung der Wirtschaftszweige (Groß- und Einzelhandel) zugeordnet, der als besonders klimaschädliche Branche gilt.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
T.26Energieverbrauch und Energiemix für die vorgelagerte Wertschöpfungskette (in MWh) (E1-5)1
Energieverbrauch und Energiemix
2025
Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleprodukten
160.880,0
Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölprodukten2
34.834,1
Brennstoffverbrauch aus Erdgas
167.815,7
Brennstoffverbrauch aus anderen fossilen Quellen
730,6
Verbrauch von eingekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus fossilen Quellen
282.839,5
Gesamtverbrauch an fossiler Energie
647.099,8
Anteil der fossilen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
67,7 %
Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen
-
Anteil der nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
0,0 %
Brennstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen, einschließlich Biomasse (mit industriellen und Siedlungsabfällen biologischen Ursprungs, Biogas, erneuerbarem Wasserstoff usw.)
215.377,7
Verbrauch von eingekaufter oder bezogener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kälte aus erneuerbaren Quellen
56.825,2
Nutzung von Grünstromtarifen3
8.360,6
Nutzung von Marktinstrumenten (z. B. EACs)4
48.464,6
Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie ohne Brennstoffe
36.029,6
Gesamtverbrauch an erneuerbarer Energie
308.232,5
Anteil der erneuerbaren Quellen am Gesamtenergieverbrauch (%)
32,3 %
Gesamtenergieverbrauch
955.332,3
1Die Daten zum Energieverbrauch werden unter Verwendung von Primärdaten für den Zeitraum von Januar bis September 2025 von 79 unserer wichtigsten Tier-1- und 43 unserer wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd erhoben. Die Daten für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 werden auf Basis der Daten von Januar bis September 2025 unter Anwendung von Fehler-, Trend- und Saisonalitätsanalysen hochgerechnet.
2Der Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Mineralölprodukten umfasst leichtes Heizöl, schweres Heizöl, Diesel, Flüssiggas (LPG) sowie Benzin, die von Fabriken zur Energieerzeugung und für den Betrieb von Fahrzeugen vor Ort eingesetzt werden.
3Der Grünstromtarif ist definiert als 100 % Strom aus erneuerbaren Energien, der von einem Stromanbieter bezogen wird.
4EACs stammen aus verschiedenen Standards, die von Lieferanten genutzt werden (z. B. I-REC, GEC).
Erneuerbare Energien
PUMA hat den Einsatz erneuerbarer Energien in den Tier-1- und Tier-2-Fabriken bis 2025 auf 33,4 % erhöht und damit das Ziel von 25 % für 2025 übertroffen. Dies erfolgte unter anderem durch Photovoltaik-Dachinstallationen, die Umstellung von Kohle auf Biomasse, eine verbesserte Kohledatenbasis sowie den Erwerb von Energieattributzertifikaten.
stichd erreichte im Jahr 2025 einen Anteil erneuerbarer Energien von 21,4 % in den wichtigsten Tier-1- und Tier-2-Fabriken auf Basis vergleichbarer Maßnahmen sowie einer abgestimmten Datenerhebungsmethodik.
Erneuerbarer Strom
Der Anteil erneuerbaren Stroms in Tier-1- und Tier-2-Fabriken ist um 28,0 % im Jahr 2025, wobei 14,6 % über EACs bezogen wurden. Dabei entfiel auf Tier 1 ein Anteil von 28,1 % und auf Tier 2 ein Anteil von 27,9 %.
Diese Entwicklung wurde begleitet durch die für 2025 veröffentlichten Zielsetzungen, die Einbindung von Lieferanten, Photovoltaik-Dachinstallationen sowie den Erwerb von RECs. Gleichzeitig war bei Tier 2 gegenüber 2024 ein leichter Rückgang des Anteils erneuerbaren Stroms um 1,1 % zu verzeichnen, der im Zusammenhang mit einer stärkeren Nutzung von Biomasse steht. Der Anstieg des Biomasseeinsatzes um 16,3 % ging mit einem höheren Gesamtanteil erneuerbarer Energien einher, trotz des Rückgangs beim strombezogenen Anteil.
THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen (E1-6)
Da PUMA einen Anteil von 100 % oder eine Mehrheitsbeteiligung an allen seinen Tochtergesellschaften besitzt, decken die Emissionen alle Tochtergesellschaften ab. Abweichungen sind in den Fußnoten angegeben. Der Berichtsumfang der Treibhausgasemissionen, einschließlich der Emissionen aus unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, blieb im Berichtszeitraum unverändert.
T.27THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen (in tCO2e) (E1-6)1, 2
2025
2024
2017
% 2025-24
% 2025-17
Scope-1-THG-Emissionen3
Scope-1-THG-Bruottemissionen
4.691
5.950
7.678
–21 %
–39 %
Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen4 (%)
0 %
0 %
0 %
K.A.
Scope-2-THG-Emissionen3
Standortbezogene5 Scope-2-THG-Bruttoemissionen
41.807
44.715
40.029
–7 %
4 %
Marktbezogene6 Scope-2-THG-Bruttoemissionen
747
624
40.029
20 %
–98 %
Wesentliche Scope-3-THG-Emissionen
Gesamte indirekte (Scope 3) THG-Bruttoemissionen
1.515.367
1.747.053
1.767,781
–13%
–14%
1) Erworbene Waren und Dienstleistungen7
1.210.035
1.341.016
1.538.846
–10 %
–21 %
2)Investitionsgüter8
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
3) Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten)3
5.056
4.515
7.433
12 %
–32 %
4) Vorgelagerter Transport und Vertrieb9
53.721
104.481
71.070
–49 %
–24 %
5) Abfallaufkommen in Betrieben3
4.845
6.183
4.495
–22 %
8 %
6) Geschäftsreisen3
15.797
13.096
14.394
21 %
10 %
7) Pendelnde Arbeitnehmer10
29.532
33.166
20.234
–11 %
46 %
8) Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter3
14.988
13.557
5.276
11 %
184 %
9) Nachgelagerter Transport8
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
10) Verarbeitung verkaufter Produkte8
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
11) Verwendung verkaufter Produkte11
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
12) Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer3
152.083
175.349
79.909
–13 %
90 %
13) Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter8
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
14) Franchises3
29.310
55.690
26.124
–47 %
12 %
15) Investitionen8
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
K.A.
THG-Gesamtemissionen
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen)
1.561.866
1.797.718
1.815.488
–13 %
–14 %
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen)
1.520.806
1.753.627
1.815.488
–13 %
–16 %
1PUMAs THG-Berichterstattung entspricht dem GHG Protocol Corporate Accounting Standard und dem Reporting Standard (Version 2004 und 2015). Flüchtige Emissionen (Emissionen aus unbeabsichtigten Freisetzungen oder Leckagen) werden an den größten Standorten global erfasst und den Scope-1-Emissionen zugeordnet.
2PUMA verwendet Emissionsfaktoren aus international anerkannten Quellen. Für die durch den Stromverbrauch verursachten Emissionen werden Emissionsfaktoren der Internationalen Energieagentur (IEA) (2022) verwendet. Es werden Emissions- und Umrechnungsfaktoren von DEFRA (2024) für die Verbrennung von stationären und mobilen Brennstoffen verwendet. Emissionsfaktoren aus der GaBi-Datenbank von Sphera (2025) werden für Emissionen aus Materialien, Abfällen und dem Ende des Lebenszyklus verwendet. Die verwendeten Emissionsfaktoren berücksichtigen die relevanten Treibhausgase (CO2, CH4, N2O, HFCs, PFCs, SF6, NF3).
3Daten zu Scope 1, Scope 2 und Scope 3 der Kategorien 3, 5, 6, 8, 12 und 14 von Treibhausgasemissionen werden anhand von Primärdaten aus dem eigenen Betrieb und Schätzungen erhoben. Wenn Primärdaten verfügbar sind, die nicht das gesamte Berichtsjahr abdecken, werden die Daten auf zwölf Monate hochgerechnet. Wo keine Primärdaten verfügbar sind, werden die Daten entweder auf der Grundlage von Standorten mit ähnlichen Eigenschaften oder von Durchschnittsdaten geschätzt.
4Wir nutzen das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) nicht.
5Eine standortbezogene Methode spiegelt die durchschnittliche Emissionsintensität der Netze wider, in denen der Energieverbrauch stattfindet.
6Eine marktbezogene Methode spiegelt die Emissionen aus Stromverbrauch wider, für die sich die Unternehmen bewusst entschieden haben. Sie leitet Emissionsfaktoren aus vertraglichen Instrumenten ab, zu denen alle Arten von Verträgen zwischen zwei Parteien über den Kauf und Verkauf von Energie gehören, gebündelt mit Attributen über die Energieerzeugung, oder für ungebündelte Attributansprüche. PUMA hat derartige Energie-Attribut-Zertifikate im Jahr 2025 gekauft (siehe Energieverbrauchstabelle für unsere eigene Geschäftstätigkeit).
7Die Treibhausgasemissionen der Scope-3-Kategorie 1 umfassen Emissionen aus den Stufen Tier 1 bis Tier 4. Die Emissionen von Tier 1 und Tier 2 werden anhand des Primärenergieverbrauchs der wichtigsten Fabriken und unter Anwendung der Emissionsfaktoren von IEA und DEFRA berechnet und dann auf alle Fabriken auf der Grundlage des Beschaffungszeitraums 2024 hochgerechnet. Die Primärdaten zum Energieverbrauch werden für den Zeitraum von Januar bis September 2025 von 79 unserer wichtigsten Tier-1- und 43 unserer wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd erhoben. Die Daten für den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 werden auf Basis der Daten von Januar bis September 2025 unter Anwendung von Fehler-, Trend- und Saisonalitätsanalysen hochgerechnet. Die Emissionen der Tiers 3 und 4 werden mittels eines Ansatzes zur Lebenszyklusbewertung auf Basis der Materialverbrauchsdaten des Jahres 2025 geschätzt; dabei werden Emissionsfaktoren aus der GaBi-Datenbank von Sphera sowie dem Higg MSI angewendet.
8Die als nicht zutreffend aufgeführten Scope-3-Kategorien werden als nicht wesentlich für unsere gesamten Treibhausgasemissionen angesehen.
9Die Daten zu Scope 3 Kategorie 4 basieren auf Daten zu ein- und ausgehenden Transporten und verwenden Emissionsfaktoren von EcoTransIT. Alle Transporte zu den Kunden werden als von PUMA bezahlt betrachtet und daher in Kategorie 4 statt in Kategorie 9 erfasst.
10Die Daten zu Scope 3 Kategorie 7 basieren auf einer globalen Umfrage zu den Pendelgewohnheiten von Arbeitnehmer*innen, die in den Jahren 2022 (für das Vorjahr) und 2025 (für Daten des Jahres 2025) durchgeführt wurde.
11PUMA verursacht in der Nutzungsphase keine direkten Emissionen. PUMA verursacht indirekte Emissionen in der Nutzungsphase durch das Waschen seiner Produkte. Da die Berichterstattung über Emissionen aus der indirekten Nutzungsphase im Rahmen des Treibhausgasprotokolls fakultativ ist, geben wir diese Kategorie als nicht zutreffend an.
T.28Treibhausgasintensität pro Nettoumsatzerlös1 (in tCO2e/Mio. €) (E1-6)
2025
2024
2017
% 2025/24
% 2025/17
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) pro Nettoumsatzerlös
214,1
203,9
401,7
5,0 %
–46,7 %
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) pro Nettoumsatzerlös
208,4
198,9
407,6
4,8 %
–48,9 %
1Der Nettoumsatzerlös, wie er im Kapitel „Umsatzerlöse“ im Jahresabschluss von PUMA ausgewiesen ist. Für die Berechnung der THG-Intensitätskennzahlen im Jahr 2024 umfasst der Umsatz-Nenner auch die Umsatzzahlen von PUMA United, da deren Treibhausgasemissionen im Gesamtwert der THG-Emissionen von PUMA enthalten sind (ohne wesentliche Auswirkungen.
Eigene Geschäftstätigkeit
Im Jahr 2025 lagen die Scope-1-Treibhausgasemissionen um 21% niedriger. Dies ist hauptsächlich auf den Verkauf unseres PUMA-Flugzeugs im Jahr 2025 zurückzuführen. Unsere marktbezogenen Scope-2-Treibhausgasemissionen lagen um 20% höher. Insgesamt wurde im Vergleich zum Basisjahr 2017 für die Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen eine Verringerung von 89% ausgewiesen. Damit nähert sich der ausgewiesene Wert der für 2030 vorgesehenen Zielgröße von 90%.
T.29THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1 und 2 3 sowie THG-Emissionen nach Standorttyp (in tCO2e) (E1-6)
2025
2024
Scope-1-THG-Emissionen
Markt-bezogene Scope-2-THG-Emissionen
Standort-bezogene Scope-2-THG-Emissionen
Scope-1-THG-Emissionen
Markt-bezogene Scope-2-THG-Emissionen
Standort-bezogene Scope-2-THG-Emissionen
Büro- und Ausstellungsräume
2.605
538
6.045
2.515
451
7.579
Ladengeschäfte
1.190
118
33.186
823
77
33.561
Lager
416
92
1.632
357
97
2.298
Industriestandort
6
0
944
5
0
1.276
Flugzeug
474
0
0
2.250
0
0
Gesamt
4.691
747
41.807
5.950
624
44.715
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Scope 3 Kategorie 1
Die Scope-3-Emissionen der Kategorie 1 umfassen die Treibhausgasemissionen von PUMA, Cobra und stichd. Sowohl stichd als auch Cobra sind hundertprozentige Tochtergesellschaften von PUMA, und ihre Treibhausgasemissionen sind in PUMAs genehmigten SBT enthalten. Die Scope-3-Emissionen von PUMA United, einem Joint Venture zwischen PUMA und United Legwear, sind jedoch von der Berichterstattung für 2025 ausgeschlossen. Die von PUMA United verkauften Produkte werden von United Legwear und seinen Lieferanten hergestellt, transportiert und gelagert. Folglich sind die Scope-3-Emissionen der Kategorien 1 und 4 aus den von PUMA United verkauften Waren nicht enthalten. Darüber hinaus machen die Emissionen von PUMA United weniger als 5 % der gesamten Scope-3-THG-Emissionen aus und fallen daher nicht unter das von SBTi genehmigte Ziel. Die Scope-3-Emissionen der Kategorie 1 von stichd für das Jahr 2017 wurden auf Basis der Treibhausgasintensität im Verhältnis zum Umsatz geschätzt.
Von 2017 bis 2025 haben PUMA, Cobra und stichd die Scope-3-Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen um 21,4 % reduziert. Im Jahr 2024 haben wir für unsere Lieferanten interne Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aufgeschlüsselt nach Tier und Ländern sowie Ziele für weniger CO2-intensive Materialien bis 2030 festgelegt. Diese Maßnahmen werden die Dekarbonisierungsbemühungen beschleunigen und uns helfen, unsere von der SBTi genehmigten Ziele bis 2030 zu erreichen.
G.20THG-EMISSIONEN SCOPE 3 KATEGORIE 1 NACH QUELLE
Lieferanten-CO2-Fußabdruck
Textilien aus Tier-2-Fabriken weisen die höchsten Emissionen unter den Produktbereichen auf und sollten bei der Dekarbonisierung Vorrang haben. Diese Dekarbonisierungsmaßnahmen umfassen unter anderem die schrittweise Reduzierung des Kohleeinsatzes, eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen, die Verbesserung der Energieeffizienz im Rahmen von Programmen zur saubereren Produktion sowie die Hinwendung zu emissionsarmen Alternativen für die thermische Energieversorgung. Im Anschluss an Tier-2-Textilien rückt die Tier-1-Schuhproduktion in den Fokus. In der Branche besteht weiterer Erkenntnisbedarf dazu, inwieweit die Modernisierung der Schuhherstellung zur Dekarbonisierung beitragen kann, da sich die meisten bisherigen Beispiele auf den Textilsektor beziehen.
G.21THG-BEITRAG NACH PRODUKTBEREICHEN
Reduzierung des Kohleeinsatzes
Wir haben uns verpflichtet, die kohlebefeuerten Heizkessel unserer wichtigsten Tier-1- und -2-Fabriken bis 2025 schrittweise abzuschaffen. Im Jahr 2022 ermittelten wir 21 PUMA-Fabriken mit kohlebefeuerten Kesseln, die sich bis 2025 aufgrund von Überarbeitungen der Kernfabrikliste auf 14 reduziert haben. Acht Fabriken haben den Einsatz von Kohle eingestellt, vier haben den Kohleeinsatz teilweise ersetzt, und zwei planen einen entsprechenden Übergang. Aufgrund von Herausforderungen werden vier Fabriken ihren Ausstieg bis 2030 verlängern. Wir verfolgen weiterhin die Fortschritte und arbeiten mit dem UN Fashion Charter zusammen, um diesen Übergang zu beschleunigen.
G.22Reduzierung des Kohleeinsatzes
Wir haben damit begonnen, den Kohleverbrauch in den wichtigsten Fabriken von stichd im Jahr 2025 zu verfolgen, und dabei festgestellt, dass derzeit vier Fabriken kohlebefeuerte Heizkessel verwenden. Wir planen, mit diesen Fabriken zusammenzuarbeiten, um die Kohlenutzung bis 2030 zu beenden.
Rohstoff-CO2-Fußabdruck
Wir messen den CO2-Fußabdruck, um zu verstehen, wie jedes Material zu unseren Gesamtemissionen beiträgt. Im Jahr 2025 werden wir diese Analyse weiter nach Produktbereichen aufschlüsseln, um die größten Auswirkungen zu verstehen. Beim Vergleich der Rohstoffe nach ihrer Kohlenstoffintensität weisen Leder (8,3 CO₂e/kg), Nylon (7,5 CO₂e/kg) und Polyurethan (5,0 CO₂e/kg) höhere CO₂e-Intensitäten auf. Weitere wesentliche Materialien weisen eine geringere Intensität auf, darunter Polyester (1,4 CO2e/kg), Baumwolle (1,2 CO2e/kg), EVA (2,6 CO2e/kg) und Kautschuk (2,3 CO2e/kg). Diese Einordnung dient als Grundlage, um Überlegungen zum Einsatz emissionsärmerer Materialien sowie zur Ableitung künftiger Innovationsschwerpunkte zu unterstützen.
G.23THG-EMISSIONEN SCOPE 3 KATEGORIE 1 NACH ROHSTOFFEN (tCO2e)
Biogene Emissionen
PUMA berechnet seine biogenen Emissionen, um die Treibhausgasemissionen aus der Verbrennung von Biomasse durch unsere Fabriken zu verstehen, da einige von ihnen die Kohlenutzung einstellen und hauptsächlich Biomasse verwenden.
Die Ergebnisse zeigen, dass die biogenen Emissionen hauptsächlich aus dem Biomasseverbrauch von Tier-2-Fabriken stammen (92,5 %), während Tier-1-Fabriken nur 7,5 % beitragen. Wir haben festgestellt, dass biogene Emissionen 9,5 % von PUMAs gesamten Scope-3-Kategorie-1-Emissionen ausmachen.
T.30Biogene Emissionen Scope-3 Kategorie-1 (in tCO2e) (E1-6)1
2025
Tier 1
8.617,9
Tier 2
106.035,0
Gesamt
114.652,9
1Die biogenen Emissionen werden auf der Grundlage des Biomasseverbrauchs der wichtigsten Fabriken berechnet und auf alle anderen Fabriken extrapoliert, basierend auf dem Geschäftsvolumen von 2024.
Schätzung der FLAG-Emissionen
PUMA bewertete die Emissionen aus den Bereichen Forstwirtschaft, Landnutzung und Landwirtschaft (FLAG) unter Berücksichtigung der Anforderungen der SBTi. Da die FLAG-Emissionen mit 9,6% im Jahr 2025 unter dem Schwellenwert von 20% liegen, entfällt die Verpflichtung für PUMA, separate FLAG-Ziele festzulegen. Leder machte 75,4% der FLAG-Emissionen aus, gefolgt von Baumwolle (13,0%), Papier/Karton (8,6%), Kautschuk (1,3%) sowie sonstigen Materialien (1,7%).
Scope 3 Kategorie 4
Die Scope-3-Emissionen der Kategorie 4 aus dem Warentransport lagen im Jahr 2025 um 24,4% unter dem Niveau des Basisjahres 2017; dies stand im Zusammenhang mit einem geringeren Gesamttransportvolumen. Unser Fokus lag auf der Luftfracht, deren Anteil im Zeitraum von 2019 bis 2025 von 3% auf unter 1% zurückging. Im Rahmen mehrerer Kooperationen wurden zudem Pilotprojekte für den ausgehenden Transport mit HVO- und elektrisch betriebenen Fahrzeugen initiiert.
Entnahme von Treibhausgasen und Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate (E1-7)
Wir planen, 5-10 % der verbleibenden Emissionen zur Erreichung unseres Netto-Null-Ziels im Jahr 2050 durch Treibhausgas-Ausgleiche und -Entnahmen zu neutralisieren. Wir setzen in unserer Wertschöpfungskette derzeit keine Methoden zur Beseitigung oder Speicherung von Treibhausgasen ein und finanzieren auch keine Reduktionen oder Beseitigung von Treibhausgasen aus Projekten zur Eindämmung des Klimawandels außerhalb unserer Wertschöpfungskette durch Emissionsgutschriften. Folglich sind diese Anforderungen für PUMA nicht wesentlich.
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