Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (IRO-1)
Während der doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben wir die Auswirkungen der Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft in unserer Wertschöpfungskette und für unsere Produkte bewertet. Wir haben Branchenrisiken wie Rohstoff-, Energie- und Wasserknappheit analysiert. Themen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislauffähigkeit wurden mit der gleichen Methodik wie im Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO-1) als wesentlich eingestuft, und es gab bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse keine Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften.
Der primäre Ressourcenzufluss für PUMA-Produkte sind Rohstoffe. Einer der wichtigsten Ressourcenzuflüsse von PUMA ist Energie, die als wesentliches Thema identifiziert und über die im Abschnitt E1 Klimawandel berichtet wird. Über den Einsatz von Chemikalien und den Wasserverbrauch wird in den Abschnitten E2 Umweltverschmutzungund E3 Wasser und Meeresressourcen berichtet, und die Auswirkungen unseres Rohstoffeinsatzes auf die biologische Vielfalt werden im Abschnitt E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme offengelegt. Dieser Abschnitt über die Ressourcenzuflüsse konzentriert sich ausschließlich auf die in PUMA-Produkten verwendeten Materialien und das Produktdesign.
Haupterzeugnisse der Wertschöpfungskette von PUMA sind unsere Produkte (Schuhe, Bekleidung und Accessoires) sowie deren Verpackung. Sonstige Erzeugnisse, Abfälle aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit und Vorverbrauchsabfälle in der vorgelagerten Wertschöpfungskette werden im Abschnitt Ressourcenabflüsse ausgewiesen, während die Wasserverschmutzung im Abschnitt E2 Umweltverschmutzung zu finden ist.
Eigene Geschäftstätigkeit
Ressourcenzu- und -abflüsse sind wesentliche Themen für PUMAs eigene Geschäftstätigkeit. Durch die Integration von Ökodesign-Prinzipien wie Haltbarkeit, Modularität und Wiederverwertbarkeit kann PUMA die Lebensdauer seiner Produkte verlängern, Abfälle und Emissionen reduzieren und gleichzeitig die mit der Ressourcennutzung verbundenen finanziellen und regulatorischen Risiken mindern.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Ressourcenzu- und -abflüsse sind wesentliche Themen für PUMAs vorgelagerte Wertschöpfungskette. Die unsachgemäße Entsorgung von Textilabfällen kann der Umwelt schaden, während Kreislaufverfahren wie das Textilrecycling dazu beitragen, Deponieabfälle und die Abhängigkeit von neuen Materialien zu verringern und damit Markt- und Regulierungstrends unterstützen. Im Gegensatz dazu werden die Ressourcenzuflüsse, mit Ausnahme des Energie- und Wasserverbrauchs, der in den Abschnitten E1 Klimawandel und E3 Wasser- und Meeresressourcen behandelt wird, nicht als Rohstoffzuflüsse betrachtet, da PUMA keinen unmittelbaren Einfluss auf die Rohstoffgewinnung hat. Die Umweltauswirkungen der Faserproduktion werden stattdessen durch Angaben zur biologischen Vielfalt unter E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme berücksichtigt.
Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Ressourcenabflüsse sind für PUMAs nachgelagerte Wertschöpfungskette aufgrund der mit der Produktentsorgung verbundenen Umweltauswirkungen von großer Bedeutung, insbesondere wenn die Artikel verbrannt oder auf Deponien entsorgt werden. Dabei können Treibhausgase, Mikroplastik und andere Schadstoffe in Luft, Wasser und Boden gelangen und so zum Klimawandel und zur Schädigung der Ökosysteme beitragen. Ressourcenzuflüsse sind für die nachgelagerte Wertschöpfungskette nicht von Bedeutung, da PUMA während der Produktnutzung oder am Ende der Produktlebensdauer keine neuen Ressourcen verbraucht.
T.43Wesentliche Auswirkungen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (IRO-1)
Position in der Wertschöpfungskette ■□□ Vorgelagert □■□ Eigene Geschäftstätigkeiten □□■ Nachgelagert
Der Zeithorizont wird für potenzielle Auswirkungen angegeben. Wenn die Auswirkung tatsächlich eintritt, ist sie mit ● markiert
Wesentliches Thema
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen
Zeithorizont
Position
Beispielhafte (Abhilfe-)Maßnahmen
Ressourcen-zuflüsse
POSITIVE AUSWIRKUNGEN
Kreislauffähigkeit: Weniger Deponieabfälle und eine geringere Nachfrage nach Primärfasern führen zu einer Schonung der natürlichen Ressourcen und einer geringeren Umweltbelastung, was sich langfristig positiv auf die Ökosysteme auswirkt
●
■□□
• Umsetzung von Richtlinien: Durchsetzung der Umsetzung der Richtlinien zu den Themen Umwelt, Kreislauffähigkeit und biologische Vielfalt
• Beschaffungsstrategie: Umsetzung einer verantwortungsvollen Rohstoffbeschaffung
• Festlegung von Zielen und KPIs: Durch eine bessere Umsetzung der Strategien und Berücksichtigung von Kriterien für kreislauforientiertes Design mit Schwerpunkt auf Wiederverwertbarkeit und Haltbarkeit
NEGATIVE AUSWIRKUNGEN
Umweltauswirkungen der zugeführten Materialien: Die Herstellung natürlicher und synthetischer Fasern kann die biologische Vielfalt und die Ökosysteme erheblich schädigen. Der Anbau von Naturfasern ist häufig mit Praktiken wie Monokulturen, dem Einsatz von Chemikalien und Entwaldung verbunden, während die Herstellung von Kunstfasern energieintensiv ist und zur Verunreinigung von Luft, Wasser und Boden beiträgt, einschließlich der Freisetzung von Mikroplastik. Diese Auswirkungen treten bei der Faserverarbeitung auf, wo unkontrollierte Emissionen und Schwebstoffe die Umweltqualität weiter beeinträchtigen
●
■□□
FINANZIELLE RISIKEN
Finanzielle Risiken: Unternehmen können finanziellen Risiken durch behördliche Strafen oder öffentliche Reaktionen drohen, wenn während der Materialproduktion negative Auswirkungen auftreten. Lineare Geschäftsmodelle können hingegen aufgrund ineffizienter Ressourcennutzung und Abfallbewirtschaftung zu höheren Kosten führen.
①❺❿
■□□
• Rücknahme- und Recyclingsysteme: Arbeit an der Rücknahme von Altprodukten und deren Verwertung in Recyclingsystemen
• Textil-zu-Textil-Programm: Recycling aus Alttextilien, die in den Produkten wie RE:FIBRE verwendet werden
Regulatorische Risiken: In der EU werden immer strengere Vorschriften wie die Ökodesign-Verordnung (ESPR), das CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM) und die obligatorische Umweltkennzeichnung eingeführt. Unternehmen, die diese Vorschriften nicht einhalten, drohen Geldstrafen, höhere Kosten für die Einhaltung der Vorschriften und sogar Beschränkungen des Marktzugangs, insbesondere für Produkte mit hohen Umweltauswirkungen
①❺❿
■□□
FINANZIELLE CHANCEN
Marktverschiebungen hin zu recycelten Materialien: Der weltweite Trend zu recycelten Materialien bietet finanzielle Chancen für Unternehmen, da sie die Abhängigkeit von teuren Primärrohstoffen verringern, die Risiken im Zusammenhang mit der Einhaltung von Umweltvorschriften reduzieren und sich an der Nachfrage der Verbraucher*innen orientieren, die Produkte aus zertifizierten recycelten Materialien bevorzugen, was letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt verbessert.
①❺❿
■□□
Ressourcen-abflüsse
POSITIVE AUSWIRKUNGEN
Längere Produktlebensdauer: Das Ökodesign fördert die Kreislauffähigkeit durch die Nutzung langlebiger und modularer Materialien und ein emotionales Haltbarkeitskonzept, das die Produktlebensdauer verlängert und die Wiederverwertbarkeit verbessert. Das wiederum reduziert den Ressourcenverbrauch, den Abfall und die Umweltverschmutzung und trägt somit zum Schutz der Ökosysteme und zur Senkung der Kohlenstoffemissionen bei
●
□■□
• Forschung zu biologisch abbaubaren Polymeren: Förderung von Innovationen bei biologisch abbaubaren Materialien zur Minimierung der langfristigen Umweltauswirkungen
• Optimierung: Optimierung der Produktionsprozesse, um Abfall zu reduzieren, z. B. durch moderne Schneidetechnik
• Zielvorgaben für recyceltes Material: Festlegung von Zielen für Materialien, einschließlich Verpackungen
• Abfallentsorgung: Sicherung von Standards für die Abfallentsorgung in Produktionsbetrieben, einschließlich der Abfalltrennung und der Vertragsverwaltung mit Abfallverwertern
NEGATIVE AUSWIRKUNGEN
Umweltauswirkungen: Es besteht die Möglichkeit, dass nach der Produktion anfallende Materialabfälle und gebrauchte Produkte am Ende ihrer Lebensdauer verbannt oder auf Deponien entsorgt werden, was negative Auswirkungen auf die Umwelt hat. Bei der Verbrennung werden Treibhausgase und giftige Schadstoffe freigesetzt, während bei der Zersetzung von Naturfasern auf Mülldeponien Methan freigesetzt wird. Beide Entsorgungsmethoden tragen zur Verunreinigung von Luft, Wasser und Boden bei und schaden letztlich den Ökosystemen und der öffentlichen Gesundheit
●
■□■
FINANZIELLE RISIKEN
Regulatorische Risiken: Geplante Verordnungen wie die überarbeitete Abfallrichtlinie und die ESPR bergen finanzielle Risiken für Unternehmen, da sie durch verpflichtende Gebühren für die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und Anforderungen wie digitale Produktpässe für die Kreislaufwirtschaft zu Kostensteigerungen führen und sich auf die Einhaltung der Vorschriften und die Betriebskosten auswirken können
①⑤❿
□■□
Strategie
PUMAs Strategie für Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft konzentriert sich auf die Beschaffung zertifizierter und recycelter Materialien, die Verbesserung der Ressourceneffizienz und die Förderung von Kreislaufverfahren wie Recycling und Wiederverwendung in der gesamten Wertschöpfungskette. Das Unternehmen ist bestrebt, Abfälle zu minimieren, die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern und Initiativen zum Schutz der Umwelt zu fördern.
Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (E5-1)
Der Vorstand ist für die Genehmigung und Umsetzung des Kreislaufwirtschaftskonzepts verantwortlich. Das Konzept wurde mit internen Stakeholdern abgestimmt und von einer externen Organisation, die sich mit Kreislaufwirtschaft befasst, überprüft. Unser Konzept ist für potenziell betroffene Stakeholder öffentlich zugänglich und soll den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, einem verantwortungsbewussten Konsum und einer verantwortungsvollen Produktion unterstützen und einen Beitrag zu den SDGs leisten. Verschiedene Abteilungen betreuen die Umsetzung des Konzepts und berichten dem Vorstand und dem Führungsteam regelmäßig über die Fortschritte.
PUMAs Kreislaufwirtschaftskonzept beschreibt unser Engagement für die Förderung der Kreislaufwirtschaft in der Wertschöpfungskette und steht im Einklang mit der Abfallhierarchie: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung und Entsorgung. Indem PUMA die Prinzipien des kreislauforientierten Designs bei der Herstellung langlebiger, reparierbarer und haltbarer Produkte berücksichtigt, trägt das Unternehmen zur Abfallvermeidung bei und bereitet die Wiederverwendung vor. Die Verwendung von mehr recycelten Materialien in unseren Produkten und unsere Rücknahmesysteme sind unsere wesentlichen Maßnahmen im Bereich Recycling. Wir kümmern uns auch um andere Arten der Rückgewinnung, indem wir das Wasserrecycling in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette fördern, während unsere Verpflichtung, Deponieabfälle zu vermeiden, den Entsorgungsaspekt der Abfallhierarchie erfüllt. Das Konzept beinhaltet jedoch keine detaillierten quantitativen Ziele und spezifischen Verfahren für die einzelnen Stufen der Abfallhierarchie, insbesondere im Hinblick auf die Bewirtschaftung von Restmüll zur Entsorgung.
Maßnahmen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (E5-2)
Die nachstehend beschriebenen Maßnahmen werden bereits umgesetzt, mit Ausnahme der Prinzipien des kreislauforientierten Designs. Spezifische Maßnahmen und Zeitrahmen für diese Prinzipien werden im Einklang mit den geplanten EU-Anforderungen festgelegt.
Textil-zu-Textil-Recycling
Um Textilabfälle in unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette zu vermeiden und die Abhängigkeit von neuen Rohstoffen und gebrauchten PET-Flaschen zu verringern, haben wir unser RE:FIBRE Textil-zu-Textil-Recyclingprogramm erweitert. Polyester, das von uns am meisten verbrauchte technische Material, wird durch chemisches und/oder mechanisches Recycling von Textilabfällen und unverkäuflichen Polyesterartikeln zu neuen Textilien recycelt. Wir arbeiten mit Fußballvereinen wie Manchester City oder Borussia Dortmund zusammen und sammeln gebrauchte Polyesterprodukte in Fanshops. Im Jahr 2025 haben wir RE:FIBRE auf die Trikots aller großen Fußballvereine und -verbände ausgeweitet und damit auf über 9 Millionen Stück skaliert.
Eigene Geschäftstätigkeit
PUMA setzt verschiedene Initiativen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft um. Durch Partnerschaften versucht PUMA, die Materialeffizienz zu verbessern und Abfall zu reduzieren.
Innovation
Anfang 2025 hat PUMA eine mehrjährige Zusammenarbeit mit RE&UP eingeleitet, um kreislauforientierte Textillösungen weltweit zu etablieren. Aufbauend auf PUMAs RE:FIBRE-Programm wird die Partnerschaft Recyclingtechnologie einsetzen, um Textilabfälle, einschließlich komplexer Fasermischungen, in recycelte Baumwollfasern und Polyesterchips umzuwandeln und auf diese Weise die Abhängigkeit von neuem und aus Flaschen recyceltem Polyester zu verringern.
Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)
Die EU hat eine verbindliche EPR für Textilien bis 2025 vorgeschlagen, die eine getrennte Sammlung und erhebliche Bemühungen für das Recycling oder die Wiederverwendung vorsieht. PUMA hat sich 2025 an EPR-Programmen für Verpackungen und Produkte in europäischen Ländern wie Deutschland und den Niederlanden beteiligt.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Durch die Einbindung der Lieferanten und strengere Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit möchte PUMA zum Umweltschutz beitragen und Fortschritte auf dem Weg zur Kreislauffähigkeit erzielen.
Abfallbewirtschaftung
Die von der Global Fashion Agenda (GFA) und der GIZ ins Leben gerufene Circular Fashion Partnership koordiniert Marken, Hersteller, Sammler, Sortierer und Textilrecycler, um gemeinsam Textilabfälle zu trennen, digital zu verfolgen und zu neuen Produkten zu recyceln. PUMA hat sich diesem Programm 2024 in Vietnam und Kambodscha angeschlossen und sich weiterhin in 2025 beteiligt.
Herkunftsländer
PUMA dokumentiert die Herkunftsländer von Leder und Baumwolle, um mögliche Risiken für die Umwelt und die Menschenrechte zu erkennen. Im Jahr 2025 haben wir etwa 28,7 Tausend Tonnen Baumwolle bezogen, davon 77,4% aus den USA, Brasilien und Indien. Wir streben an, dass die gesamte Baumwolle zertifiziert oder recycelt ist. Wir haben etwa 7,5 Tausend Tonnen Leder bezogen, davon 91,5 % aus den USA und aus Argentinien. Während die Rückverfolgbarkeit von Wildleder aufgrund von Zwischenhändlern aufwändiger ist, überwachen wir die Rückverfolgbarkeit der Gerbereien, die mit einer LWG-Medaille ausgezeichnet sind. Diese Angaben zum Materialverbrauch und zum Herkunftsland beziehen sich nur auf PUMA und schließen stichd aus.
Nachgelagerte Wertschöpfungskette
Rücknahmesysteme
PUMA hat in ausgewählten Märkten wie den USA, Großbritannien, China, Indien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Australien Rücknahmesysteme eingeführt. Mit den Systemen wird das Sammeln gebrauchter Textilien und Schuhe gefördert, und ausgewählte Artikel können über externe Partner, u. a. im Rahmen des RE:FIBRE-Programms, dem Recycling oder der Wiederverwendung zugeführt werden. Diese Initiativen tragen zur Auswertung und Entwicklung kreislauforientierter Lösungen in verschiedenen Märkten bei.
Zudem beteiligten wir uns an einem Rücknahmeprojekt für Schuhe gemeinsam mit dem Schuh-Recycling-Unternehmen FastFeedGrinded. Im Rahmen dieser Initiative wurden 5.000 PUMA-Schuhe von FastFeedGrinded in den Niederlanden verkauft und später wieder eingesammelt und recycelt, um die Materialien zurückzugewinnen und wiederzuverwenden.
Kommunikation mit den Verbraucher*innen
Unsere Kommunikationsstrategie definiert PUMAs Markenpositionierung zum Thema Kreislauffähigkeit und skizziert die Verhaltensweisen, die wir bei unseren Verbraucher*innen fördern wollen. Wir stellen den Verbraucher*innen Pflege- und Reparaturrichtlinien zur Verfügung, um die Lebensdauer ihrer Produkte zu verlängern. Diese beschreiben die häufigsten Gründe für das Wegwerfen von Sportbekleidung und geben Tipps, um dies zu verhindern.
Produkte aus recyceltem oder zertifiziertem Material
Wir konzentrieren uns auf die Beschaffung von zertifizierten oder recycelten Rohstoffen gemäß den Branchenstandards und Zertifizierungssystemen für Baumwolle, Polyester, Leder und Pappe, um die Umweltauswirkungen unserer Produkte zu reduzieren. Einzelheiten zu den Auswirkungen und Zielen im Bereich der biologischen Vielfalt werden in E4 Biologische Vielfalt erläutert.
Um festzustellen, ob ein Produkt einen hohen Anteil an zertifizierten oder recycelten Rohstoffen enthält, haben wir den PUMA S-Index entwickelt. Bei Bekleidung und Accessoires entspricht ein Produkt dem PUMA-S-Index, wenn es gewichtsmäßig mindestens 50 % zertifizierte oder recycelte Materialien enthält. Bei Schuhen muss einer oder mehrere Hauptbestandteile aus solchen Materialien sein.
Kennzahlen und Ziele (MDR-M, MDR-T, E5-3)
In unserer vom Vorstand genehmigten Strategie Vision 2030 haben wir uns freiwillig neue Ziele in fünf Bereichen der Kreislauffähigkeit gesetzt, die zwischen 2025 und 2030 erreicht werden sollen. Diese Bereiche befassen sich mit den IROs, die als wesentlich für unser Geschäft identifiziert wurden, und helfen uns, unser Kreislauffähigkeitskonzept umzusetzen, indem wir Verantwortung für unsere Produkte nach deren Nutzung übernehmen oder die Abhängigkeit von neuen Rohstoffen durch den verstärkten Einsatz von recycelten Materialien verringern. Die Erreichung der Ziele wird jährlich durch Material- und Produktberichte, Dashboards oder interne Kommunikation überwacht.
Die Einbeziehung der Interessenträger war Teil der Zielermittlung für jeden wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekt. PUMA hat Wesentlichkeitsanalysen und Konsultationen der Stakeholder durchgeführt, darunter Dialoge mit Lieferanten, Nichtregierungsorganisationen (NGO), Branchenexpert*innen und Investor*innen, um Feedback einzuholen und die Ziele zu präzisieren, damit sichergestellt werden kann, dass sowohl interne Prioritäten als auch externe Perspektiven berücksichtigt werden. Unsere Zielvorgaben für die Kreislauffähigkeit umfassen die Produktionsphase (Verwendung von Recyclingmaterial), die Nutzungsphase (Haltbarkeit) und das Ende der Lebensdauer (Rücknahme und Recycling). Die Ziele im Zusammenhang mit den Zuflüssen beziehen sich auf den Recyclingaspekt der Abfallhierarchie, indem die Verwendung von Recyclingmaterial in Produkten und Verpackungen erhöht wird. Die Ziele im Zusammenhang mit den Ressourcenabflüssen beziehen sich auf die Aspekte Vermeidung, Recycling und Entsorgung der Abfallhierarchie, indem Deponieabfälle minimiert und vor und nach dem Gebrauch anfallende Abfälle recycelt werden.
T.4410FOR25-Ziele und Performance
Zielerreichung ● Erreicht ○ Teilweise erreicht
Position in der Wertschöpfungskette■□□ Vorgelagert□■□ Eigene Geschäftstätigkeit □□■ Nachgelagert
10FOR25-Ziel1
Position2
Gel-tungs-bereich
Unterneh-mens-spezifisch
Basisjahr 2020
Ergebnis 2025
75 % recyceltes Polyester bei Bekleidung und Accessoires
■□□
PUMA, Cobra3
□
16,7 % recyceltes Polyester
89,0 % recyceltes Polyester bei Bekleidung und Accessoires
82,0 % recyceltes Polyester in allen Produktbereichen4
●
90 % der Bekleidung und Accessoires mit zertifizierten oder recycelten Materialien (mindestens 50 % des Produktgewichts)
90 % aller Schuhe enthalten mindestens eine Komponente aus zertifizierten oder recycelten Materialien
■□□
PUMA, Cobra3
□
81 % Bekleidung
47 % Accessoires
24 % Schuhe
90,6 % Bekleidung
58,5 % Accessoires
96,1 % Schuhe4
○
Einrichtung von oder Teilnahme an Produktrücknahmesystemen in wichtigen Märkten
□□■
PUMA
□
Gründung der PUMA-Taskforce für den Einzelhandel
Einführung von Rücknahmesystemen in Australien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, der Schweiz und den USA
●
Verringerung der Deponieabfälle bei der Produktion von Schuhen und Bekleidung um mindestens 50 % (wichtigste Tier-1-Fabriken)3
■□□
PUMA, Cobra3
□
Bekleidung: 2,6 g/Stück
Schuhe: 23,7 g/Paar
Kleidung: -98,7 % (0,03 g/Stück)
Schuhe: -90,7 % (2,2 g/Stück)5
●
Abschaffung von Plastiktüten in eigenen und betriebenen PUMA-Geschäften
□■□
PUMA
□
Verwendung von 400 Tonnen Plastiktüten in PUMA-Geschäften
Seit dem 1 Januar 2023 werden in PUMAs Geschäften keine Plastiktüten mehr verwendet
●
Entwicklung von Recyclingmaterialien für Baumwolle, Leder, Kautschuk und Polyurethan
■■□
PUMA
□
Verwendung von 0,6 % recycelter Baumwolle; Verwendung von recyceltem Leder und Kautschuk als Pilotprojekt
21,8 % recycelte Baumwolle
4,2 % recycelter Kautschuk
0,7 % recyceltes Leder
4,0 % recyceltes Polyurethan4
●
Forschung zu biologisch abbaubaren Kunststoffen für Produkte
■■□
PUMA
■
Interne Schulung und Workshop zur Kreislauffähigkeit; Einführung von Standards zur biologischen Abbaubarkeit
RE:SUEDE-Experiment6
●
1 Die Ziele sind freiwillig und beruhen nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Ziel für die Deponieabfälle ist relativ, alle anderen sind absolut. Alle Ziele gelten von Januar 2020 bis Dezember 2025.
2 Die Ziele gelten für alle Standorte der im Geltungsbereich aufgeführten Unternehmen.
3 Produkte der Marke Cobra, die von PUMA Group Sourcing (PGS) bezogen wurden. Ausgenommen sind Teile für Golfschläger, die von Cobra PUMA Golf bezogen wurden.
4 Die Materialdaten umfassen den Materialverbrauch (nach Gewicht) für Produkte, Kennzeichnung und Verpackung. Die Daten des Jahres 2025 für PUMA, Cobra und stichd wurden in 712 Fabriken in Tier 1 und Tier 2 erhoben. Die Primärdaten zum Materialverbrauch wurden von Januar bis Oktober 2025 erhoben, die Daten für November und Dezember 2025 beruhen auf Schätzungen.
5 Die Daten von Oktober bis Dezember 2025 wurden mit Hilfe von Fehler-, Trend- und Saisonalitätsanalysen aus den Daten von Januar bis September 2025 hochgerechnet, sofern für den angegebenen Zeitraum kontinuierlich Daten verfügbar waren. Wenn die Daten für Januar bis September 2025 aufgrund der Art der Abfallentsorgung nicht kontinuierlich verfügbar waren, wurde für Oktober bis Dezember 2025 ein Wert von Null angenommen. Die Daten aus dem Jahr 2025 stammen von 19 der wichtigsten Tier-1-Fabriken für Bekleidung sowie 18 der wichtigsten Tier-1-Fabriken für Schuhe.
6 Der Test zur biologischen Abbaubarkeit ist abgeschlossen, und die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich.
Die 10FOR25-Ziele für recyceltes Polyester wurden zu 89,0 % für Bekleidung und Accessoires und 82,0 % für alle Produktbereiche vollständig erreicht, was auf technologische Fortschritte und die Skalierbarkeit von recyceltem Polyester in unserer Branche zurückzuführen ist. Betrachtet man jedoch alle recycelten oder zertifizierten Materialien, so haben wir unser 10FOR25-Ziel nur bei Bekleidung und Schuhen erreicht (während die Accessoires mit 58,5 % das Ziel verfehlten). Aufgrund der Art des Produkts und der Verfügbarkeit von zertifiziertem Material, das die Funktionalität oder Qualitätsanforderungen der Produkte erfüllt, gibt es bei Accessoires weiterhin Herausforderungen. In den wesentlichen Märkten wurden Rücknahmesysteme eingerichtet, und wir werden auch weiterhin Pläne für eine zukünftige Expansion in bestehenden oder anderen Märkten prüfen.
In Bezug auf Abfälle in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette sank die Menge der auf Deponien entsorgten Produktionsabfälle im Jahr 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2020 um 98,7 % bei Tier-1-Bekleidung und 90,7 % bei Tier-1-Schuhen. Diese Reduzierung übertraf das ursprüngliche Ziel von 50 % für beide Produktbereiche. In Bezug auf Plastiktüten haben wir unser Ziel erreicht, da wir seit 2023 keine Plastiktüten mehr in den PUMA-Geschäften verwenden. Wir haben auch unser Ziel erreicht, recycelte Materialien für Baumwolle, Leder, Kautschuk und Polyurethan zu entwickeln, da wir im Jahr 2025 bei allen vier Materialien recycelte Anteile verwendet haben. Mit den RE:SUEDE-Produkten haben wir auch unser Ziel erreicht, biologisch abbaubare Alternativen zu Kunststoff zu entwickeln.
T.45Ziele und BEZUGSWERTE der Vision 2030
Position in der Wertschöpfungskette■□□ Vorgelagert□■□ Eigene Geschäftstätigkeit □□■ Nachgelagert
Ziel der Vision 20301
Position2
Geltungs-bereich
Unternehmens-spezifisch
Basisjahr 2025
Festlegung von Kriterien für ein kreislauforientiertes Design mit Schwerpunkt auf Wiederverwertbarkeit, Haltbarkeit und Reparierbarkeit auf der Grundlage von Branchenstandards
□■□
PUMA
□
Keine Kriterien
Festlegung spezifischer Ziele für Produkte, die den Kriterien des kreislauforientierten Designs entsprechen
□■□
PUMA
□
Keine Ziele
100 % des verwendeten Polyestergewebes ist recyceltes Polyester
■□□
PUMA, Cobra3, stichd4
□
82,0 % PUMA & Cobra
25,7 % stichd6
30 % des für Bekleidungsprodukte verwendeten recycelten Polyestergewebes ist Faser-zu-Faser-recyceltes Polyester
■□□
PUMA, Cobra3, stichd4
□
11,5 % PUMA & Cobra
6,0 % stichd6
20 % des für Bekleidungsprodukte verwendeten Baumwollgewebes ist recycelte Baumwolle
■□□
PUMA, Cobra3, stichd4
□
22,0 % PUMA und Cobra
3,5 % stichd6
Forschung und Investitionen in Materialoptionen der nächsten Generation mit Schwerpunkt Schuhe
■■□
PUMA
□
Keine Forschung
Schaffung eines Zugangs für Verbraucher*innen zu Wiederverkaufs- oder Reparaturmodellen auf ausgewählten Märkten
□□■
PUMA
□
Kein Wiederverkauf, keine Reparatur
Verstärkte Kommunikation mit den Verbraucher*innen, um das Bewusstsein für die Kreislauffähigkeit zu schärfen5
□□■
PUMA
□
Keine Kommunikation
Nachverbraucher-Abfälle: Zusammenarbeit mit Branchenkollegen bei Sortier- und Recyclinglösungen unter Berücksichtigung von EPR-Systemen
□□■
PUMA
□
Laufende Zusammenarbeit mit Branchenorganisationen
Vorverbraucherabfälle: Partnerschaften mit Industrieverbänden, Lieferanten und ausgewählten Regierungen in den Beschaffungsländern, um Möglichkeiten zum Recycling von Materialabfällen zu finden
■□□
PUMA
□
Beteiligung an der Circular Fashion Partnership in Kambodscha und Vietnam mit GIZ und GFA
100 % unvermeidbare Kunststoffverpackungen aus recyceltem Material
□□■
PUMA, Cobra3, stichd4
□
91,2 % PUMA & Cobra
20,8 % stichd6
Verzicht auf Kunststoffverpackungen, wo dies technisch und wirtschaftlich möglich ist
□□■
PUMA, Cobra3, stichd4
□
Kein Bezugswert
1 Die Ziele sind absolut und freiwillig und beruhen nicht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Alle Ziele gelten von Januar 2026 bis Dezember 2030.
2 Die Ziele gelten für alle Standorte der im Geltungsbereich aufgeführten Unternehmen.
3 Produkte der Marke Cobra, die von PUMA Group Sourcing (PGS) bezogen wurden. Ausgenommen sind Teile für Golfschläger, die von Cobra PUMA Golf bezogen wurden.
4 stichd wird seine Unternehmensziele für 2030 im Jahr 2026 endgültig festlegen.
5 Gemessen an der Anzahl der Initiativen pro Jahr. Der Anstieg bedeutet, dass es im Basisjahr keine Initiativen gab.
6 Die Materialdaten umfassen den Materialverbrauch (nach Gewicht) für Produkte, Kennzeichnung und Verpackung. Die Daten des Jahres 2025 für PUMA, Cobra und stichd wurden in 712 Fabriken in Tier 1 und Tier 2 erhoben. Die Primärdaten zum Materialverbrauch wurden von Januar bis Oktober 2025 erhoben, die Daten für November und Dezember 2025 beruhen auf Schätzungen.
Die Performance des Jahres 2025 dient als Bezugswert für alle Ziele der Vision 2030; für 2025 waren keine konkreten Fortschritte geplant. Ob die Fortschritte der geplanten Zielvorgabe entsprechen, wird ab 2026 analysiert.
Ressourcenzuflüsse (E5-4)
Bei den biologischen Materialien verwendet PUMA vor allem Baumwolle und Leder (als Nebenprodukt der Fleischindustrie) sowie Naturkautschuk, Papier und Pappe für Verpackungs- und Bürozwecke. Bevorzugte biologische Materialien werden nach Standards wie der Better Cotton Initiative, der Leather Working Group, dem Global Recycled Standard und dem Recycled Claim Standard beschafft. Im Jahr 2025 stammten 99,5 % der Baumwolle für PUMA-Produkte aus zertifizierten (BCI, biologisch oder regenerativ) oder recycelten Quellen. Für Papier und Pappe erkennen wir auch den Forest Stewardship Standard an. Chemische Cellulosefasern (MMCF), die aufgrund ihres Verbrauchsvolumens keinen wesentlichen Materialzufluss darstellen, wurden zu 92,5 % von FSC/PEFC-zertifizierten oder mit dem „Green Shirt“ bewerteten Lieferanten wie Lenzing (EcoVero®) bezogen, um die Verwendung von Holz aus gefährdeten Wäldern zu vermeiden.
Bei den tierischen Materialien stammten 99,3 % des Leders aus LWG-zertifizierten Gerbereien mit Gold-Rating, während der Anteil an recyceltem Leder 0,7 % betrug. Der Wollverbrauch belief sich auf insgesamt eine Tonne, davon waren 95,2 % RWS-zertifiziert. Alle verwendeten Daunenfedern waren RDS-zertifiziert oder wurden recycelt.Obgleich Tierschutz bei PUMA nicht als wesentliches Thema eingestuft wird und Wolle und Daunen aufgrund ihrer begrenzten Verwendung ebenfalls als nicht wesentlich gelten, streben wir verantwortungsvolle Praktiken an, indem wir die Verwendung von tierischen Materialien aus zertifizierten oder recycelten Quellen fördern.
Bei den technischen Materialien verwendet PUMA vor allem Polyester, Polyurethan, synthetischen Kautschuk und EVA für die Sohlen der Schuhe. Der Global Recycled Standard und der Recycled Claim Standard werden zur Zertifizierung des Recyclinganteils verwendet. Im Jahr 2025 waren 87,5 % des Polyesters entweder bluesign®-, OEKO-TEX®-zertifiziert, recycelt oder biobasiert.
Verzicht auf Einwegkunststoffe
Bei der Umsetzung unserer 10FOR25-Ziele hat PUMA Maßnahmen zur Reduzierung von Einwegkunststoffen im Einzelhandel, in der Logistik und in den Büros ergriffen. Dazu gehören der Verzicht auf Plastiktüten für die Verbraucher*innen, die Umstellung auf recycelte oder zertifizierte Alternativen bei ausgewählten Materialien und Verpackungen sowie der Verzicht auf Einwegkunststoffe in den Büros.
1 Die Materialdaten umfassen den Materialverbrauch (nach Gewicht) für Produkte, Kennzeichnung und Verpackung. Die Daten des Jahres 2025 für PUMA, Cobra und stichd wurden in 712 Fabriken in Tier 1 und Tier 2 erhoben. Die Primärdaten zum Materialverbrauch wurden von Januar bis Oktober 2025 erhoben, die Daten für November und Dezember 2025 beruhen auf Schätzungen.
2 Biologische Materialien mit GRS/RCS- oder FSC- oder GOTS- oder OCS-Zertifizierung, Better Cotton-Label oder Leder aus LWG-zertifizierten Gerbereien. Bei der Berechnung wird die Anwendung des Kaskadenprinzips für biologische Materialien derzeit nicht berücksichtigt. Biokraftstoffe, die nicht für Energiezwecke verwendet werden, werden bei der Berechnung der nachhaltig gewonnenen biologischen Materialien nicht berücksichtigt. Gegebenenfalls wird dies in zukünftigen Veröffentlichungen angepasst.
3 Technische Materialien, einschließlich neuer und sekundärer Materialien.
4 Prozentualer Anteil an recyceltem Material nach Materialart.
5 Daten über wiederverwendete oder recycelte Nebenkomponenten und Zwischenprodukte sind, wie vorgeschrieben, nicht enthalten. Es werden ausschließlich sekundäre Materialien berichtet.
Um die Daten über die zugeführten Materialien zu erhalten, schult PUMA seine Lieferanten in der Berichterstattung über den Materialverbrauch. Ein Fragebogen zum Materialverbrauch wird an die Lieferanten von PUMAs Tier-1- und Tier-2-Fabriken verschickt, wo diese die Art der in der PUMA-Produkten verwendeten Materialien sowie die entsprechenden von PUMA anerkannten Zertifizierungen angeben. Anschließend laden die Lieferanten den ausgefüllten Fragebogen zur Datenkonsolidierung hoch. Das Materialteam validiert die Daten auf der Grundlage der in der Entwicklungsphase bestätigten Verwendung, um Fehler wie z. B. Dopplungen zu vermeiden. Die Daten für das gesamte Jahr werden unter Verwendung der tatsächlichen Materialgewichtsdaten von Januar bis September und einer Hochrechnung der geplanten Materiallieferungen (zum 30. September) zwischen Oktober und Dezember erfasst. Bei dieser Hochrechnung wird davon ausgegangen, dass Bestellungen, die nach Ende September getätigt werden, noch im selben Jahr ausgeliefert werden. Die Daten zum Gewicht des Verpackungsmaterials werden von Januar bis September erhoben und auf der Grundlage der Vorjahresdaten hochgerechnet.
Ressourcenabflüsse (E5-5)
Produkte und Verpackungen
PUMA lässt vor allem Schuhe, Bekleidung und Accessoires produzieren. Mangels einer klaren Definition oder eines Branchenstandards zu der Frage, welche Materialien oder Komponenten als recycelbar angesehen werden können, können wir keine genaue Zahl zum recycelbaren Anteil von PUMA-Schuhen und -Accessoires nennen. Im Allgemeinen werden Schuhe, Bekleidung und Accessoires nach Nutzung derzeit nicht in großem Maße recycelt.
Soweit uns bekannt ist, gibt es keine allgemein verbindlichen Normen für die Haltbarkeit von Schuhen, Bekleidung oder Accessoires. PUMA verfügt über ein internes Qualitätsmanagementsystem zur Wahrung der Produktqualität. Wir warten derzeit auf die Fertigstellung der Ökodesign-Verordnung (ESPR) zu den Haltbarkeitsstandards für Schuhe und Bekleidung. Sobald diese Vorschriften festgelegt sind, wollen wir unsere Haltbarkeitsstandards anpassen.
PUMA bietet keinen offiziellen Reparaturservice für seine Produkte an. Unsere Produkte sind jedoch so hergestellt, dass sie in normalen Schneidereien repariert werden können, z. B. kaputte Nähte oder fehlende Knöpfe. Um die Lebensdauer der Produkte zu verlängern, geben wir unseren Verbraucher*innen im Rahmen der Initiative RE:HACKS Tipps zur Pflege und Reinigung der Produkte.
Für die Primärverpackung unserer Waren verwenden wir Papier und Pappe für Schuhkartons sowie Polyethylenbeutel für Bekleidung und Accessoires. Sowohl unsere Schuhkartons als auch die für die Produktverpackung verwendeten Polybeutel (mit Ausnahme von stichd) bestehen zu über 90 % aus recyceltem Material und sind nach Gebrauch wiederverwertbar. Die meisten unserer Schuhkartons bestehen zu 100 % aus Pappe und unsere Polybeutel zu 100 % aus Polyethylen. Daher sind beide Verpackungen je nach Recyclingverfahren recycelbar, mit Ausnahme der Farben, die für den Aufdruck auf der Oberfläche des Kartons und des Beutels verwendet wurden.
Abfall
Eigene Geschäftstätigkeit
Bei den Abfällen aus der eigenen Geschäftstätigkeit handelt es sich um Verpackungsabfälle (Pappe und Kunststoff) aus eigenen und von uns betriebenen Lagern und Geschäften sowie um Papier und allgemeine Abfälle aus PUMAs Bürostandorten. Unsere eigenen Betriebe sollen Abfälle recyceln, wo immer dies möglich ist, indem wir interne Ziele für das Abfallrecycling festlegen.
T.47Abfallaufkommen in der eigenen Geschäftstätigkeit (in t) (E5-5)1
2025
2024
Für die Wiederverwendung vorbereitete nicht gefährliche Abfälle
5,2
3,3
Dem Recycling zugeführte nicht gefährliche Abfälle
4.022
4.483,7
Gesamtmenge der von der Entsorgung ausgenommenen nicht gefährlichen Abfälle
4.027
4.487,0
Für die Wiederverwendung vorbereitete gefährliche Abfälle
0,0
0,0
Dem Recycling zugeführte gefährliche Abfälle
3,3
4,4
Gesamtmenge der von der Entsorgung ausgenommenen gefährlichen Abfälle
3,3
4,4
Gesamtmenge der von der Entsorgung ausgenommenen Abfälle
4.030,5
4.491,4
Gesamtmenge der von der Entsorgung ausgenommenen Abfälle (%)
73 %
66 %
Der Verbrennung zugeführte nicht gefährliche Abfälle
564
1.269,1
Der Deponie zugeführte nicht gefährliche Abfälle
625
852,4
Einer anderen Entsorgung zugeführte nicht gefährliche Abfälle2
225
116,7
Gesamtmenge der der Entsorgung zugeführten nicht gefährlichen Abfälle
1.414,4
2.238,2
Der Verbrennung zugeführte gefährliche Abfälle
56,8
0,9
Der Deponie zugeführte gefährliche Abfälle
0,0
2,7
Einer anderen Entsorgung zugeführte gefährliche Abfälle
0,2
34,0
Gesamtmenge der der Entsorgung zugeführten gefährlichen Abfälle
57,1
37,6
Gesamtmenge der radioaktiven Abfälle
0,0
0,0
Gesamtmenge der der Entsorgung zugeführten Abfälle
1.471,5
2.275,8
Gesamtmenge der der Entsorgung zugeführten Abfälle (%)
27 %
34 %
Gesamtmenge der Abfälle
5.502,2
6.767,2
1 Die Daten zum Abfallaufkommen werden über Primärdaten (ca. 50 %) und Schätzungen (ca. 50 %) erhoben. Wenn die Primärdaten nicht das gesamte Berichtsjahr abdecken, werden die Daten auf zwölf Monate hochgerechnet. Sind keine Primärdaten verfügbar, werden die Daten entweder auf der Grundlage von Standorten mit ähnlichen Eigenschaften oder anhand von Durchschnittsdaten geschätzt, die nach der Anzahl der Arbeitnehmer*innen am Standort berechnet werden. PUMA wendet in der eigenen Geschäftstätigkeit keine weiteren Verwertungsverfahren an, da die Abfälle entweder für die Wiederverwendung vorbereitet, recycelt oder der Entsorgung zugeführt werden.
2 Sonstige Entsorgung wurde ausgewählt, wenn die Methode der endgültigen Entsorgung weder Verbrennung noch Deponierung war oder nicht ermittelt werden konnte.
Vorgelagerte Wertschöpfungskette
Obwohl wir derzeit keine absoluten Reduktionsziele für das Abfallaufkommen in den Fabriken unserer Kernlieferanten festlegen, arbeiten wir weiterhin mit ihnen zusammen, um die Abfallbewirtschaftungssysteme zu stärken und die Abfallvermeidung zu fördern, insbesondere die Vermeidung von Deponieabfällen. Zu diesen Bemühungen gehören Partnerschaften wie die mit der GIZ und der GFA, wie im Abschnitt Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft (E5-2) hervorgehoben wird.
T.48Abfallaufkommen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette (in t) (E5-5)1
2025
Für die Wiederverwendung vorbereitete nicht gefährliche Abfälle
539,8
Dem Recycling zugeführte nicht gefährliche Abfälle2
28.089,2
Gesamtmenge der von der Entsorgung ausgenommenen nicht gefährlichen Abfälle
28.629,0
Für die Wiederverwendung vorbereitete gefährliche Abfälle
92,0
Dem Recycling zugeführte gefährliche Abfälle
736,6
Gesamtmenge der von der Entsorgung ausgenommenen gefährlichen Abfälle
828,6
Gesamtmenge der von der Entsorgung ausgenommenen Abfälle
29.457,6
Gesamtmenge der von der Entsorgung ausgenommenen Abfälle (%)
82,6 %
Der Verbrennung zugeführte nicht gefährliche Abfälle
2.414,4
Der Deponie zugeführte nicht gefährliche Abfälle
404,4
Einer sonstigen Entsorgung zugeführte nicht gefährliche Abfälle3
2.256,3
Gesamtmenge der der Entsorgung zugeführten nicht gefährlichen Abfälle
5.075,0
Der Verbrennung zugeführte gefährliche Abfälle
950,7
Der Deponie zugeführte gefährliche Abfälle
58,7
Einer anderen Entsorgung zugeführte gefährliche Abfälle
124,4
Gesamtmenge der der Entsorgung zugeführten gefährlichen Abfälle
1.133,8
Gesamtmenge der der Entsorgung zugeführten Abfälle
6.208,8
Gesamtmenge der der Entsorgung zugeführten Abfälle(%)
17,4 %
Gesamtmenge der Abfälle
35.666,5
1 Die Daten zum Abfallaufkommen werden anhand von Primärdaten von Januar bis September 2025 erhoben und für Oktober bis Dezember 2025 anhand der Daten von 79 der wichtigsten Tier-1- und 43 wichtigsten Tier-2-Fabriken von PUMA, Cobra und stichd geschätzt.
2 Die Entsorgungsmethode „Recycling“ umfasst das Recycling zu anderen Produkten (innerhalb und/oder außerhalb unserer Wertschöpfungskette) sowie den Energierückgewinnungsprozess durch Dritte mithilfe von Kesseln und unter Mitverwertung anderer Rohstoffe.
3 Die Entsorgungsmethode Sonstige Entsorgung wurde ausgewählt, wenn die Methode der endgültigen Entsorgung weder Verbrennung noch Deponierung war oder nicht ermittelt werden konnte.
Von der Gesamtmenge der Abfälle waren 94,5 % nicht gefährlich, wobei die Quote der von der Entsorgung ausgenommenen Abfälle mit 84,9 % (vor allem Kesselasche, Textilabfälle sowie Papier und Pappe) höher war. Aufgrund der Beschaffenheit gefährlicher Abfälle, strengerer Vorschriften und begrenzter behördlich vorgeschriebener Entsorgungsmöglichkeiten wurde ein höherer Anteil dieser Abfälle der Entsorgung zugeführt (57,8 %), vor alem durch Verbrennung (83,9 %), um mögliche Schäden für die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu minimieren. Nur 42,2 % der gefährlichen Abfälle (vor allem Kesselasche, leere Chemikalienbehälter und andere gefährliche Stoffe) wurden wiederverwendet oder recycelt. Aufgrund der Art des Herstellungsprozesses in unserer Branche fielen in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette im aktuellen Berichtsjahr wie auch in den Vorjahren keine radioaktiven Abfälle an.
Im Jahr 2025 haben wir unsere Abfalldatenerfassung um Kautschuk, EVA, Leder und PU erweitert, während wir in den Vorjahren nur Textilien erfasst haben. Diese Materialien sind die wesentlichen Materialabfälle in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette. Sie fallen vor allem beim Schneiden an. Von insgesamt 16.051,1 Tonnen Materialabfall wurden 12.323,3 Tonnen (76,8 %) von der Entsorgung ausgenommen (d. h. wiederverwendet (2,7 %) oder recycelt (74,1 %)), 1.943,0 Tonnen (12,1 %) wurden verbrannt und 1.617,5 Tonnen (10,1 %) wurden einer nicht näher definierten Entsorgung zugeführt. 167,2 Tonnen (1,0 %) der Materialabfälle wurden aufgrund der begrenzten örtlichen Abfallentsorgungsinfrastruktur auf Deponien entsorgt. Anhand dieser Daten können wir besser verstehen, welche Verbesserungsmöglichkeiten es für die einzelnen Materialarten gibt.
G.26MATERIALABFÄLLE NACH ENTSORGUNGSMETHODE (TONNEN)
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