Entwicklung der Segmente
Die interne Steuerung des PUMA-Konzerns erfolgt nach Sitz der jeweiligen Tochtergesellschaften über folgende Segmente: Europa, MEA&I (Naher Osten, Afrika, Indien), Nordamerika, Lateinamerika, Großchina, Japan, Korea, Südostasien und Ozeanien, sowie stichd. Die Segmente Japan, Korea sowie Südostasien und Ozeanien werden zusammen als „Restliches Asien-Pazifik“ ausgewiesen. Die Unterschiede zu der dargestellten regionalen Entwicklung der Umsätze ergeben sich im Wesentlichen aus dem herausgelösten Segment stichd.
Der aufgegebene Geschäftsbereich PUMA United ist nicht mehr im operativen Segment Nordamerika enthalten, da ein Wechsel von einem Partnerschaftsmodell auf ein reines Lizenzmodell erfolgte. Bisher konsolidierte Lizenzerträge werden im fortgeführten Geschäftsbereich auch rückwirkend ausgewiesen. Vergleichende Segmentinformationen sind mit Ausnahme der Bilanzpositionen des Vorjahres rückwirkend angepasst worden. Zudem wurden aufgrund einer Änderung des internen Berichtswesens die Gebiete Ozeanien und Südostasien der Region Restliches Asien-Pazifik (im Vorjahr Region EEMEA), sowie das Gebiet Osteuropa der Region Europa (im Vorjahr Region EEMEA) zugeordnet. Vergleichende Segmentinformationen des Vorjahres sind rückwirkend angepasst worden.
Im Segment Europa sanken die Umsätze in der Berichtswährung Euro um 9,2 % auf € 2.204,0 Mio. (Vorjahr: € 2.426,4 Mio.). Währungsbereinigt entsprach dies einem Umsatzrückgang von 9,0 %. Einen wesentlichen Anteil am Umsatzrückgang hatte das Großhandelsgeschäft, wo neben strategischen Reset-Maßnahmen, wie Reduktion von Umsätzen mit Großflächenhändlern und Produktrücknahmen, das Fehlen eines großen Sportevents (Vorjahr: EURO 2024) und die Insolvenz eines Großkunden zur Reduktion der Umsätze beitrugen. Auch im Einzelhandelsgeschäft sanken die Umsätze in den eigenen Stores aufgrund der schwächeren Kundennachfrage, während im E‑Commerce-Geschäft, die im Rahmen des Resets initiierte Reduktion des Werbe- und Rabattniveaus zu einem Rückgang der abgesetzten Mengen führte. Der Rohertrag verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 um 12,0 % von € 1.159,6 Mio. auf € 1.020,2 Mio. und die Rohertragsmarge reduzierte sich um 150 Basispunkte von 47,8 % auf 46,3 %. Dies war darauf zurückzuführen, dass höhere Vorratsbestandsabwertungen und verstärkte Verkaufsförderungsmaßnahmen im Einzelhandel durchgeführt wurden. Das bereinigte EBIT, ohne Einmaleffekte, ging, aufgrund des Umsatzrückgangs und der geringeren Rohertragsmarge um 34,2 % auf € 253,2 Mio. (Vorjahr: € 384,7 Mio.) zurück. Die bereinigten operativen Aufwendungen konnten reduziert werden, ungeachtet der finanziellen Lasten durch den Forderungsausfall infolge der Insolvenz eines Großkunden.
Das Segment MEA&I wies einen Umsatzrückgang von 13,6 % auf € 874,1 Mio. (Vorjahr: € 1.011,5 Mio.) in der Berichtswährung Euro aus. Wechselkurseffekte, primär durch die türkische Lira und die indische Rupie, belasteten den Euro-Umsatz mit rund € 120 Mio., sodass das Minus auf währungsbereinigter Basis bei 1,7 % lag. Die Umsatzdynamik gegenüber dem Vorjahr wurde zusätzlich zum Wechselkurs durch die strategischen Reset-Maßnahmen geprägt, die geringere Volumina im Großhandel und Rücknahmen von Produkten vorsah. Beim Rohertrag wurde ein Rückgang um 19,0 % von € 482,2 Mio. auf € 390,4 Mio. verzeichnet, während sich die Rohertragsmarge um 300 Basispunkte auf 44,7 % (Vorjahr: 47,7 %) abschwächte. Vor allem höhere Bestandsabschreibungen und vermehrte verkaufsfördernde Maßnahmen im Großhandel verursachten diesen Rückgang. Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) vor Einmaleffekten sank bedingt durch die schwächere Umsatz- und Rohertragsmargenlage um 39,9 % auf € 119,9 Mio. (Vorjahr: € 199,7 Mio.).
Im Segment Nordamerika reduzierten sich die Umsätze in der Berichtswährung Euro um 22,9 % auf € 1.315,2 Mio. (Vorjahr: € 1.705,8 Mio.). Währungsbereinigt entsprach dies einem Umsatzrückgang von 19,3 %. Diese Entwicklung war zu einem wesentlichen Anteil den strategischen Reset-Maßnahmen geschuldet, welche insbesondere auf den Abbau von übermäßigen Lagerbeständen durch Produktrücknahmen bei Einzelhandelspartnern und die Reduzierung von Umsätzen mit Großflächenhändlern abzielten. Darüber hinaus wurde die Umsatzentwicklung im Einzelhandel durch politische Instabilitäten, etwa die Zollthematik und die aus weiteren politischen Unsicherheiten resultierende verhaltene Konsumentennachfrage, sowie durch die im Zuge des Resets eingeleitete Senkung der Rabatt- und Werbeintensität im Online-Handel beeinträchtigt. Der Rohertrag sank im Geschäftsjahr 2025 um 34,4 % von € 730,5 Mio. auf € 479,1 Mio. und die Rohertragsmarge ging um 640 Basispunkte von 42,8 % auf 36,4 % zurück. Vorratsbestandsabwertungen und Rückstellungen, die im Zuge der Bereinigung der Vorratsbestände gebildet wurden, waren hier die wesentlichen Treiber. Das bereinigte EBIT, ohne Einmaleffekte, reduzierte sich aufgrund des Umsatzrückgangs und der geringeren Rohertragsmarge um 83,5 % auf € 41,3 Mio. (Vorjahr: € 250,7 Mio.).
Das Segment Lateinamerika verzeichnete einen Umsatzrückgang in Berichtswährung Euro von 12,6 % auf € 1.173,4 Mio. (Vorjahr: € 1.342,4 Mio.). Wechselkursverluste, insbesondere beim argentinischen und mexikanischen Peso, belasteten den Umsatz in der Berichtswährung mit insgesamt rund € 200 Mio. Ohne die Währungseinflüsse ergab sich jedoch ein Umsatzplus von 2,4 %. Operativ kompensierten sich die negativen Effekte der strategischen Reset-Maßnahmen in der Region zum Teil durch die Erholung in Chile, wo strukturelle Logistikänderungen die eingeschränkte Lieferfähigkeit des Vorjahres lösten. Zusätzlich zur Entwicklung in Chile wirkte das wachsende Einzelhandelsgeschäft in Brasilien kompensierend. Der Rohertrag fiel im Jahr 2025 um 16,9 % auf € 519,4 Mio. (Vorjahr: € 625,4 Mio.), was einem Margenrückgang um 230 Basispunkte auf 44,3 % entsprach. Dieser Trend resultierte vorwiegend aus verstärkten Verkaufsförderungsmaßnahmen im Einzelhandel und der höheren Abwertungen auf den Vorratsbestand. Infolge der Umsatz- und Rohertragslage sank das bereinigte EBIT, ohne Einmaleffekte, um 50,5 % auf € 125,8 Mio. (Vorjahr: € 254,0 Mio.).
Das Segment Großchina verzeichnete einen Rückgang der Segmentumsätze in der Berichtswährung Euro um 19,1 % auf € 488,4 Mio. (Vorjahr: € 604,0 Mio.). Währungsbereinigt entsprach dies einem Umsatzrückgang von 16,0 %. Das Großhandelsgeschäft fungierte als wesentlicher negativer Treiber, bedingt durch die strategischen Reset-Maßnahmen, die gezielt auf den Abbau von Überbeständen mittels Produktrücknahmen setzten. Der Umsatz im Einzelhandelsgeschäft hingegen wuchs im mittleren einstelligen Prozentbereich. Im Geschäftsjahr 2025 verringerte sich der Rohertrag um 24,9 % von € 328,0 Mio. auf € 246,3 Mio., wobei die Rohertragsmarge um 390 Basispunkte von 54,3 % auf 50,4 % nachgab. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren hierbei Kosten für die Bereinigung sowie Abwertungen der Lagerbestände. Infolge des rückläufigen Umsatzes und der schwächeren Rohertragsmarge sank das bereinigte EBIT, vor Einmaleffekten, um 72,5 % auf € 26,9 Mio. (Vorjahr: € 98,0 Mio.).
In der Region Restliches Asien-Pazifik reduzierten sich die Umsätze in der Berichtswährung Euro um 5,0 % auf € 750,8 Mio. (Vorjahr: € 789,9 Mio.). Wechselkursänderungen, insbesondere beim japanischen Yen, dem koreanischen Won und dem australischen Dollar, reduzierten den Umsatz in der Berichtswährung Euro um insgesamt rund € 30 Mio., so dass der Umsatz währungsbereinigt um 1,2 % zurückging. Der Rohertrag verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 um 8,2 % von € 348,8 Mio. auf € 380,1 Mio. und die Rohertragsmarge ging um 160 Basispunkte von 46,5 % auf 48,1 % zurück. Das bereinigte EBIT, ohne Einmalkosten, reduzierte sich aufgrund des Umsatzrückgangs und der geringeren Rohertragsmarge um 41,1 % auf € 62,0 Mio. (Vorjahr: € 105,3 Mio.).
Im Segment stichd sanken die Umsätze in der Berichtswährung Euro um 6,1 % auf € 467,0 Mio. (Vorjahr: € 497,1 Mio.). Währungsbereinigt entsprach dies einem Umsatzrückgang von 5,3 %. Der Rohertrag verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 um 14,5 % von € 266,5 Mio. auf € 227,8 Mio. und die Rohertragsmarge ging um 480 Basispunkte von 53,6 % auf 48,8 % zurück. Die Margenentwicklung wurde belastete durch die mit der Beendigung einer Lizenzpartnerschaft verbundenen reduzierten Abverkäufe, höhere Vorratsbestandsabwertungen und gestiegene Transportkosten sowie höhere Zölle. Das bereinigte EBIT, ohne Einmaleffekte, ging aufgrund des Umsatzrückgangs, der geringeren Rohertragsmarge und gestiegenen operativen Aufwendungen, ohne Einmaleffekte, um 59,6 % auf € 27,0 Mio. (Vorjahr: € 66,8 Mio.) zurück.