Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns
Das Jahr 2025 war ein Jahr des Resets. Die im zweiten Halbjahr eingeleiteten Maßnahmen und die neuen strategischen Prioritäten sind notwendig, um PUMA als eine Top-3 Sportmarke weltweit etablieren zu können. Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2025 war deshalb maßgeblich von der Umsetzung der Reset-Maßnahmen belastet. Dennoch gelang es uns, den währungsbereinigten Umsatzrückgang auf 8,1 % zu begrenzen, während wir in unserer angepassten Prognose noch einen niedrigen prozentual zweistelligen Umsatzrückgang auf währungsbereinigter Basis angenommen hatten. Die Profitabilität im Jahr 2025 war jedoch wie erwartet negativ, da der deutliche Umsatzrückgang mit einer Verringerung der Rohertragsmarge einherging. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug € -357,2 Mio. und wurde durch Einmaleffekte von insgesamt € 191,6 Mio. negativ beeinflusst. Das operative Ergebnis im Jahr 2025 war maßgeblich von den wie geplant eingeleiteten Maßnahmen der Transformation belastet, welche die Basis für eine schrittweise Verbesserung der Ertragslage bilden. PUMAs Ziel war dabei in 2025, die aus der Umsetzung der strategischen und operativen Maßnahmen resultierenden temporären Belastungen der Ergebnisentwicklung, so gering wie möglich zu halten.
Der Anstieg der Vorräte zum Bilanzstichtag war teilweise auf die Rücknahmen von Vorratsbeständen aus dem Großhandelsgeschäft zur Bereinigung des Vertriebskanals zurückzuführen. Dies wurde partiell durch einen Rückgang der Beschaffungsaufträge ausgeglichen - eine Maßnahme, um das Vorratsbestandswachstum zu verlangsamen und eine Überversorgung zu vermeiden. Um die Vorratsbestände bis Ende 2026 wieder auf ein adäquates Niveau zu bringen, plant PUMA mit spezifischen Verkaufsförderungsmaßnahmen einen Produktabverkauf sowohl über eigene Outlets als auch im Großhandelsgeschäft zu realisieren, darüber hinaus wurden gleichzeitig die Produktionsaufträge des Jahres 2026 an die neue Situation angepasst.
Mit Blick auf die Konzernbilanz sind wir der Ansicht, dass PUMA weiterhin über eine solide Kapitalausstattung verfügt. Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital des PUMA-Konzerns € 1,8 Mrd. und die Eigenkapitalquote lag bei 27,3 %.
Die Liquiditätslage der PUMA SE war im gesamten Berichtszeitraum stabil und jederzeit vollumfänglich gewährleistet. Die Gesellschaft verfügt über umfangreiche liquide Mittel, nicht ausgenutzte Kreditlinien und damit ausreichend Finanzierungsspielräume, die eine fristgerechte Bedienung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sicherstellen. Basierend auf dem negativen Vorsteuerergebnis sowie dem Anstieg des Working Capital fiel der Freie Cashflow mit € -530,3 Mio. allerdings deutlich negativ aus. Die Flüssigen Mittel betrugen zum Bilanzstichtag € 290,0 Mio. Jedoch verfügt PUMA über bestätigte Kreditlinien von insgesamt € 2.562,8 Mio., von denen zum 31. Dezember 2025 € 1.202,2 Mio. nicht ausgenutzt worden sind. Die bestätigten Kreditlinien beziehen sich in Höhe von € 500,0 Mio. auf den Abschluss einer, durch die Santander CIB S.A im vollem Umfang garantierten, Brückenfinanzierung im Dezember 2025. Die Auszahlung soll im 1. Quartal 2026 erfolgen und dient dazu, Ziehungen aus dem bereits im Jahr 2024 abgeschlossenen syndizierten Kredits zu refinanzieren und schafft einen erweiterten Liquiditätsspielraum und die damit verfügbare Finanzierungsflexibilität. Zusammen mit den noch bestehenden Schuldscheinen, der Emmision neuer Schuldscheine in 2025 sowie der Ausgabe neuer Schuldscheine in 2026, stärken diese Maßnahmen in ihrer Gesamtheit sowohl die Breite der Finanzierungsbasis als auch die Fristenstruktur, wodurch Refinanzierungsrisiken nachhaltig reduziert werden. Der Vorstand sieht PUMA insgesamt als solide finanziert an.
Aufgrund des negativen Konzernergebnisses im abgelaufenen Geschäftsjahr beabsichtigt der Vorstand und der Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 19. Mai 2026 vorzuschlagen, für das kommende Jahr keine Dividende auszuschütten. Die Dividendenpolitik von PUMA sieht normalerweise eine Dividendenausschüttung in Höhe von 25 % bis 40 % des Konzernergebnisses vor. Darüber hinaus kann durch ein optionales Aktienrückkaufprogramm die Dividendenausschüttung, um weitere 10 % bis 25 % ergänzt werden. Am 31. März 2025 hat die PUMA SE den Erwerb von Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms abgeschlossen.
Im ersten Halbjahr zeigte sich eine ungünstige Geschäftsentwicklung, die durch ein herausforderndes Marktumfeld und eine verhaltene Nachfrage belastet war. In Summe war der Geschäftsverlauf im Berichtszeitraum durch die Reset-Maßnahmen geprägt, die im zweiten Halbjahr eingeleitet wurden und zu deutlichen, aber temporären Belastungen der Umsatz- und Ergebnisentwicklung führten. Insgesamt zeigt sich der Vorstand mit den im Rahmen des Transformationsprozesses erzielten Fortschritten zufrieden und stellt fest, dass die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage den Erwartungen entsprechen. Die eingeleiteten Maßnahmen sowie die festgelegten strategischen Prioritäten als Teil der Transformation bilden die Grundlage für eine schrittweise Verbesserung von Umsatzentwicklung und Ertragslage.
Insgesamt sind wir fest davon überzeugt, dass die Marke PUMA intakt ist und ein beachtliches Potenzial hat. PUMA verfügt, basierend auf seiner langen Historie, über ein umfangreiches Produktarchiv und hat zudem eine, nach unserer Auffassung, starke Glaubwürdigkeit in wichtigen Sportarten. Wir haben die Bereiche identifiziert, in denen wir entschlossen handeln müssen und wir haben strategische Prioritäten gesetzt, um eine globale Sportmarke mit weltweit erfolgreichen Produkten und inspirierendem Storytelling zu werden.