Vermögens- und Finanzlage

Vermögens- und Finanzlage

T.04 KonzernBILANZ

 

31.12.2025

31.12.2024

 

 

€ Mio.

%

€ Mio.

%

+/-%

Flüssige Mittel

290,0

4,5 %

368,2

5,2 %

-21,2 %

Vorräte *

2.060,0

31,9 %

2.013,7

28,2 %

2,3 %

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen *

913,4

14,2 %

1.246,5

17,5 %

-26,7 %

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte *

456,1

7,1 %

516,8

7,2 %

-11,7 %

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

50,8

0,8 %

160,0

2,2 %

-68,2 %

Kurzfristige Vermögenswerte

3.770,3

58,4 %

4.305,2

60,3 %

-12,4 %

 

 

 

 

 

 

Latente Steueransprüche

211,0

3,3 %

243,6

3,4 %

-13,4 %

Nutzungsrechte

1.103,8

17,1 %

1.116,8

15,6 %

-1,2 %

Sonstige langfristige Vermögenswerte

1.369,5

21,2 %

1.475,0

20,7 %

-7,1 %

Langfristige Vermögenswerte

2.684,3

41,6 %

2.835,4

39,7 %

-5,3 %

Summe Aktiva

6.454,6

100,0 %

7.140,6

100,0 %

-9,6 %

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

929,3

14,4 %

131,6

1,8 %

606,2 %

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen *

1.271,4

19,7 %

1.893,5

26,5 %

-32,9 %

Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten

217,6

3,4 %

220,6

3,1 %

-1,4 %

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten */***

621,5

9,6 %

605,3

8,5 %

2,7 %

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

156,9

2,4 %

19,9

0,3 %

688,1 %

Kurzfristige Verbindlichkeiten

3.196,8

49,5 %

2.870,9

40,2 %

11,4 %

 

 

 

 

 

 

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

424,2

6,6 %

356,4

5,0 %

19,0 %

Latente Steuerschulden

5,2

0,1 %

14,2

0,2 %

-63,6 %

Pensionsrückstellungen

25,6

0,4 %

27,3

0,4 %

-6,2 %

Langfristige Leasingverbindlichkeiten

1.011,2

15,7 %

1.010,0

14,1 %

0,1 %

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten***

30,7

0,5 %

33,3

0,5 %

-7,6 %

Langfristige Verbindlichkeiten

1.496,9

23,2 %

1.441,0

20,2 %

3,9 %

Eigenkapital

1.760,9

27,3 %

2.828,6

39,6 %

-37,7 %

Summe Passiva

6.454,6

100,0 %

7.140,6

100,0 %

-9,6 %

 

 

 

 

 

 

Working Capital

1.536,6

 

1.278,2

 

20,2 %

- in % vom Umsatz**

21,1 %

 

15,2 %

 

 

* im Working Capital beinhaltet. Eine Definition des Working Capitals ist im Kapitel Steuerungssystem enthalten.

** Vorjahreszahl angepasst im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich PUMA United, siehe Konzernanhang Kapitel 24

*** beinhaltet auch die im Konzernanhang ausgewiesenen sonstigen kurz- und langfristigen Rückstellungen

Eigenkapitalquote

Zum Bilanzstichtag verringerte sich das Eigenkapital des PUMA-Konzerns um 37,7 % von € 2.828,6 Mio. im Vorjahr auf € 1.760,9 Mio. zum 31. Dezember 2025. Neben dem negativen Konzernergebnis trug, im Wesentlichen aufgrund von negativen Währungsumrechnungsdifferenzen und Verlusten aus der Absicherung von Cashflows, das negative Sonstige Ergebnis in Höhe von insgesamt € 311,1 Mio. zum Rückgang des Konzern-Eigenkapitals bei. Die Bilanzsumme sank zum Bilanzstichtag um 9,6 % von € 7.140,6 Mio. im Vorjahr auf € 6.454,6 Mio zum 31. Dezember 2025. Insgesamt ergab sich daraus ein Rückgang der Eigenkapitalquote um 12,3 Prozentpunkte von 39,6 % im Vorjahr auf 27,3 % zum 31. Dezember 2025.

G.11 BILANZSUMME/EIGENKAPITALQUOTE

Grafik 1

Working Capital

Das Working Capital erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 20,2 % von  1.278,2 Mio. im Vorjahr auf € 1.536,6 Mio. zum 31. Dezember 2025. Im Verhältnis zum Umsatz des jeweiligen Geschäftsjahres entsprach dies einem Anstieg der Working Capital-Quote von 15,2 % im Vorjahr auf 21,1 % zum Jahresende 2025. Diese Entwicklung war im Wesentlichen bedingt durch den deutlichen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Demgegenüber hatte der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen positiven Effekt auf das Working Capital.

Auf der Aktivseite stiegen die Vorräte zum Bilanzstichtag um 2,3 % von  2.013,7 Mio. auf  2.060,0 Mio. Der Anstieg war teilweise auf die Rücknahmen von Vorratsbeständen aus dem Großhandelsgeschäft zur Bereinigung des Vertriebskanals zurückzuführen. Dies wurde partiell durch einen Rückgang der Beschaffungsaufträge ausgeglichen - eine Maßnahme, um das Vorratsbestandswachstum zu verlangsamen und eine Überversorgung zu vermeiden. PUMA hat die geplanten Rücknahmen von Lagerbeständen in 2025 weitestgehend abgeschlossen und wird den Produktabverkauf kontrolliert markenunschädlich über eigene Factory-Outlets und Großhandelspartner in 2026 steuern.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken, bedingt durch den Umsatzrückgang im vierten Quartal, um 26,7 % von € 1.246,5 Mio. auf € 913,4 Mio. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte, die dem Working Capital zuzurechnen sind, verringerten sich um 11,7 % von  516,8 Mio. auf  456,1 Mio.

Auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des gesunkenen Einkaufsvolumens gegenüber dem Vorjahr um 32,9 % von  1.893,5 Mio. auf  1.271,4 Mio. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen, die im Working Capital enthalten sind und die unter anderem Verbindlichkeiten aus Kundenbonus- und Rücknahmeverpflichtungen umfassen, stiegen um 2,7 % von  605,3 Mio. auf  621,5 Mio.

Eine genaue Definition des Working Capitals ist im Kapitel Steuerungssystem enthalten.

G.12 WORKING CAPITAL

Picture 2

* beinhaltet Anpassungen der Angabe „in % vom Umsatz“ in den Jahren 2024 und 2025 im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich PUMA United, siehe Konzernanhang Kapitel 24. Die Jahre 2021 bis 2023 wurden nicht rückwirkend angepasst.

Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten umfassten die kurzfristigen und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Diese erhöhten sich zum 31. Dezember 2025 insgesamt um € 865,5 Mio. auf € 1.353,5 Mio. (Vorjahr: € 488,0 Mio.)

Die Zusammensetzung und Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten für das aktuelle Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:

T.05 Restlaufzeiten Finanzverbindlichkeiten 2025 (in € Mio.)

 

 

Restlaufzeiten

 

Gesamt

2026

2027

2028

2029

2030

2031 und später

Finanzverbind­lichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

Schuldscheine (SSD)

630,7

206,5

64,2

150,0

147,0

0,0

63,0

Bankverbind­lichkeiten

722,8

722,8

 

 

 

 

 

Gesamt

1.353,5

929,3

64,2

150,0

147,0

0,0

63,0

Für das Vorjahr ergaben sich folgende Werte:

T.06 Restlaufzeiten Finanzverbindlichkeiten 2024 (In € Mio.)

 

 

Restlaufzeiten

 

Gesamt

2025

2026

2027

2028

2029

2030 und später

Finanzverbind­lichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

Schuldscheine (SSD)

426,4

70,0

206,5

0,0

149,9

0,0

0,0

Bankverbind­lichkeiten

61,6

61,6

 

 

 

 

 

Gesamt

488,0

131,6

206,5

0,0

149,9

0,0

0,0

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten enthielten den langfristigen Anteil der Schuldscheindarlehen über insgesamt  424,2 Mio. (Vorjahr:  356,4 Mio.). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalteten zum 31. Dezember 2025 kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von  722,8 Mio. (Vorjahr:  61,6 Mio.) und den kurzfristigen Anteil der Schuldscheindarlehen in Höhe von  206,5 Mio. (Vorjahr:  70,0 Mio.).

Die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten um insgesamt € 865,5 Mio. resultierte aus der Erhöhung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und aus der Aufnahme neuer Schuldscheindarlehen.

Die Erhöhung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten um € 661,2 Mio. auf € 722,8 Mio. beruhte im Wesentlichen auf einer höheren Inanspruchnahme des im Jahr 2024 abgeschlossenen syndizierten Kredits (Revolving Credit Facility) in Höhe von € 650 Mio., aufgrund des Finanzierungsbedarfs der Reset-Maßnahmen und des verringerten Cashflows. Das Kreditlimit des syndizierten Kredits hat eine Gesamthöhe von € 1,2 Mrd. und eine Laufzeit bis 2029. Die kurzfristige Innanspruchnahme des syndizierten Kredits wird in 2026 in großen Teilen durch die Inanspruchnahme der Brückenfinanzierung refinanziert.

Die Schuldscheindarlehen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um € 204,3 Mio.und beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf insgesamt € 630,7 Mio. (Vorjahr: € 426,4 Mio.). Im Mai 2025 wurde ein Schuldschein über insgesamt € 210,0 Mio. mit einer Laufzeit von vier (€ 147,0 Mio.) bis sechs Jahren (€ 63,0 Mio.) erfolgreich platziert. Ein weiterer Schuldschein über € 65,0 Mio. mit einer Laufzeit von zwei Jahren wurde im November 2025 emittiert. Gegenläufig wurde im Januar 2025 eine Tranche von € 70,0 Mio. eines Schuldscheins mit Endfälligkeit zurückgezahlt.

Sonstige Vermögenswerte und Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte außerhalb des Working Capitals beinhalteten den positiven Marktwert der derivativen Finanzinstrumente und die kurzfristigen Forderungen aus Leasingverhältnissen. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte außerhalb des Working Capitals verringerten sich, in Folge gesunkener positiver Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente, insgesamt auf  50,8 Mio. gegenüber  160,0 Mio. im Vorjahr.

Die Nutzungsrechte an Vermögenswerten gingen gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,2 % von  1.116,8 Mio. auf  1.103,8 Mio. zurück. Der Rückgang war bedingt durch Wertminderungen auf Nutzungsrechte in Höhe von € 31,2 Mio. sowie Kurseffekte aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Berichtswährung Euro in Höhe von € 90,0 Mio. Gegenläufig wurde insbesondere in Logistikzentren und Bürogebäude investiert. Die Nutzungsrechte betrafen zum 31. Dezember 2025 eigene Einzelhandelsgeschäfte in Höhe von  478,3 Mio. (Vorjahr:  528,9 Mio.), Lager und Büros in Höhe von  580,3 Mio. (Vorjahr:  522,5 Mio.) und Sonstige Leasinggegenstände, im Wesentlichen für Technische Anlagen und Maschinen sowie Kraftfahrzeuge, in Höhe von insgesamt  45,2 Mio. (Vorjahr:  65,4 Mio.). Die auf der Passivseite damit in Zusammenhang stehenden kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten blieben in Summe nahezu unverändert.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte, die sich im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen zusammensetzen, reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,1 % von  1.475,0 Mio. auf  1.369,5 Mio. Der Rückgang der sonstigen langfristigen Vermögenswerte war im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2025 vorgenommenen Wertminderungen in Höhe von € 52,7 Mio. zurückzuführen, davon entfielen € 41,4 Mio. auf die Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten. Darüberhinaus haben Kurseffekte aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Berichtswährung Euro zu einer Reduktion in Höhe von € 64,2 Mio. geführt.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die neben den negativen Marktwert der derivativen Finanzinstrumente in Höhe von € 109,0 Mio. auch Verbindlichkeiten für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Rahmen der initiierten Einsparungsmaßnahmen beinhalteten, erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von  19,9 Mio. auf  156,9 Mio.

Die Pensionsrückstellungen verringerten sich auf  25,6 Mio. (Vorjahr:  27,3 Mio.).

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sanken zum Bilanzstichtag auf  30,7 Mio. (Vorjahr:  33,3 Mio.).

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