Prognosebericht

Prognosebericht

Weltkonjunktur

Die globale Konjunktur wird im Jahr 2026 laut Prognosen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ein mäßiges, aber beständiges Wachstum von 3,1 % (weltweites Bruttoinlandsprodukt) verzeichnen. Im Vorjahr lag dieses bei 3,3 %. Damit setzt sich das Expansionstempo des Vorjahres fort, wenn gleich die Rahmenbedingungen zunehmend volatiler werden. Besonders der Welthandel gerät unter signifikanten Druck: Nachdem im Jahr 2025 noch Vorzieheffekte aufgrund drohender US-Zölle für eine vorübergehende Belebung sorgten, führt die Zunahme von Handelshemmnissen nun zu einer deutlichen Abschwächung. Die Wachstumsprognose für den globalen Handel wurde vor diesem Hintergrund auf 1,6 % nach unten korrigiert. Vor allem in den USA drohen neue Zölle den Preisdruck erneut zu verschärfen, was den geldpolitischen Spielraum für Zinssenkungen durch die Notenbanken einschränkt. Zusammenfassend warnt das IfW, dass die geopolitische Unsicherheit sowie die zunehmende Fragmentierung des Welthandels die zentralen Abwärtsrisiken für die globale Stabilität im Jahr 2026 darstellen.

Zusätzlich zu der Konjunkturprognose des ifw Kiel möchten wir im Folgenden auf die Erwartungen des International Monetary Fund (IMF) aus Januar 2026 Bezug nehmen. Die Expert*innen des IMF erwarten für das Jahr 2026 einen Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,3 %, was im Wesentlichen getrieben wird durch massive Investitionen in Technologie und Künstliche Intelligenz (KI) sowie durch fiskalpolitische Stützungsmaßnahmen in den USA und China. Darüber hinaus geht der IMF von einem weiteren Rückgang der weltweiten Teuerungsrate aus. Nach geschätzten 4,1 % im Jahr 2025 soll die Inflation 2026 auf 3,8 % sinken. In den USA verläuft dieser Prozess jedoch langsamer, da Zölle den Preisdruck hochhalten. Trotz des soliden Wachstums warnt der IMF vor erheblichen Abwärtsrisiken. Insbesondere die Eskalation von Handelskonflikten und die Fragmentierung des Welthandels könnten die Dynamik jederzeit dämpfen. Zusammenfassend beschreibt der IMF das Jahr 2026 als eine Phase der Anpassung, in der technologische Fortschritte die weltwirtschaftliche Stabilität trotz geopolitischer Gegenwinde sichern.

Sportartikelbranche

Unter der Voraussetzung, dass keine signifikanten geopolitischen Verwerfungen die globale Wirtschaft belasten, prognostizieren wir für die Sportartikelindustrie im Jahr 2026 ein moderates Plus. Gestützt auf Daten der Bank of America Global Research Studie rechnen wir mit einem währungsbereinigten Branchenwachstum von etwa 4,4 %. Diese positive Einschätzung basiert auf der Erwartung einer steigenden Nachfrage, getrieben durch die ungebrochenen und an Relevanz gewinnenden Trends zu einem aktiveren, gesundheitsbewussteren Lebensstil. Verstärkt wird diese Entwicklung durch die anhaltende Popularität von „Athleisure“, wodurch Sportbekleidung und Sportschuhe weiterhin fest in der täglichen Alltagskleidung verankert bleiben.

Zusätzliche Impulse für die sportliche Aktivität versprechen die sportlichen Höhepunkte des Jahres 2026: Die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren in den USA, Mexiko und Kanada sowie die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo werden voraussichtlich das Interesse an Sport und Sportbekleidung weltweit fördern.

Ausblick 2026

Nach dem strategischen Reset im Jahr 2025, bei dem PUMA gezielt Maßnahmen ergriffen hat, um unternehmensspezifische Herausforderungen zu bewältigen, Lagerbestände abzubauen und die Basis für eine stärkere und fokussiertere Zukunft zu legen, wird 2026 ein Übergangsjahr.

PUMA setzt 2026 die Optimierung seiner Vertriebskanäle und den Abbau der Lagerbestände fort. Der Abbau der Lagerbestände soll durch ein diszipliniertes Management der Beschaffungsaufträge und gezielten Produktabverkauf erreicht werden. Das im Vorjahr eingeleitete Kosteneffizienzprogramm wird auch im Jahr 2026 fortgeführt. Dazu zählen die Umsetzung einer klaren Organisationsstruktur, die Verkleinerung des Produktsortiments sowie der Abschluss des seit Anfang 2025 laufenden Abbaus von rund 1.400 Verwaltungsstellen.

Während dieser Übergangsphase liegen die Prioritäten von PUMA darin, das Unternehmen auf nachhaltigen Erfolg auszurichten, die finanzielle Stabilität zu sichern und für eine Rückkehr zu einem gesunden, über dem Branchendurchschnitt liegenden Wachstum ab 2027 zu positionieren. Die Marken- und Produktstrategie für 2026 wird sich auf vier Fokuskategorien konzentrieren: Fußball, mit einer starken Präsenz bei der Fußballweltmeisterschaft; Running, angetrieben durch die NITRO™-Technologie; Training, unterstützt durch die exklusive Partnerschaft mit HYROX; und Sportstyle Prime & Select, wo das Unternehmen sein Sortiment mithilfe des umfangreichen Produktarchivs aus über 77 Jahren Sportgeschichte und eines stärker integrierten Storytellings weiterentwickeln wird.

PUMA geht im Jahr 2026 von anhaltenden geopolitischen sowie makroökonomischen Unsicherheiten aus. Der erwartete währungsbereinigte Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich resultiert überwiegend aus geringeren Umsätzen in Nordamerika infolge von Maßnahmen zur Bereinigung der Vertriebsstruktur, während ein Umsatzwachstum in Lateinamerika und MEA&I dies nur teilweise kompensieren kann.

Das Unternehmen prognostiziert ein operatives Ergebnis (EBIT) in der Bandbreite von € -50 Mio. und
€ -150 Mio., einschließlich Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem umgesetzten Kosteneffizienzprogramm. PUMA plant für 2026 Investitionen (CAPEX) von rund € 200 Mio., hauptsächlich in digitale Infrastruktur, DTC-Vertriebskanäle und strategische Projekte zur langfristigen Wettbewerbsstärkung.

Während das Jahr 2025 von einem strategischen Neustart geprägt war und 2026 als Übergangsjahr gilt, blickt PUMA mit Zuversicht auf die bisher implementierten und für die nähere Zukunft geplanten Maßnahmen. Ab 2027 sollen die Maßnahmen nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Die eingeleiteten Initiativen zielen darauf ab, die Produktivität dauerhaft zu erhöhen und die strategische Ambition des Unternehmens zu unterstützen, sich mittelfristig unter den drei führenden Sportmarken weltweit zu etablieren.

Grundlage für langfristiges Wachstum

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die langfristigen strategischen Prioritäten gesetzt. Die Umsetzung der Maßnahmenpläne erfolgt zielgerichtet und wertorientiert. PUMAs Strategie zur Stärkung der Marke wird durch das Kosteneffizienzprogramm ergänzt, um die Grundlage für eine mittel- und langfristige positive Entwicklung zu schaffen.

Herzogenaurach, den 24. Februar 2026

Der Vorstand

Höld Neubrand Valdes

Bäumer Hubert

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